Aktuelle Ansätze zur Abwicklung des Projektgeschäfts erfüllen ihr Ziel nur unzureichend

Industrie- und Fertigungsunternehmen, mit Spezialisierung auf Engineer-to-Order (ETO)-Projektgeschäfte, stehen signifikanten technologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen gegenüber: Ein Mangel an Konnektivität, Standardisierung und Integration innerhalb von Projekten führt zu unkoordinierten Prozessabläufen und fehlender Transparenz.

Dies verursacht Probleme wie Ineffizienz, Verschwendung und Arbeitskräftemangel in einer ohnehin schon angespannten Zeit, in der Unternehmen unter beispiellosen Wettbewerbsdruck stehen.

Es ist unerlässlich, dass sich Unternehmen diesen Herausforderungen stellen. Auf diese Weise verteidigen sie nicht nur ihren Wettbewerbsvorteil, sondern erschließen sich auch einen reibungsloseren Produktionsprozess, ein geringeres Geschäftsrisiko, höhere Kosteneffizienz und schaffen eine Basis, auf der sie ihre digitalen Fähigkeiten weiterentwickeln können.

Engineer to Order

ETO-Projektmanagement der nächsten Generation: Digitaler Projektzwilling

Auf der Grundlage der Bedürfnisse und Erfahrungen von ETO-Projekten wird ein Digitaler Projektzwilling entwickelt, um Kompetenzlücken innerhalb von Projekten und der Organisation insgesamt zu schließen. Mithilfe einer digitalen Replikation aller Projektphasen – Produkte, Personen, Prozesse und Infrastruktur – werden die Datenströme in Echtzeit integriert, horizontal wie auch vertikal.

Durch die Verbindung und Integration aller Projektdaten innerhalb einer einzigen, leicht zugänglichen zentralen Datenquelle erhalten Unternehmen einen granularen, vollständigen und konstanten Projektüberblick. Kosten, Verlauf, Risiken, Wissen – Digitale Projektzwillinge sorgen für absolut transparente und zuverlässige Informationen und ermöglichen es Managern, bessere und fundiertere Entscheidungen schneller zu treffen. Darüber hinaus können diese neu verfügbaren Informationen neue Geschäftschancen eröffnen und so zur Stärkung der dynamischen Fähigkeiten einer Organisation beitragen, die für den langfristigen Unternehmenserfolg entscheidend sind.

Bei vollständiger Projekttransparenz können selbst frühe Phasen wie Angebotserstellung, Projektkonfiguration, Machbarkeit und oft zu spät erkannte Ressourcenengpässe optimiert werden, und der Zugang zu detaillierten Lieferantendaten ermöglicht eine schnelle und einfache Modifizierung von Produkten. Dies verleiht den Kunden nicht nur ein erhöhtes Maß an Kontrolle über ihre Produkte, sondern bindet auch Lieferanten und Nutzer von Digitalen Projektzwillingen durch eine intensivere Projektzusammenarbeit.

Während Unternehmen früher mit Kosten- oder Zeitüberschreitungen aufgrund unvorhergesehener Probleme zu kämpfen hatten, können sie mit einem Digitalen Projektzwilling Projekte zuverlässig budgetieren und durchführen. Dazu gehören Ressourcenengpässe und andere Aktionen externer Partner, Lieferanten oder Kunden, die negative Auswirkungen haben; also auch komplexe oder nicht standardisierte Probleme, die mit einem traditionellen ETO-Projektansatz schwer vorherzusagen, zu visualisieren oder zu lösen wären.

Auch die Berichterstattung ist viel einfacher, da alle Informationen genau und vollständig auf dem neuesten Stand gehalten werden. Treten bei einem Projekt Probleme auf, so können Berichte automatisch erstellt und an das Management gesendet werden, sodass sofortiges Handeln möglich ist. In Verbindung mit KI-fähigen Vorhersagealgorithmen können Berichte problemlos eine Zukunftsprojektion des Projekts liefern und potenzielle Risiken identifizieren, um sicherzustellen, dass diese präventiv erkannt und gelöst werden.

