Angesichts häufiger auftretender Hitzewellen wächst der Druck auf Unternehmen, ihren Mitarbeitenden mehr Flexibilität zu ermöglichen – besonders in körperlich fordernden handwerklichen oder industriellen Berufen («Blue Collar»). Erkenntnisse aus einer Benchmarkstudie zeigen, wie mögliche Lösungen aussehen können.
Auch wenn der diesjährige Sommer in der Schweiz ein eher mässiger war – die nächste Hitzewelle kommt bestimmt. Wer im Büro arbeitet, geniesst oft die Vorzüge einer Klimaanlage, kann dank Gleitzeit früher beginnen oder ins Homeoffice ausweichen. Blue-Collar-Mitarbeitende haben diese Möglichkeiten nicht, da sie häufig im Freien oder in heissen Hallen arbeiten. Entsprechend steigt das Risiko für gesundheitliche Beschwerden und sinkende Produktivität.
Unternehmen, die darauf reagieren, sichern sich die Gesundheit, Motivation und Loyalität ihrer Mitarbeitenden. Zahlreiche Best Practices zeigen: Flexibilität und Effizienz können Hand in Hand gehen – auch in BlueCollar-Berufen. Unternehmen profitieren im Gegenzug von höherer Einsatzbereitschaft und einer stärkeren Position im Arbeitsmarkt. Natürlich braucht es branchenspezifische Lösungen, doch mit Kreativität, Technologie und dem Willen zum Umdenken lassen sich starre Strukturen aufbrechen.
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Rund 30 Prozent der durch Hitze verlorenen Arbeitszeit könnten eingespart werden, wenn die drei heissesten Stunden des Tages gemieden werden und stattdessen in den drei kühlsten Stunden gearbeitet wird.
Aron Simon, Partner bei BearingPoint