Trotz zum Teil erbittertem Widerstand – auch von Kantonen und Gemeinden – ist die Mobilfunktechnologie nicht mehr zu stoppen.

In der Schweiz befürchten 39% der Bürger gesundheitliche Schäden durch 5G. Das besagt eine soeben veröffentlichte, repräsentative Umfrage der Beratungsfirma BearingPoint.

Diese Ängste werden für manche Menschen gar zur Obsession, und sie verüben Brandanschläge auf Mobilfunkanlagen. Es ist zu einer richtiggehenden Einspracheflut gegen neue 5G-Sender gekommen. Und einige Kantone und Gemeinden haben sich mit den Technikgegnern solidarisiert und behindern den Ausbau mit Moratorien und anderen Verzögerungstaktiken. Für die Bewilligung und Kontrolle von Mobilfunkanlagen sind nämlich Kantone und Gemeinden zuständig.

In der Telekombranche geht man davon aus, dass derzeit mehr als tausend Baugesuche für Mobilfunkanlagen durch Einsprachen von Anwohnern und behördliche Obstruktion auf Eis gelegt sind. Nur zwei Kantone hätten gar keine Einschränkungen, sagt Swisscom-Sprecher Armin Schädeli. Bei Sunrise beklagt man, dass derzeit über zwei Drittel aller schweizweit hängigen Bewilligungsgesuche blockiert seien oder nur mit grosser Verzögerung behandelt würden.

Lesen Sie den vollständigen Artikel "Innert eines Jahres hat sich die Zahl der 5G-Antennen verdoppelt" erschienen bei NZZamSonntag am 24. April 2021.

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