Zürich, 30. September 2021 – Am diesjährigen eGovernment-Wettbewerb wurde das Projekt „Covid-Zertifikat“ des Bundesamtes für Informatik und Telekommunikation und des Bundesamtes für Gesundheit als bester Beitrag zur kurzfristigen Krisenbewältigung ausgezeichnet. Der seit 20 Jahren in Deutschland, Österreich und der Schweiz von der Unternehmensberatung BearingPoint und dem Technologieanbieter Cisco durchgeführte Wettbewerb zeigt praktische Umsetzungen von eGovernment-Lösungen auf. Über 70 Projektteams haben zum 20. Jubiläum ihre innovativen Vorhaben zur zukunftsorientierten Gestaltung der öffentlichen Verwaltung eingereicht.

Am gestrigen Ministerialkongress in Berlin wurden unter dem Motto „Aufbruch Verwaltung – Segel setzen und Zukunft gestalten“ sieben Wettbewerber aus der Schweiz, Deutschland und Österreich in den verschiedenen Kategorien des von der Unternehmensberatung BearingPoint und dem Technologieanbieter Cisco durchgeführten eGovernment-Wettbewerbes prämiert. Darüber hinaus wurde ein Publikumspreis verliehen.

Bundesrat Ueli Maurer sieht Bundesverwaltung bestens aufgestellt

In der Kategorie „Bester Beitrag zur kurzfristigen Krisenbewältigung“ konnte ein Schweizer Projekt die Jury überzeugen.

Nach nur drei Wochen hat das BIT zusammen mit dem BAG eine erste produktive Lösung zur Ausstellung von Covid-Zertifikaten für Geimpfte, Genesene und negativ Getestete zur Verfügung gestellt. Damit haben wir gezeigt, dass wir für zukünftige Digitalisierungsprojekte innerhalb der Bundesverwaltung gerüstet sind.

Bundesrat Ueli Maurer

In Kooperation mit dem BAG hat das BIT das Projekt zusammen mit weiteren Bundesämtern, beteiligten Firmen und Kantonen bis hin zu den Ausstellern erfolgreich umgesetzt. Dirk Lindemann, Direktor des BIT, schaut positiv auf die zukünftige Digitalisierung der Verwaltung:

Das Projekt ist beispielhaft dafür, wie wir zukünftig eGovernment-Projekte für und mit unseren Kunden anpacken wollen.

Dirk Lindemann, Direktor des BIT

Gewinnerprojekte bestechen durch smarte Digitallösungen in unterschiedlichen Verwaltungsbereichen

Die Gewinnerprojekte – von Gemeindeverwaltungen bis hin zu Bundesämtern – zeigen eindrucksvoll, wie Digitalisierung in der Verwaltung in allen Bereichen mit grossem Elan vorangetrieben und innovative Lösungen erarbeitet werden. Der von der Unternehmensberatung BearingPoint und dem Technologieanbieter Cisco durchgeführte eGovernment-Wettbewerb ist somit Ideenpool für alle Verwaltungen, die sich gerade modernisieren und neue digitale Services umsetzen.

Die diesjährigen Preisträger zeigen die ganze Vielfalt von Einsatzmöglichkeiten smarter Digitallösungen in der Verwaltung. Von der Stärkung der interkommunalen Kooperation von Stadt und Kreis, der Verbesserung eines regionalen Wirtschaftsserviceportals im Bereich OZG-Leistungen, der Optimierung eines bundesweiten Förderportals für Unternehmen über ein agiles Projekt zur Modernisierung eines Ministeriums bis hin zur Etablierung eines bundesweiten Systems zur Ausstellung von Covid-Zertifikaten.

Pompeo D‘Ingiandi, Partner bei BearingPoint

Die Corona-Pandemie hat zu einer ausserordentlichen Beschleunigung der Verwaltungsdigitalisierung geführt. Dies widerspiegelt sich in den vielfältigen und qualitativ hochwertigen Lösungen im diesjährigen eGovernmet-Wettbewerb. Von den insgesamt 73 Einreichungen haben es 19 beeindruckende Projekte ins Finale geschafft. Die Auszeichnung für das Projekt Covid-Zertifikat ist ein Beweis für die hohe Innovationskraft der Schweizer Verwaltung. Nun gilt es, die geschaffene Dynamik für zukünftige Digitalisierungsprojekte beizubehalten. Wir gratulieren dem BIT und BAG und allen beteiligten Firmen und Behörden zur wohlverdienten Auszeichnung.

