Suche
Toggle location

Berlin/Zürich, 15. Januar 2015 – Öffentliche Einrichtungen in ganz Europa sind gefordert, allen Widrigkeiten zum Trotz ihre Serviceleistungen für Bürger und Unternehmen weiterzuentwickeln und zu verbessern. Eine alternde Bevölkerung, steigende Ausgaben, die voranschreitende Komplexität von Gesetzen und Regularien sowie ein geringes globales Wachstum erzeugen dabei kräftig Gegenwind. Sicher ist, dass die Öffentliche Hand die aktuellen Fragestellungen nicht nur mit bisherigen Methoden bewältigen kann.

Im aktuellen BearingPoint Institute Report geben neun BearingPoint Partner aus Deutschland, Frankreich und Irland Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der öffentlichen Dienstleistungen bei gleichzeitiger Ausgabenkürzung.

Die Empfehlungen im Überblick:

Zur erfolgreichen Umsetzung agiler Projekte müssen Erwartungen an Kosten und Ziele gesteuert werden
Kai Wächter, Berlin

Kurzfristiges Denken führt oft zu unklar definierten Umsetzungsstandards. Um Überschreitungen der Budgets und die Nichterfüllung von Erwartungen zu vermeiden, ist eine Einigung auf strategische Ziele und realistische, messbare Resultate und Meilensteine ebenso notwendig wie die Implementierung einer kompetenten und erfahrenen Managementstruktur, um sicherzustellen, dass die Vorhaben erfolgreich sind.

Das digitale Zeitalter nutzen: Organisationen müssen ihre Dienstleistungen auf die Kundenanforderungen in einer digitalen Welt ausrichten
Andrew Montgomery, Dublin, und Stefan Pechardscheck, Berlin

Digitale Ämter können auf Kundenanliegen direkter und kostengünstiger reagieren als Einrichtungen, in denen die Kommunikation überwiegend persönlich oder postalisch erfolgt. Behörden müssen die Haushaltsaufstellung und das Personal-Management neu auf Kundenbedürfnisse ausrichten und digitale Technologien in jeder Phase der Weiterentwicklung öffentlicher Leistungen berücksichtigen.

Chancen des Föderalismus nutzen, um Erfahrungen zu teilen, Projekte gemeinsam anzugehen und Kompetenzen zu bündeln
Jon Abele, Hamburg

Als Folge von Haushaltskonsolidierung und demografischem Wandel sucht der öffentliche Sektor verstärkt nach Wegen der Zusammenarbeit und Partnerschaft. Ängste vor Macht- oder Unabhängigkeitsverlust müssen dabei überwunden und Kooperation als Standard für die Umsetzung neuer Gesetze, Regularien und Verfahren angenommen werden.

Der öffentliche Sektor muss seine Rolle als Treiber für den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen erfüllen
Alexander Schmid, Berlin

Gute Beziehungen zwischen Verwaltung und Unternehmen sind ein starker Treiber für Wirtschaftswachstum. Oft verhalten sich öffentliche Verwaltungen jedoch zurückhaltend, wenn es darum geht, wirtschaftliche Grundlagen zu verbessern. Die Bedeutung der eigenen Rolle in unserem sozioökonomischen System wird unterschätzt. Es sollten verwaltungsintern Anreize geschaffen werden, um die Kooperationsfähigkeit mit der Wirtschaft auszubauen.

Behörden sollten den gesellschaftlichen Nutzen einer Öffnung ihres Datentresors ermitteln
Hughes Verdier, Paris

Öffentliche Einrichtungen können die Wirtschaft unterstützen, indem sie ihre gesammelten Daten Dienstleistern und Verwaltungen zugänglich machen. Sie müssen die Diskussion um Privatsphäre und Datensicherheit annehmen sowie Mechanismen zur Informationsteilung implementieren, die einen Mehrwert schaffen und gleichzeitig Bürgerrechte wahren.

Mit einem Portfoliomanagementansatz an die Dienstleistungserbringung herangehen
Francois Lanquetot, Paris

Projekte können nicht isoliert durchgeführt werden oder man riskiert ihre Unterminierung, wenn sich die Rahmenbedingungen ändern. Bestehende und neue Dienstleistungen sollten als Portfolio gemanagt werden, wobei jede mit messbaren Ergebnissen verknüpft werden muss. Auf diese Weise kann das Projektmanagement die Dienstleistungsgrundlage, wenn nötig, überprüfen und sich auf jene Services konzentrieren, die Kunden einen echten Mehrwert bieten.

