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Supply Chain Monitor von BearingPoint zeigt: Ökonomische Relevanz von nachhaltigem Handeln nimmt zu

Zürich, 7. April 2011 – Die europäische Wirtschaft setzt zunehmend auf ökologisch gestaltete Wertschöpfungsketten, bemerkenswerterweise immer stärker auch aus ökonomischen Gründen. Zu diesem Befund kommt eine aktuelle, branchenübergreifende Studie (4. Supply Chain Monitor – Green Supply Chain: from awareness to action) der Management- und Technologieberatung BearingPoint unter rund 600 europäischen Unternehmen. Die Untersuchung belegt, dass die Firmen die wirtschaftliche Relevanz umweltfreundlichen Engagements erkannt haben:

  • 70 Prozent der Unternehmen bewerten nachhaltiges Handeln in Beschaffung, Produktion und Logistik als ökonomischen Erfolgsfaktor.
  • Über die Hälfte der Befragten sieht dies als Möglichkeit, messbare Gewinne zu erzielen.
  • 47 Prozent der Unternehmen realisieren in weniger als drei Jahren den Return on Investment.

Damit zeigt die Studie ein Umdenken in der europäischen Wirtschaft auf: Werden grüne Wertschöpfungsketten heute aufgrund ihrer ökonomischen Relevanz – zur Imageverbesserung oder aufgrund von Entscheidungen der Geschäftsführung – aufgesetzt, waren vor drei Jahren gemäss Supply Chain Monitor 2008 hauptsächlich gesetzliche Regulierungen Auslöser für ökologische Aktivitäten.

Unternehmen treiben Öko-Investitionen voran

Zwei Drittel der befragten Unternehmen geben an, ihre ökologischen Aktivitäten in den letzten drei Jahren intensiviert zu haben. Selbst die Wirtschaftskrise hatte auf laufende Massnahmen kaum Einfluss: 66 Prozent haben geplante Projekte weiterhin umgesetzt oder sogar beschleunigt. Mehr als die Hälfte der Befragten verwendet Kennzahlen (KPIs) wie die Höhe der CO2-Emissionen oder den Anteil an recycelbaren Verpackungen. Auch im Einkauf achten Unternehmen zunehmend auf Nachhaltigkeit, zum Beispiel indem sie mit zertifizierten Anbietern zusammenarbeiten, die umweltschonende Prozesse aufweisen. 38 Prozent der Befragten haben in den letzten drei Jahren zudem Öko-Design-Programme aufgesetzt, um bereits zu Beginn der Wertschöpfungskette – bei der Konzeption eines Produkts – ökologische Aspekte zu berücksichtigen.

Optimierungsbedarf bei CO2-Fussabdruck

Optimierungspotenziale sehen die Studienautoren vor allem beim CO2-Fussabdruck: 60 Prozent der befragten Unternehmen haben diesen noch nicht ermittelt. Er gibt nicht nur Auskunft über den CO2-Ausstoss, sondern zeigt Möglichkeiten zur Minimierung von Umwelteinfluss und Kosten auf. Immerhin wollen 37 Prozent die Ermittlung des CO2-Fussabdrucks in den nächsten drei Jahren nachholen. 80 Prozent der Unternehmen, die diesen Wert messen, konnten so bereits Verbesserungen umsetzen.

„Wer seine Wertschöpfungskette nachhaltiger gestalten und Kostenpotenziale heben will, sollte genau wissen, wo er steht“, sagt Marcel Nickler, Delegierter des Verwaltungsrates bei BearingPoint. „Hierzu gehört auch die regelmässige Messung des CO2-Fussabdrucks. Sie liefert wichtige Informationen über die Nachhaltigkeit von CO2-Senkungsprogrammen und ist eine wichtige Kennzahl für Umwelt- und Nachhaltigkeitsberichte. Unternehmen sollten sich auf dieser Basis bestehende Prozesse im Unternehmen genau ansehen und im Hinblick auf Nachhaltigkeit kontinuierlich anpassen beziehungsweise verbessern.“

Skandinavier sind Spitzenreiter beim Thema Nachhaltigkeit

Innerhalb Europas gibt es erhebliche Unterschiede in Bezug auf das ökologische Handeln. So schneiden skandinavische Unternehmen in allen Belangen am besten ab. Für 77 Prozent der Unternehmen aus dieser Region sind KPIs bereits fester Bestandteil ihrer Nachhaltigkeitsbestrebungen. Mehr als jedes zweite von ihnen (57 Prozent) hat in den letzten drei Jahren zudem Öko-Design-Programme aufgesetzt.

Zum Vergleich: In der deutschsprachigen Region (Deutschland, Österreich und Schweiz) sind es nur 38 Prozent der befragten Unternehmen, in Grossbritannien und Irland zusammen sogar nur 13 Prozent. In Hinblick auf den CO2-Fussabdruck haben deutschsprachige Unternehmen ebenfalls Nachholbedarf: Lediglich 27 Prozent der Firmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben ihn ermittelt. Was die Berücksichtigung ökologischer Aspekte im Einkauf angeht, so liegen mit je 80 Prozent sowohl skandinavische – aber auch deutsche Unternehmen – vorne. Frankreich und Grossbritannien (55 Prozent) sollten noch aufholen.

Die Studie „BearingPoint-Supply Chain Monitor“ wird seit 2006 jährlich durchgeführt. Befragt wurden Unternehmen aus den Ländern Belgien, Frankreich, Deutschland, Österreich, Schweiz, Grossbritannien, Irland und Skandinavien. Die vollständige Studie „Green Supply Chain: from awareness to action“ ist abrufbar unter: Insights

Über BearingPoint

BearingPoint berät Unternehmen und Organisationen in den Bereichen Commercial Services, Financial Services und Public Services bei der Lösung ihrer dringendsten und wichtigsten Aufgaben. In enger partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit dem Kunden definieren BearingPoint-Berater anspruchsvolle Ziele und entwickeln Lösungen, Prozesse und Systeme entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dies bildet die Grundlage für einen ausserordentlichen Beitrag zum Geschäftserfolg – und eine aussergewöhnliche Kundenzufriedenheit. Seit der Übernahme durch seine Partner im Rahmen eines Management Buy-Out ist BearingPoint eine unabhängige Unternehmensberatung, die Unternehmertum sowie Management- und Technologiekompetenz auf einzigartige Weise vereint. Das Unternehmen beschäftigt rund 3’200 Mitarbeiter in 14 europäischen Ländern. Das Unternehmen hat europäische Wurzeln, agiert aber global.

Für weitere Informationen: www.bearingpoint.com und www.bearingpoint.ch

Pressekontakt

Marcel Nickler
Delegierter des Verwaltungsrates
BearingPoint Switzerland AG
Management & Technology Consultants
Telefon 043 299 73 10