Pompeo D‘Ingiandi, Partner bei BearingPoint

 

Von Links: Pompeo D'Ingiandi, Partner bei BearingPoint, Nassima Mehira, Projektleiterin beim BAG, Philippe Voirol, Leiter Hauptabteilung Strategy & Innovation beim BIT


Die Preisträger 2021 im Überblick

Kategorie 1: Bestes OZG- oder Registermodernisierungsprojekt

Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW: Digitalisierung von Verwaltungsleistungen für die Wirtschaft im WSP.NRW auf Basis einer standardisierten, bausteinbezogenen Herangehensweise über Digitalisierungsstraßen und Bereitstellung als „Einer-für-Alle“ (EfA)-Leistungen.

Prof. Dr. Dagmar Lück-Schneider, Fachgebiet Verwaltungsinformatik, HWR Berlin: „Das Projekt ‚Digitalisierung von Verwaltungsleistungen für die Wirtschaft im WSP.NRW‘ stellt mit einem sehr umfassenden modularen Ansatz, der Nutzerorientierung, Architekturfragen, neue Technologien und Vorgehensweisen berücksichtigt, auf dem Wirtschaftsserviceportal NRW schon jetzt eine Vielzahl und künftig 350 OZG-Leistungen medienbruchfrei für die Wirtschaft von NRW als ‚Einer für alle‘-Leistung zur Verfügung. Insgesamt bringt das Projekt für Unternehmen und Unternehmensgründungen deutliche Vorteile und stärkt den Wirtschaftsstandort Deutschland.“

Kategorie 2: Bestes Projekt zum Einsatz innovativer Technologien und Infrastrukturen

Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort „Förderungen für Unternehmen im Unternehmensserviceportal (USP) mit Methoden der Künstlichen Intelligenz“.

Prof. Dr. Maria Wimmer, Dekanin an der Universität Koblenz-Landau: „Das Pilotprojekt des Bundesministeriums für Digitales und Wirtschaftsstandort bietet im Unternehmensserviceportal (USP) KI-basierte Funktionalitäten an, um Unternehmen effektiv bei der Suche nach verfügbaren und für sie zutreffende Fördermöglichkeiten zu unterstützen; dies basierend auf einem umfänglichen Regelwerk und dem automatisierten Abgleich der Förderbedingungen mit Unternehmensdaten aus dem USP. Der Nutzen und die Vorteile dieser Anwendung für die Unternehmen, die öffentliche Verwaltung und für die Fördergeber haben die Jury besonders überzeugt."

Kategorie 3: Bestes Digitalisierungsprojekt in Bund, Ländern und Kommunen

NVBW - Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg: „MobiData BW – verkehrsträgerübergreifende Integrationsplattform für mobilitätsrelevante Daten und Services in Baden-Württemberg“.

Prof. Dr. Peter Parycek, Mitglied im Digitalrat der Bundesregierung: „Der Integrationsplattform für mobilitätsrelevante Daten und Services MobiData in Baden-Württemberg ist es erfolgreich gelungen ein Daten-Ecosystem zu Mobilitätsdaten aufzubauen, durch strategische Zielsetzungen und Schwerpunktsetzung, einer konsequenten technischen Standardisierung und einer engen Kooperation mit Kommunen und Wirtschaft. Das Projekt fördert damit die Datennutzung in einem aus Klimaperspektive hochrelevanten Bereich und zeigt auf, dass Open Data im Kontext einer darüber liegenden gesamthaften Datenstrategie und einem aktiven Management einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag leisten kann.“ 

Kategorie 4: Bestes Projekt zur agilen Transformation

Bundesministerium der Finanzen & Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht: „Modernisierung der BaFin (MoBaFin): Mehr Biss für die deutsche Finanzmarktaufsicht“.

Franz-Reinhard Habbel, Publizist und Autor, ehemals Sprecher des DStGB und Gründer Innovators Club: „Es handelt sich um ein bahnbrechendes Reformkonzept und ein Beispiel für eine gelungene Transformation in der Verwaltung. Bemerkenswert ist u.a. der Einsatz eines cross-funktionalen Teams aus Mitarbeitern des BMF, der BaFIn und externer Experten. Das agile Projekt ist eine starke Antwort als Reaktion auf die Wirecard-Krise. Was die Aufsicht betrifft, setzt es national und international neue Maßstäbe. Die Verwaltung von morgen mit einem schnellen, agilen und evidenzbasierten Handeln wird durch das Projekt besonders sichtbar. Das ist beispielgebend um macht Mut.“

Kategorie 5: Bestes Kooperationsprojekt

Stadt Bad Salzuflen: Interkommunale Kooperation der lippischen CDOs und Digitalisierungsbeauftragten.

