Viele Privatkunden haben die Banken noch nicht überzeugt

Beim Griff in die eigene Geldbörse, hört die Liebe zur Nachhaltigkeit bei vielen auf. Das belegt eine aktuelle YouGov-Umfrage, die im Auftrag der Unternehmensberatung BearingPoint in Österreich, Deutschland undder Schweiz durchgeführt wurde.

In der Schweiz und in Österreich sind die Menschen durchaus offen für einen Wechsel zu einer nachhaltigen Bank. Fast 60 Prozent der befragten österreichischen Privatkunden sind aber nicht bereit, einen Aufschlag auf die Kontoführungsgebühren in Kauf zu nehmen, damit die Bank verstärkt in ökologisch nachhaltige Projekte investiert. Nur ein Viertel der unter 44-jährigen Befragten gaben an, auf keinen Fall die Bank wechseln zu wollen, nur weil diese ein ökologisch nachhaltigeres Produktangebot bietet. Während die Klimadebatte in der Öffentlichkeit viele Lebensbereiche erfasst hat, spielt die ökologische Nachhaltigkeit bei Finanzprodukten für Österreicher, Deutsche und Schweizer immer noch eine untergeordnete Rolle. Nach wie vor sind die Kriterien Sicherheit, Kosten und Rendite bei Geldanlagen von zentraler Bedeutung. Für maximal 10 Prozent der Befragten ist die Nachhaltigkeit das wichtigste Kriterium bei der Investitionsentscheidung.

Große Chance für Banken – Junge Generation offen für nachhaltige Finanzprodukte

Die Umfrage zeigt aber auch, dass sich Privatkunden durchaus für ökologisch nachhaltige Bankprodukte interessieren obwohl viele dafür keine höheren Gebühren in Kauf nehmen wollen. Während fast 38 Prozent der 25 bis 34-jährigen einen Wechsel zu einer Bank mit einem ökologisch nachhaltigen Finanzproduktportfolio vornehmen würden, geben nur 21 Prozent der über 55-jährigen diese Bereitschaft an. Viele junge Menschen sind demnach offener, für die ökologische Nachhaltigkeit die Bank zu wechseln, als es die ältere Generation ist.

Georg von Pfoestl

Die Wechselbereitschaft zu einem nachhaltig orientierten Geldinstitut scheitert nur oft an fehlenden Informationen und Transparenz der Banken. Im Abbau dieser Informationsdefizite liegt unseres Erachtens großes Potential für die Neukundengewinnung der Banken.

Georg von Pfoestl, Partner Banking und Capital Markets bei BearingPoint

Enormes Potential für die Banken

Hinzu kommt ein grundsätzliches Informationsdefizit beim Thema Sustainable Finance. Die große Mehrheit der Befragten in Deutschland, Österreich und der Schweiz weiß noch sehr wenig über grüne Finanzprodukte. Über 60 Prozent der Befragten in allen drei Ländern gaben an, nicht darüber Bescheid zu wissen, ob die eigene Bank ökologisch nachhaltige Produkte anbietet. Besonders ausgeprägt ist in Österreich das Informationsdefizit bei der Altersgruppe der über 55-Jährigen. Die Umfrage zeigt, dass es in diesem Bereich für die Banken noch viel nachzuholen gibt. Ausführliches Informationsmaterial zum Thema Nachhaltigkeit und die Bewerbung von grünen Finanzprodukten sind eine gute Investition in das Neukundengeschäft. Gerade bei der jüngeren Generation gibt es deutliches Interesse und den Willen, sich zukünftig auch beim eigenen Konto nachhaltiger auszurichten.

Über die Studie

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der über 4.000 Personen in Deutschland, der Schweiz und Österreich zwischen dem 4. und 13. Dezember 2019 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die jeweilige Bevölkerung ab 18 Jahren.

Über BearingPoint

BearingPoint ist eine unabhängige Management- und Technologieberatung mit europäischen Wurzeln und globaler Reichweite. Das Unternehmen agiert in drei Geschäftsbereichen: Der erste Bereich umfasst das klassische Beratungsgeschäft; Business Services als zweiter Bereich bietet Kunden IP-basierte Managed Services über SaaS hinaus; im dritten Bereich stellt BearingPoint Software-Lösungen für eine erfolgreiche digitale Transformation, Advanced Analytics und regulatorische Anforderungen bereit und entwickelt gemeinsam mit Kunden und Partnern neue, innovative Geschäftsmodelle.
   
Zu BearingPoints Kunden gehören viele der weltweit führenden Unternehmen und Organisationen. Das globale Netzwerk von BearingPoint mit mehr als 10.000 Mitarbeitern unterstützt Kunden in über 75 Ländern und engagiert sich gemeinsam mit ihnen für einen messbaren und langfristigen Geschäftserfolg.

Weitere Informationen:

Pressekontakt

Barbara Gruszkiewicz
Marketing & Communications
Tel. +43 1 50632 5167

barbara.gruszkiewicz@bearingpoint.com

  • Barbara Gruszkiewicz