Executive Summary

ContiTech hat eine umfassende Umstrukturierung eingeleitet, um alle Geschäftsbereiche mithilfe von SAP S/4HANA in ein einheitliches System zu integrieren. Diese Initiative hat die digitale Infrastruktur für künftiges Wachstum und betriebliche Effizienz der ContiTech geschaffen und in den verschiedenen Werken und Geschäftsbereichen Prozesse harmonisiert und Lösungen standardisiert.

Mit SAP S/4HANA zu globaler Effizienz und nachhaltigem Wachstum

Die ContiTech GmbH, ein bedeutender Geschäftsbereich der Continental AG (mit Sitz in Hannover, Deutschland), ist ein Hersteller von Gummi- und Kunststoffprodukten außerhalb der Reifenindustrie. Mit ihren zahlreichen Geschäftsbereichen und weltweit verteilten Produktionsstandorten setzt ContiTech für ihre Kerngeschäftsprozesse auf SAP. Aufgrund mehrerer Übernahmen im Laufe der Jahre sah sich das Unternehmen mit einer heterogenen IT- und Prozesslandschaft aus verschiedenen Technologiesystemen konfrontiert. Die SAP-Landschaft von ContiTech bestand aus über 12 nicht synchronisierten SAP R/3-Umgebungen mit unterschiedlichen Konfigurationen und Materialstammdatenbanken. Diese Situation erschwerte es dem Unternehmen, sich einen klaren Überblick über die Produktlebenszyklen zu verschaffen, was aufgrund von Datenduplikaten und langwieriger Informationskonsolidierung zu Ineffizienzen führte.

ContiTech hat sich zum Ziel gesetzt, ihre betriebliche Effizienz durch den Übergang zu einem Greenfield-Ansatz mittels einer SAP S/4HANA-Vorlage zu verbessern, um Prozesse über verschiedene Werke und Geschäftsbereiche hinweg zu standardisieren. Diese Initiative stand auch im Einklang mit der strategischen Ausrichtung von ContiTech auf nachhaltiges Wachstum und zielte darauf ab, eine starke IT-Grundlage zu schaffen, damit sich das Unternehmen auf seine Kunden und Märkte konzentrieren kann. Gleichzeitig war dieser Wechsel zu SAP S/4HANA unerlässlich, da ContiTech damit mögliche Störungen aufgrund des für 2027 geplanten Wartungsendes für die SAP Business Suite 7 umgehen konnte.

Der Übergang von einer heterogenen zu einer harmonisierten Lösung mithilfe ganzheitlicher und agiler Ansätze

Im Jahr 2019 startete ContiTech das SAP S/4HANA-Transformationsprojekt IMp@CT mit dem Ziel, eine harmonisierte, globale Geschäftsprozessvorlage für ihre weltweite Organisation zu entwerfen und umsetzen. In Zusammenarbeit mit dem Kunden entwickelte BearingPoint die Standardprozessvorlage, indem man die Abläufe, rechtlichen Anforderungen und Prozesse eines Geschäftsbereichs von ContiTech analysierte, wobei der Fokus auf Workflows lag, die auch an anderen Standorten vorkommen. Anschließend passte das Projektteam die Prozesse an die Vorlage an und implementierte die Änderungen an den ContiTech-Produktionsstandorten in Rumänien, Ungarn, China und Japan.

Durch den Einsatz umfassender Business-Transformationskompetenzen und effektiver Tools aus dem Global Business Template Toolkit unterstützte BearingPoint die Methodik und Durchführung des Rollouts. Mit sieben Workstreams versetzten die Berater:innen mehr als 200 Projektmitglieder bei ContiTech in die Lage, bewährte Methoden anzuwenden und die Einführung in mehr als 130 Produktionsstätten, Distributionszentren und Servicestandorten vorzubereiten.  BearingPoint verfolgte dabei eine Greenfield-Strategie und hielt sich an Best Practices, um die Funktionen des Systems an die Branchenanforderungen von ContiTech anzupassen. Dieser Ansatz stellte sicher, dass das neue System benutzerfreundlich ist und gleichzeitig die Standardeinstellungen mit maßgeschneiderten Funktionen beibehält, um spezifische Prozessanforderungen zu erfüllen. Während der Umstellung wurde die Betriebskontinuität gewährleistet, um Störungen im täglichen Geschäftsbetrieb zu vermeiden. Die Umstellung umfasste verschiedene Funktionsbereiche wie Finanzen, Controlling, Projektsysteme, Produktionsplanung, Materialwirtschaft, Lagerverwaltung, Vertrieb, Transportmanagement, Qualitätsmanagement, Anlagenwartung und Außenhandel.

Dank ihrer umfassenden Erfahrungen in der Implementierung von SAP S/4HANA gingen die Expert:innen von BearingPoint alle Aspekte des Übergangsprozesses taktisch gezielt an. Dies umfasste nicht nur die technische Implementierung des neuen Systems, sondern auch einen ganzheitlichen Ansatz zur Transformation aller Geschäftsprozesse, wobei gleichzeitig ein Umdenken bei den Mitarbeitenden von ContiTech gefördert wurde, damit diese effizientere Arbeitsweisen übernehmen.

Aufbau einer soliden Grundlage für eine skalierbare und nachhaltige Entwicklung zur Förderung von Innovationen

Mit SAP S/4HANA als Ersatz für das bisherige ERP-System kann ContiTech effektiv auf die Anforderungen der Branche reagieren, ihren Wettbewerbsvorteil sichern und gleichzeitig potenzielle Störungen durch das bevorstehende Wartungsende der SAP Business Suite 7 bewältigen.

Die umfassende Aktualisierung verbeserte die Genauigkeit und Effizienz in den Bereichen Finanzen, Planung, Beschaffung, Produktion und Vertrieb erheblich. Diese Harmonisierung hat Abläufe gestrafft, Redundanzen abgebaut, die Entscheidungsfindung erleichtert und die Ressourcennutzung optimiert. Darüber hinaus ermöglicht sie eine bessere Überwachung und Kontrolle und richtet die Geschäftsabläufe an Branchenstandards aus. Alle Abteilungen arbeiten nun auf gemeinsame Ziele hin, wodurch die Zusammenarbeit und Synergieeffekte gefördert werden. Durch die kontinuierliche Optimierung der Prozesse hat ContiTech einen dynamischen und agilen Rahmen für den Geschäftsbetrieb entwickelt, der nachhaltiges Wachstum und Innovation unterstützt. Die Einhaltung globaler Standards erleichtert nun die Integration mit internationalen Partnern und unterstützt damit die weltweiten Expansionsbemühungen von ContiTech.

ContiTech

ContiTech ist einer der weltweit führenden Branchenspezialisten. Das Geschäftssegment des Continental-Konzerns bietet seinen Kunden vernetzte, umweltfreundliche, sichere und komfortable Industrie- und Servicelösungen unter Verwendung einer Vielzahl von Materialien für Off-Highway-Anwendungen, auf Schienen und Straßen, in der Luft, unter und über der Erde, in industriellen Umgebungen, für die Lebensmittelbranche und die Möbelindustrie. Mit rund 42.000 Mitarbeitern in mehr als 40 Ländern und einem Umsatz von rund 6,8 Milliarden Euro (2023) ist der globale Industriepartner mit Kernbranchen in Asien, Europa sowie Nord- und Südamerika tätig.

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