Ilona Benz, Leiterin der Stabsstelle Digitalisierung beim Gemeindetag Baden-Württemberg und Mitglied der Fachjury: „Die Stadt Bad-Salzuflen, der Landkreis Lippe und seine 15 kreisangehörigen Städte und Gemeinden zeigen, dass interkommunale Kooperation nicht beim gemeinsamen Betrieb von Kläranlagen endet. Eine wertschätzende Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden und mit der Kreisverwaltung ist auch für die kommunale Digitalisierung ein echtes Zukunftsmodell. Ressourcenbündelung, gemeinsame Beschaffung, Skaleneffekte, Wissenstransfer und gegenseitige Motivation sind nur die offensichtlichsten Vorteile. Wo kreative und engagierte Menschen zusammenkommen, gewinnen alle.“

Kategorie 6: Bester Beitrag zur kurzfristigen Krisenbewältigung

Bundesamt für Informatik und Telekommunikation BIT / Bundesamt für Gesundheit BAG „Covid-Zertifikat“ 

Marcel Kessler, Projektleiter Umsetzungsplan, Geschäftsstelle E-Government Schweiz: „Zusammen mit dem Bundesamt für Gesundheit hat das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation in kürzester Zeit das komplexe Gemeinschaftsprojekt «Covid-Zertifikat» umgesetzt und zum Erfolg geführt. Bei der Entwicklung des «Covid-Zertifikats» hat der Bund auf Open Source gesetzt und wo sinnvoll bestehende Code-Bausteine wiederverwendet. Andere Staaten, wie z. B. Österreich, konnten von den Arbeiten profitieren.

Das Vorhaben war erfolgreich, weil Kräfte gebündelt wurden: So haben am Projekt beteiligte Firmen, alle 26 Kantone sowie zahlreiche Impf- und Testzentren zusammengespannt.“

Landkreis Waldeck-Frankenberg „Impfnachrücker-Plattform“

Manfred Klein, Redaktionsleiter eGovernment Computing: „Der Landkreis Waldeck-Frankenberg hat innerhalb kürzester Zeit und mit sehr schlankem Ressourceneinsatz eine hocheffiziente Plattform entwickelt, um übriggebliebene Impfdosen an Impfinteressenten zu vermitteln. Der Prozess und die erstellte Dokumentation kann zudem problemlos von anderen Kommunen verwendet werden, damit diese ebenfalls schnell und effizient eine Plattform für Impfnachrücker realisieren können.“

Publikumspreis:

Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW konnte mit seinem Projekt „Digitalisierung von Verwaltungsleistungen für die Wirtschaft im WSP.NRW“ nicht nur die Jury, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger begeistern und erhielt die meisten Stimmen beim Online-Voting.

Über den eGovernment-Wettbewerb

Organisiert wird der eGovernment-Wettbewerb seit dem Jahr 2000 von der Unternehmensberatung BearingPoint und dem Technologieanbieter Cisco und steht unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Helge Braun, Bundesminister und Chef des Bundeskanzleramts. Über 70 Projektteams haben dieses Jahr ihre innovativen Vorhaben zum Wettbewerb eingereicht.

Mehr zum eGovernment-Wettbewerb unter www.egovernment-wettbewerb.de

Über BearingPoint

BearingPoint ist eine unabhängige Management- und Technologieberatung mit europäischen Wurzeln und globaler Reichweite. Das Unternehmen agiert in drei Geschäftsbereichen: Der erste Bereich umfasst das klassische Beratungsgeschäft, dessen Dienstleistungsportfolio People & Strategy, Customer & Growth, Finance & Risk, Operations und Technology umfasst. Im Bereich Business Services bietet BearingPoint Kunden IP-basierte Managed Services über SaaS hinaus. Im dritten Bereich stellt BearingPoint Software-Lösungen für eine erfolgreiche digitale Transformation sowie zur Erfüllung regulatorischer Anforderungen bereit und entwickelt gemeinsam mit Kunden und Partnern neue, innovative Geschäftsmodelle.

Zu BearingPoints Kunden gehören viele der weltweit führenden Unternehmen und Organisationen. Das globale Netzwerk von BearingPoint mit mehr als 10.000 Mitarbeitern unterstützt Kunden in über 75 Ländern und engagiert sich gemeinsam mit ihnen für einen messbaren und langfristigen Geschäftserfolg.

 

 

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Svenja Hubli
Marketing & Public Relations

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