Und was vielleicht am wichtigsten ist: Sobald die Digitalen Projektzwillinge implementiert und in realen Projekten eingesetzt wurden, können die Benutzer die Produktentwicklung – Planung, Ausführung, Aktivitätsverfolgung usw. – unter Verwendung der von den Digitalen Produktzwillingen gesammelten Daten orchestrieren. Dies ist immens wertvoll, da es Unternehmen ermöglicht, Produkte digital zu analysieren und anzupassen, ohne die Produktion in der realen Welt zu beeinträchtigen.

Next-generation Engineer to Order

Digitale Projektzwillinge werden bereits von globalen Unternehmen genutzt

Methoden und Tools des Digitalen Projektzwillings sind bereits in der Wirtschaft angekommen. BearingPoint hat sie bereits für ETO-Unternehmen umgesetzt und optimiert – durch das erfolgreiche Implementieren unterschiedlichster Projekte, die sich auf cross-funktionale Beratungsdienste stützen.

In Zusammenarbeit mit einem großen, weltweit tätigen Automobilzulieferer haben wir den ETO-Prozess des Unternehmens transformiert, indem wir die gesamte betriebliche Wertschöpfungskette effizienter gestaltet haben. Um einen genauen Überblick über das Projektgeschäft und die Lieferkette des Kunden zu erhalten, richteten wir eine Datenerfassung über den Status mehrerer Abteilungen ein. Diese stellten wir in einem PMO-Cockpit dar, das die Transparenz, Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen den Unternehmensbereichen ermöglichte. Dieser Digitale Projektzwilling stellte sicher, dass die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit verbessert und Projektzeitpläne eingehalten wurden, was in vielen Fällen die Geschwindigkeit und Qualität der Ausführung verbesserte.

Automatisierung ist eine entscheidende Fähigkeit der Digitalen Projektzwillinge. Für ein weltweit tätiges Luftfahrtunternehmen, das Arbeitsabläufe, Dienstleister und die Ausrichtung von Teilprojekten organisieren wollte, haben wir die Datenquellen des Kunden in einer halbautomatisierten Projektmanagement- und Controlling-Lösung miteinander verbunden und zusammengefasst. Diese wurde mit den relevanten Managementsystemen vernetzt und zur Terminierung von Anrufen sowie zur Erstellung standardisierter, projektrelevanter Berichte eingesetzt. Dadurch konnten Verzögerungen – ein Hauptproblem des bisherigen Ansatzes – eliminiert und die Kosten unter Kontrolle gehalten werden konnten.

Digitale Projektzwillinge können auch dazu beitragen, unterschiedliche Unternehmen nach M&A-Aktivitäten zusammenzuführen. Für ein an der NYSE notiertes globales Kommunikationsunternehmen, das kürzlich eine bedeutende Akquisition getätigt hatte, entwarf und etablierte BearingPoint eine Lösung zur Finanzprojektplanung, das eine integrierte Management-Berichterstattung sowie die Analyse und Vorhersage einer Vielzahl von Messgrößen ermöglichte. Dieses wurde durch einen Datenbereitstellungsbereich ergänzt, der verschiedene Datenquellen integrierte, um eine einfache Visualisierung zu ermöglichen. Der gewählte Ansatz standardisierte und automatisierte das Berichtswesen des Unternehmens, verbesserte die Auditkontrollen und trug dazu bei, den Berichtsprozess in beiden Bereichen verwalten zu können.

In einer immer komplexeren und sich verändernden Geschäftslandschaft wird es immer schwieriger, Projekte zu überschauen und effizient leiten zu können. Mit Digitalen Projektzwillingen können Sie die Kontrolle zurückerlangen und Ihr Unternehmen auf die Nutzung der digitalen Innovationen von morgen vorbereiten.

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