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Die LEONI AG ist ein globaler Anbieter von Kabeln, Glasfaserkabeln, Leitungs- und Verkabelungssystemen für den Automotive-Sektor und andere Branchen. Mit einem Jahresumsatz von 4,4 Milliarden Euro in 2016, beschäftigt das Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland rund 80.000 Mitarbeiter in 31 Ländern. LEONI gehört zu den größten Kabelherstellern weltweit und ist in zwei Geschäftsbereiche aufgeteilt: Wire and Cable Solutions (WCS) und Wiring Systems Division (WSD). LEONI´s interne IT-Organisation, Information Management (IM), ist in der LEONI Holding in Nürnberg zentralisiert und ist global für IT-Ausstattung und Abläufe zuständig.

Ziele des Projekts

In den letzten Jahren sah sich LEONI einem dynamischen Wachstum, erhöhter globaler Aktivität und einer verstärkten Vorwärtsintegration gegenüber, was die Anforderungen an die internen IT-Abläufe signifikant erhöhte. Die IM Führung von LEONI erkannte, dass ein solcher Fortschritt die Stärkung der globalen IT-Strategie bedeutete und nur so ein höheres Zufriedenheitslevel der internen Kunden des WCS, WSD und der Holding-Organisation erzielt werden kann. Nach eingehender Betrachtung des Ist-Zustands wurden folgende Bereiche mit Verbesserungspotenzial aufgezeigt:

  • Verbesserung der Abwicklung neuer Business-IT-Anforderungen mit einer professionelleren Struktur, höherer Formalität und Transparenz
  • Definition der Rollen und Verantwortlichkeiten zwischen Business und IT, um die Anforderungen und Lieferzeitpläne zu klären, Kosten zu überwachen und sich Änderungen auf dem Markt leichter anpassen zu können
  • Abbildung von Prozessen für die Identifikation, Bewertung, Bestätigung und Überwachung von IT-Projekten
  • Verbesserung der IT-Projektmanagement-Kenntisse zur effizienteren Steuerung von Projektkosten, Nutzen, Interdependenzen und potenzielle Synergien zwischen IT-Projekten

Offensichtlich war ein gut ausgearbeitetes Modell zur Neuausrichtung der Business-IT notwendig. Der Führung des Unternehmens widerstrebte es jedoch, große Veränderungen in der Belegschaft und in den Prozessen ohne angemessenen Support vorzunehmen. BearingPoint konnte mit einem ganzheitlichen, arbeitsteiligen Ansatz überzeugen, der sich bei der Transformation von LEONI´s IM Arbeitsabläufen als wesentlicher Bestandteil erwies, während gleichzeitig sichergestellt wurde, dass alle Mitarbeiter diese Veränderungen mitgetragen und unterstützen.

Die Vorgehensweise von BearingPoint

Auf der Grundlage unserer führenden Methoden und Know-how sowie LEONI‘s Erfahrung, wie man Implementierungen erfolgreich durchführen kann, durchlief das Projektteam vier verschiedene Phasen:

  1. Neben dem Projektaufbau und der Workshop -Vorbereitungen befragte unser Team die Top-Management-Stakeholder, um bestehende Herausforderungen, Anforderungen und Erwartungen hinsichtlich der Business-IT-Ausrichtung zu bestimmen.
  2. Bei der Erstellung des BITAL-Konzeptes bezogen wir die Stimmen von IT und Business auf globaler und regionaler Ebene mit ein. In einer Workshop-Serie konzipierten wir:
  • Neue Prozesse für IT Demand & Portfolio Management und Jahresbudgetplanung
  • Neue Rollen und Zuständigkeitsbereiche in den definierten Prozessen
  • Standard Regeln für BITAL, sowie Guidelines, Tools und Templates
  • Entscheidungsgremium und Steuerungselemente

Mit diesem Ansatz war das finale Konzept sehr überzeugend bei den Stakeholder des Unternehmens, da es dabei half, die globale Reichweite zu festigen.

3. Während der finalen Rollout-Phase bei WSD implementierten wir die definierten Prozesse und organisatorischen Änderungen in Abstimmung mit der Planview-Einführung (ein IT-Projekt-Portfolio-Management Tool). Außerdem wurden Kommunikations- und Change Management-Maßnahmen durchgeführt.
4. Der Go-Live des neuen BITAL Collaboration Modells war vorbereitet. Ca. 300 LEONI Mitarbeiter wurden für ihre neuen Rollen geschult, einhergehend mit globalen Kommunikations- und Change Management Maßnahmen. Eine Umfrage zur Zufriedenheit wurde sechs Monate nach jeder BITAL Roll out-Phase erhoben und hinterher in die jährliche Kundenzufriedenheitsstudie von IM integriert.

Messbare und nachhaltige Ergebnisse

Mit dem nun eingeführten BITAL-Collaboration-Modell hat sich die Effektivität und Transparenz der Entscheidungsfindung in LEONI´s Geschäfts- und IT-Funktionen drastisch verbessert.

Die Einführung des globalen Business IT-Ausrichtungsmodells bei LEONI WSD hat die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen unseren Geschäftsfeldern, zentralen Funktionen und der IT-Organisation nachhaltig gestärkt. Mit der Einführung von Business Demand Coordinators trägt BITAL dazu bei, dass IT-Projektanfragen professioneller gemanagt werden und zudem unterstützt es eine zielorientiertere Planung von IT Investments über die verschiedenen Geschäftsfelder hinweg.

Astrid Rooseboom, VP Program Management of LEONI WSD

Insgesamt hat das BITAL-Modell den Prozess von IT-Projektanfragen von der Identifikations- bis zur Abschlussphase neu definiert. Es hat den Portfoliowert und die Leistung optimiert, indem es die strategischen Geschäftsziele und die IT aufeinander ausgerichtet hat. Der Projektportfolio-Managementprozess wurde formal und transparent standardisiert.

Weitere entscheidende Vorteile:

  • Eine höhere Transparenz beim abteilungs- und unternehmensweiten IT-Projektportfolio, samt Budget, Unterstützungsleistungen, Problemen und Risiken
  • Eine stärkere Steuerung der verschiedenen “Owner”, die im IT-Projektportfolio involviert sind
  • Eine robuste und fakten-basierte Bewertung von IT-Projektanfragen, inklusive Kosten- und Nutzenbeurteilung
  • Ein strukturierter und systematischer Ansatz zum Personaleinsatz und zur Umsetzung von IT-Projekten
  • Implementiertes Demand & Portfolio Management und Jahresbudgetplanungsprozesse sowie organisationsbezogene Veränderungen
  • Projektportfolio-Management eingebunden in das Planview-Tool, einem von LEONI eingeführten Tool

Der vielleicht größte Erfolgsfaktor war jedoch die Unternehmenskultur, die über den gesamten Einsatzzeitraum hinweg noch weiter verbessert wurde. Das Top-Management trifft nun beispielsweise jedes Quartal zusammen, um strategische Entscheidungen zur Business-IT zu treffen, auf Abteilungsleiterebene finden diese Treffen monatlich statt. Heute sind innovative und fundierte Steuerungsregeln in Kraft, die durch datenangereicherte Reports und robuste Prozesse unterstützt werden. Dies ermöglicht LEONI eine starke Kommunikation sowie proaktiv mit dem schnellen Wachstumskurs des Unternehmens schrittzuhalten.