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Zürich, 27. November 2012 – Seit Jahren sind mobile Zahlungen (Mobile Payments, d.h. das Bezahlen mit mobilen Endgeräten per Nahbereichskommunikation (Near Field Communication) oder durch das Einscannen von Codes) in aller Munde. Dennoch konnten sich entsprechende technische Innovationen lange Zeit nicht auf breiter Basis durchsetzen, sodass das Bezahlverhalten der Kunden bislang nahezu unverändert geblieben ist.

In den letzten Jahren sind jedoch alternative Anbieter für mobile Zahlungen entstanden, deren Geschäftsmodell stärker auf der Nutzung innovativer Technologien beruht. Diese Marktteilnehmer stehen in den Startlöchern, um den Banken, die traditionell stark im Zahlungsverkehrsgeschäft sind, Marktanteile abzujagen.

Das aktuelle BearingPoint White Paper zeigt auf, dass der Markt für Mobile Payments sowohl über eine beachtliche Grösse als auch über Wachstumspotenzial verfügt. Zudem sind die Endverbraucher grundsätzlich gewillt, neue Technologien einzusetzen und mobil Zahlungen durchzuführen. „Es ist zu erwarten, dass die kundenseitige ‚Abstimmung mit den Daumen‘ massgeblich dazu beitragen wird, dass sich mobile Bezahlservices weiter durchsetzen“, sagt Christian Bruck, Partner für Zahlungsverkehr bei BearingPoint und Mitautor der Studie.

Eine weitere Rolle wird der Faktor Vertrauen spielen. Das Vertrauen vieler Kunden in die Banken ist seit 2008 gesunken, sodass es für alternative Anbieter von Zahlungsdienstleistungen jetzt günstig ist, in den Wettbewerb einzutreten. Da Telekommunikationsanbieter derzeit mit sinkenden Margen kämpfen und die Alleinstellungsmerkmale ihrer Produkte schwinden, können derzeit insbesondere Internetfirmen, die über ausreichende Investitionsbudgets und eine gewisse Markenbekanntheit verfügen, selbstbewusst in das Rennen um Marktanteile im Bereich der mobilen Zahlungen einsteigen. Sofern es diesen Firmen gelingt, schnell Glaubwürdigkeit im Markt für Finanzdienstleistungen zu erlangen, stellen sie ernstzunehmende Wettbewerber für die Banken im Kampf um die Kunden dar.

„Während der Markt für neue Akteure ein verlockendes Zusatzgeschäft ist, geht es für Banken um die Sicherung ihrer bisherigen Vorherrschaft im Zahlungsverkehr. Werden die Ansprüche der Konsumenten ignoriert und mobile Bezahlsysteme nicht zügig in das bankseitige Dienstleistungsportfolio integriert, können Banken schnell ihren Vorsprung verlieren. Der Angriff der neuen Player mittels Mobile Payments gilt nicht nur der Abwicklung des Zahlungsverkehrs. Am Ende ist das Führen des Kundenkontos, die Basis des Retailbankengeschäfts, das Ziel“, erläutert Christian Bruck.

Neben einem Blick auf das Marktpotenzial und das Kundenverhalten analysiert das White Paper die Wertschöpfungskette im Markt für mobile Zahlungen sowie die jeweiligen Marktteilnehmer. Darauf aufbauend werden mögliche Geschäftsmodelle, die dazu dienen können, das Potenzial im Markt für mobile Zahlungen in der Schweiz anzuzapfen, auf strukturierte Weise aufgezeigt und diskutiert.

„Insgesamt entwickelt sich ein multi-polares Kräftefeld im Markt für mobile Zahlungen. Banken, Telekommunikationsanbieter und Internetunternehmen versuchen jeweils, den eigenen Abdeckungsgrad der Wertschöpfungskette im Markt für mobile Zahlungen zu erhöhen. Sofern dies nicht automatisch aus eigener Kraft möglich ist, könnten sich Marktteilnehmer verschiedener Ausrichtung zu schlagkräftigen Kooperationen zusammenschliessen. Solche Entwicklungen sind auch in der Schweiz denkbar“, so Iris Grewe, Partner Financial Services bei BearingPoint in Zürich.

Also, wer wird gewinnen? Banken, Nicht-Banken oder Kooperationen? Der Kuchen ist noch nicht aufgeteilt. Den Sieger des Rennens, das uns von den Münzen und Plastikkarten in unseren Geldbörsen befreit, gilt es folglich noch zu definieren.

Besuchen Sie die Seite des BearingPoint Institute für eine Zusammenfassung zum Thema Mobile Payments im aktuellen BearingPoint Institute Report: www.bearingpointinstitute.com oder als iPad App: http://bit.ly/BEIapp

Das BearingPoint Institute

Das BearingPoint Institute verbindet wissenschaftliche Forschung mit praktischer Erfahrung und realen Herausforderungen, denen BearingPoint Berater aktuell begegnen. Diese Kombination verschiedener Perspektiven hilft Führungskräften die Entwicklung der globalen Wirtschaft tiefer zu verstehen. Das BearingPoint Institute wird von einem international besetzten Gremium aus BearingPoint Partnern geführt und von einem Beirat anerkannter Praktiker und Wissenschaftler von Elite-Universitäten und Wirtschaftsschulen weltweit begleitet. In regelmässigen Abständen publiziert der Report die Stellungnahmen des BearingPoint Institutes zu Trends, Strategien und vorherrschenden Meinungen.

Über BearingPoint

BearingPoint berät Unternehmen und Organisationen in den Bereichen Commercial Services, Financial Services und Public Services bei der Lösung ihrer dringendsten und wichtigsten Aufgaben. In enger partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit dem Kunden definieren BearingPoint-Berater anspruchsvolle Ziele und entwickeln Lösungen, Prozesse und Systeme entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dies bildet die Grundlage für einen ausserordentlichen Beitrag zum Geschäftserfolg – und eine aussergewöhnliche Kundenzufriedenheit. Seit der Übernahme durch seine Partner im Rahmen eines Management Buy-Out ist BearingPoint eine unabhängige Unternehmensberatung, die Unternehmertum sowie Management- und Technologiekompetenz auf einzigartige Weise vereint. Das Unternehmen beschäftigt rund 3‘500 Mitarbeiter in 15 Ländern. Das Unternehmen hat europäische Wurzeln, agiert aber global.

Für weitere Informationen: www.bearingpoint.com

Pressekontakt

Ursula Steingruber
Marketing & Communications Manager
Tel. +41 43 299 73 62

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