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„Connected Supply Chain“ soll die zukünftigen Herausforderungen in der Logistik aus der Komplexität im Lieferanten- & Produktionsnetzwerk sowie aus der Volatilität der Märkte mit neuen Prozessen, einer verstärkten Digitalisierung und innovativen Industrie 4.0-Lösungen bewältigen.

Supply Chains und insbesondere deren Transportnetzwerke sind gekennzeichnet durch eine hohe Anzahl an Beteiligten. Die Teilnehmer in diesen durch Interdependenzen gekennzeichneten Netzwerken umfassen neben OEMs als weitere große Prozesspartner Lieferanten, Logistikdienstleiter und Spediteure. Während durch die vielfältigen Abhängigkeiten und heterogenen Prozesse eine sehr hohe Komplexität entsteht, ist gleichzeitig keine durchgängige Transparenz über die gesamte Supply Chain verfügbar. Dies ist jedoch bei der operativen, taktischen und strategischen Transportsteuerung und -planung zwingend erforderlich und gilt demzufolge als oberste Prämisse, um den gewünschten Grad der Prozesstransparenz und Supply Chain Visibility zu gewährleisten.

Um den Anforderungen im Automotive-Umfeld zu entsprechen, wurden in Zusammenarbeit mit einem OEM fünf Ziele für die „Connected Supply Chain“ definiert:

  • Prozesstransparenz durch die Bereitstellung von Transportavisierungen der Lieferanten bei Spediteuren, deren Referenz zu den Lieferabrufen der OEMs und der Visualisierung von Transporten mithilfe von Geopositionsdaten in einer Cockpit-Oberfläche
  • Informationsverdichtung durch die Bereitstellung und den Abruf der Informationen aus ERP-Systemen auf einer Konsolidierungsplattform und der Koppelung der Track & Trace Informationen an Lieferungen
  • durch die Einbindung von Lieferanten & Spediteure zur Erstellung eines Supply Chain Networks
  • Analyse-Optionen durch Konsolidierung interner und externer Datenquellen zur Erweiterung vorhandener und Aufnahme neuer Kennzahlen, um die Versorgungssteuerung zu optimieren
  • Prognose- und Simulationsoptionen, mit deren Hilfe User im Cockpit eigene Prognose-Szenarios erstellen und deren Auswirkung auf die Versorgungssicherheit bewerten können

Mit „Connected Supply Chain“ werden somit alle relevanten Themen von der Datenbeschaffung über die Sendungsverfolgung (Track & Trace) bis hin zu Vorhersagefunktionen (Predictive Analytics) strukturiert, die durch das Aufkommen neuer Technologien aktuell und zukünftig aufkommen werden. Die Zielsetzung der „Connected Supply Chain“ ist es, vom Lieferabruf über die Transportavisierungen bis hin zur Anlieferung des Materials im Wareneingang mehr Transparenz zu erhalten. So werden Termin-und Mengenabweichungen im Prozess frühzeitig erkannt und transparent dargestellt –„Identifizierung & Visualisierung“. Anschließend können die Abweichungen analysiert und zukünftige Entwicklungen prognostiziert werden – „Analyse & Prognose“.

Darum ist es sowohl für dispositive Stellen wie die Material- und Transportsteuerung, als auch für operative Stellen, wie die physische Vereinnahmung von Materialien im Wareneingang möglich, durch geeignete Warnungen (Alerts) auf Abweichungen und Events entlang der Supply Chain zu reagieren – „Agieren & Optimieren“. Schwellwerte für Warnungen sind unter Berücksichtigung der Vielfalt von Planwerten, Prozesspartnern und Materialien in einer Supply Chain durch einen verantwortlichen End-User entsprechend seiner Anforderungen individuell in einer Cockpit-Arbeitsoberfläche einstellbar.

Darin wird, zusätzlich zur Bereitstellung, Korrelation und Visualisierung aller relevanter Daten über die Supply Chain (Bestelldaten, Avisierung, ASN, Geopositionsdaten, Wareneingang), eine vereinfachte und geglättete Problemlösung von versorgungskritischen Prozessabweichungen ermöglicht. Die mit OEM-Fachbereichen und nach Design Thinking-Ansatz entwickelte Cockpit-Arbeitsoberfläche trägt zudem nicht nur zur Steigerung der Prozesstransparenz und der Effizienzsteigerung bei, sondern auch zur Erhöhung der Benutzerfreundlichkeit bei gleichzeitiger Reduzierung von System- und Medienbrüchen. Hierdurch wird die Steuerung der Supply Chain effizienter gestaltet und neben der Schaffung von Transparenz in letzter Konsequenz die Versorgungssicherheit erhöht.