Schweizer Projekt in der Finalistenrunde mit dabei - Trend bei Innovationen geht zu „mobile Government“ / Hohe Resonanz bei neuen Kategorien eHealth und eEducation / Online-Voting eröffnet
Zürich/Berlin, 11. Juni 2014 – Das altehrwürdige Bundeshaus in Berlin war gestern öffentlicher Schauplatz für einen Wettkampf in einem hochmodernen Thema. Die 17 Finalisten des diesjährigen eGovernment-Wettbewerbs kämpften in fünf Kategorien um einen der Spitzenplätze in der Liga der besten Digitalisierungsvorhaben in Verwaltung, Bildung und Gesundheitswesen. Dabei wurden im Vergleich zu den letzten Wettbewerben zwei Trends deutlich: Das Thema „mobile Government“ gewinnt zunehmend an Fahrt. Es geht nicht mehr nur darum, Verwaltungsdienstleistungen digital zur Verfügung zu stellen, sondern auch die Zugangsbarrieren zu senken und neue Zielgruppen zu erreichen. Mobile Anwendungen finden sich daher in vielen der vorgestellten Projekte. Als Alternative zum Telefon will beispielsweise die „115 App“ einen mobilen Zugang zu den Informationsangeboten der allgemeinen Behördennummer 115 bieten. Ein zweiter Trend manifestierte sich in der hohen Resonanz der erstmals ausgeschriebenen Kategorien eHealth und eEducation. Hier zeigen sich die Innovationsfähigkeit und die gesellschaftliche Bedeutung dieser Bereiche. Die in der Kategorie eHealth nominierten Projekte adressieren Themen wie elektronische Patientenakten in mobiler Umgebung oder den Einsatz von Telematik im Rettungswesen. Beim Thema eEducation versprechen beispielsweise neuartige Verknüpfungen von Lerninhalten mit konkreten geographischen Orten spannendere Lernformen für Studierende.
Insgesamt präsentierten die Finalisten unterschiedlichste Denkansätze und Konzepte, die von lokalen, auf spezifische Zielgruppen ausgerichteten elektronische Angeboten bis hin zu länder- und institutionsübergreifenden Digitalisierungsprojekten reichten. So überzeugte zum Beispiel ein gemeinschaftliches Beförderungs- und Kontrollsystem für verbrauchsteuerpflichtige Waren zwischen Österreich und Luxemburg genauso wie eine Präventions-App für Neukölln.
„Die vorgestellten Projekte haben eine hohe gesellschaftliche Relevanz. Werden sie umgesetzt, wird dies das Leben von uns allen in unterschiedlichsten Bereichen, von der Gesundheitsversorgung über Bildung bis hin zu alltäglichen Verwaltungsaufgaben erheblich vereinfachen“, so Dieter Weber, Partner und Leiter Public Services bei der Unternehmensberatung BearingPoint in der Schweiz. Seit dem Jahr 2000 richtet BearingPoint gemeinsam mit dem Technologieanbieter Cisco und dieses Jahr erstmals auch mit SAP den Wettbewerb aus.
Am 13. eGovernment-Wettbewerb unter der Schirmherrschaft von Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière beteiligten sich so viele unterschiedliche Behörden und Institutionen wie noch nie. Die 17 Finalisten wurden aus Bewerbungen von über 70 Einreichern aus der Schweiz, Deutschland und Österreich ausgewählt. Besonders viele Bewerbungen gab es in der Kategorie „Innovativstes eGovernment-Projekt“.
Die unabhängige Jury, bestehend aus Experten aus den Bereichen Verwaltungswissenschaften, IT, Gesellschaftsentwicklung und Medien entscheidet nun darüber, welche der nominierten Vorschläge prämiert werden. Die Preisverleihung erfolgt auf dem Zukunftskongress am 1. Juli 2014 in Berlin. Aus allen Einreichungen wird zusätzlich ein Projekt mit dem Publikumspreis gewürdigt. Vom 11. bis 20. Juni können Bürger per Online-Voting auf www.egovernment-wettbewerb.de ihre Stimme abgeben. Über die Entwicklungen in Echtzeit informiert auch der Twitter-Kanal @eGovW.
Kategorie „Innovativstes eGovernment-Projekt 2014“
Kategorie „Bester Beitrag zur Umsetzung der NEGS“
Kategorie „Erfolgreichstes Kooperationsprojekt“
Kategorie „Bestes eHealth-Projekt“
Kategorie „Bestes eEducation-Projekt“
Hasso-Plattner-Institut „openHPI“
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