Durch Retrofitting mit Sensorik und Kommunikationsschnittstellen kann ein bestehender Maschinenpark digitalisiert werden. Unternehmungen können dadurch schneller und kostengünstiger von den Vorteilen der Industrie 4.0 profitieren als bei einem Anlagenersatz.
Produktionsanlagen können zehn bis zwanzig Jahre in Betrieb sein. Manche Maschinen oder Anlagenteile auch deutlich länger. Somit entsteht eine Koexistenz von älteren und modernen Anlagen im Maschinenpark der produzierenden Industrie. Durch unterschiedliche Betriebssysteme sind die Anlagen nicht optimal, bis gar nicht miteinander vernetzt, so dass die heutigen Möglichkeiten der digitalisierten Industrie kaum ausgeschöpft werden. Anlagen können mit Sensoren und IIoT (Industrial Internet of Things) – Geräten nachgerüstet werden, was eine kosteneffiziente Alternative zum Ersatz bildet und so ältere Anlagen mit neuen Technologien und Standards kompatibel macht. Dieses Retrofitting ist vor allem dann sinnvoll, wenn die bestehenden Anlagen noch in gutem Zustand und funktionsfähig sind und damit zuverlässig produziert werden kann. Ein Retrofitting kann um eine zentrale Analytik und eine Web-Plattform ergänzt werden, in der die ausgewerteten Informationen dargestellt werden. Ein bestehender Maschinenpark muss so nicht vollständig erneuert werden, um von den Vorteilen der Industrie 4.0 zu profitieren. Die Lebensdauer ganzer Produktionsanlagen kann durch ein Retrofit deutlich erhöht, die Effizienz verbessert und Betriebskosten gesenkt werden
Lesen Sie den vollständigen Artikel von Reto Tomasini und Pascal Becsey in der Ausgabe 1-2/2024 der Fachzeitschrift MQ Management und Qualität der SAQ Swiss Association for Quality.