Gesetzliche Bestimmungen optimieren, um Stillstand durch Komplexität zu vermeiden
Jérôme de Badereau, Paris

Öffentliche Einrichtungen müssen sich davor in Acht nehmen, auf kurzsichtigen Druck hin Regelungen neu zu gestalten und dadurch zu riskieren, dass diese schwerfällig und kostspielig werden und in der Folge möglicherweise gar nicht mehr umsetzbar sind. Die Umsetzung von Bestimmungen sollte vor deren Veröffentlichung mit betroffenen Interessensgruppen getestet werden. Auch ein intensiveres Engagement für eine langfristige Vereinheitlichung von Bestimmungen auf nationaler und internationaler Ebene ist entscheidend.

Entschärfen der demografischen Zeitbombe durch Interaktion mit Frontline-Managern
André Estignard, Paris

Da bald viele Arbeitskräfte im öffentlichen Sektor aus Altersgründen ausscheiden werden, sind Organisationen um ein effektives Personal-Management bemüht, das den zukünftigen Anforderungen an Dienstleistungserbringung trotz knapper Haushaltsmittel gerecht wird. Als Ausgangspunkt für eine strategische Personalplanung müssen direkte Vorgesetzte eingebunden werden, um das Know-how zu identifizieren, das die Behörde zukünftig benötigt.

Sie können den vollständigen Report über die BearingPoint-Webseite anfordern: www.bearingpointinstitute.com. Kontaktieren Sie uns gerne, um einzelne Themen vertieft zu diskutieren. Spannende Einblicke in die Fragestellungen wird auch der diesjährige Ministerialkongress bieten, Anmeldungen unter www.ministerialkongress.de.

Über das BearingPoint Institute

Das BearingPoint Institute verbindet wissenschaftliche Forschung mit praktischer Erfahrung und realen Herausforderungen, denen BearingPoint Berater aktuell begegnen. Diese Kombination verschiedener Perspektiven hilft Führungskräften, die Entwicklung der globalen Wirtschaft tiefer zu verstehen. Das BearingPoint Institute wird von einem international besetzten Gremium aus BearingPoint Partnern geführt und von einem Beirat anerkannter Praktiker und Wissenschaftler von Elite-Universitäten und Wirtschaftsschulen weltweit begleitet. In regelmäßigen Abständen publiziert das BearingPoint Institute seine Stellungnahmen zu Trends, Strategien und vorherrschenden Meinungen in einem Report.

Weitere Informationen finden Sie unter www.bearingpointinstitute.com

Über BearingPoint

BearingPoint Berater haben immer im Blick, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen permanent verändern und die daraus entstehenden komplexen Systeme flexible, fokussierte und individuelle Lösungswege erfordern. Unsere Kunden, ob aus Industrie und Handel, der Finanz- und Versicherungswirtschaft oder aus der öffentlichen Verwaltung, profitieren von messbaren Ergebnissen, wenn sie mit uns zusammenarbeiten. Wir kombinieren branchenspezifische Management- und Fachkompetenz mit neuen technischen Möglichkeiten und eigenen Produkt-Entwicklungen, um unsere Lösungen an die individuellen Fragestellungen unserer Kunden anzupassen. Dieser partnerschaftliche, ergebnisorientierte Ansatz bildet das Herz unserer Unternehmenskultur und hat zu nachhaltigen Beziehungen mit vielen der weltweit führenden Unternehmen und Organisationen geführt. Unser globales Beratungs-Netzwerk mit 9200 Mitarbeitern unterstützt Kunden in über 70 Ländern und engagiert sich gemeinsam mit ihnen für einen messbaren und langfristigen Geschäftserfolg.

Weitere Informationen finden Sie unter www.bearingpoint.com und in der BearingPoint Toolbox: http://toolbox.bearingpoint.com/ch

Pressekontakt

Ursula Steingruber
Marketing & Communications Manager
Tel. +41 43 299 73 62

Weitere Pressemitteilungen