Eine weltweit durchgeführte Umfrage im Supply-Chain-Topmanagement zeigt, wie Unternehmen erfolgreich auf Zölle und geopolitische Spannungen reagieren: Sie setzen auf intelligente Lieferketten, die sich zunehmend auf Regionalisierung, Kreislaufwirtschaft und Künstliche Intelligenz stützen, um autonom und agil zu sein. 

 

Zürich, 26. März 2026 – Die Management- und Technologieberatung BearingPoint zeigt im neuen globalen Thought-Leadership-Report «Autonome, intelligente Lieferketten: Der neue Wettbewerbsvorteil im Zeitalter der Disruptionen», dass Lieferketten grundlegend neu gedacht werden. Die Umfrage basiert auf einer Befragung von 620 Führungskräften auf C-Level-Ebene aus Europa, den USA und China. 

Anstatt sich nur auf gelegentliche Krisen vorzubereiten, entwickeln Unternehmen inzwischen Lieferketten, die sich dynamisch und in Echtzeit neu konfigurieren können. Der Fokus verlagert sich klar hin zu mehr Agilität – um schneller zu reagieren, Entscheidungen zu beschleunigen und regionale Anforderungen in Regulierung und Nachhaltigkeit besser zu erfüllen.

Reto Tomasini, Partner bei BearingPoint

Disruption ist dauerhaft präsent. Unsere Umfrage zeigt, dass Marktführer sich nicht davor schützen, sondern agil an diese Realität anpassen – intelligente Lieferketten sind dabei ein wichtiger Bestandteil.

Reto Tomasini, Partner bei BearingPoint

Unternehmen regionalisieren ihre Lieferketten 

Fast die Hälfte der Unternehmen (48 Prozent) setzt auf Regionalisierung ihrer Lieferketten. Damit schaffen sie die physische Grundlage für selbstregulierende Netzwerke. Hohe Kosten, Lücken im Lieferantennetzwerk und komplexe regulatorische Anforderungen stellen die grössten Hürden für eine Skalierung dar. Viele Organisationen kämpfen mit den finanziellen Folgen von neuen Lieferantenstrukturen, dem Aufbau von Nearshore-Kapazitäten und der Erfüllung von veränderten lokalen Compliance-Vorgaben. 

Diversifizierung stärkt Resilienz 

Bis 2030 wird erwartet, dass der Handel in den  Schwellenländern stärker wächst, während China aufgrund von Entkopplungs- und Diversifizierungsdruck ein langsameres Wachstum erleben dürfte. Führungskräfte sehen Diversifizierung heute nicht mehr als Absicherung, sondern als strategischen Erfolgsfaktor. Chinesische Unternehmen, ebenso wie andere globale Player, expandieren verstärkt in BRICS und ASEAN-Märkte und bauen gleichzeitig Produktionskapazitäten in Europa auf, um Zollrisiken und geopolitische Spannungen zu reduzieren. Das führt zu einer grundlegenden Neuordnung globaler Lieferketten: weg von rein auf Effizienz ausgerichteten Modellen, hin zu regionaleren, widerstandsfähigeren und flexibleren Strukturen.  

Unternehmen investieren in das digitale Rückgrat für Autonomie und Intelligenz 

69 Prozent der Führungskräfte zählen CloudPlattformen zu ihren drei wichtigsten Investitionsfeldern. Dahinter folgen 50 Prozent, die künstliche Intelligenz priorisieren, sowie 46 Prozent, die sich auf Cybersicherheit und die Widerstandsfähigkeit der Infrastruktur konzentrieren, um Intelligenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu vernetzen. Allerdings verfügen ein Viertel der Unternehmen weiterhin nicht über intelligente Beschaffungs und Orchestrierungswerkzeuge, um Daten tatsächlich in Echtzeitentscheidungen zu übersetzen. 

Echte End-to-End-Autonomie bleibt selten 

Obwohl 90 Prozent der Führungskräfte davon ausgehen, dass künstliche Intelligenz Lieferketten bis 2030 grundlegend verändern wird, haben bislang nur 8 Prozent der Unternehmen KIgestützte Planung und Orchestrierung vollständig integriert. NextGenerationERPPlattformen und prädiktive Analysen entwickeln sich dabei zu den zentralen Enablern, um eine durchgängige EndtoEndOrchestrierung zu realisieren. 

Zirkularität entwickelt sich zu einem strategischen Differenzierungsmerkmal 

Zirkuläre Lieferkettenmodelle im Sinne der Kreislaufwirtschaft gewinnen an Bedeutung: 44 Prozent der Befragten sehen Zirkularität inzwischen als Wachstumstreiber, nicht länger nur als regulatorische Verpflichtung. Unternehmen prüfen zunehmend ReverseLogistics-Konzepte, ProductasaService-Modelle und Strategien zur Rückgewinnung von Materialien, um Abfall zu reduzieren, neue Umsatzquellen zu erschliessen und ihre Markenpositionierung zu stärken. 

Fünf Handlungsfelder für den Aufbau der autonomen, intelligenten Lieferkette 

Der Bericht definiert fünf zentrale Hebel für den Aufbau autonomer, intelligenter Lieferketten: 

  • Netzwerke neu ausrichten, um Resilienz und regionale Agilität zu stärken 
  • Prozesse standardisieren und Datenqualität erhöhen 
  • KI skalieren, um prädiktive und autonome Entscheidungen zu ermöglichen 
  • Intelligente Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette verankern 
  • MenschKIZusammenarbeit fördern und eine adaptive Führungskultur entwickeln 
Dr. Stefan Penthin, Globaler Leiter Operations bei BearingPoint

Die Gewinner des nächsten Jahrzehnts werden diejenigen sein, die Autonomie und Intelligenz zum Kern ihrer Supply-Chain-Strategie machen. Erfolg wird von Führungsteams abhängen, die kontinuierliche Transformation annehmen, in intelligente Fähigkeiten investieren und Ökosysteme orchestrieren, die sich parallel zu den Marktanforderungen weiterentwickeln können.

Dr. Stefan Penthin, Globaler Leiter Operations bei BearingPoint

Über die Studie 

«Autonome, intelligente Lieferketten: Der neue Wettbewerbsvorteil im Zeitalter der Disruptionen» basiert auf einer globalen Befragung von 620 Entscheidern im SupplyChainManagement auf CLevel, die von BearingPoint im August 2025 durchgeführt wurde. Die Teilnehmenden stammen aus Unternehmen mit einem Umsatz von mindestens 500 Millionen Euro und repräsentieren Branchen wie Automotive und industrielle Fertigung, Konsumgüter und Einzelhandel, Life Sciences, Transport und Logistik, Energie und Versorgungswirtschaft sowie Luft und Raumfahrt und Verteidigung. 

Die vollständige Studie steht hier zum Download bereit.

Über BearingPoint 

BearingPoint ist eine unabhängige Management- und Technologieberatung mit europäischen Wurzeln und globaler Reichweite, die Unternehmen mithilfe moderner Technologien transformiert. Wir unterstützen Unternehmen bei der Transformation, indem wir fundiertes Branchenwissen mit starken Kompetenzen in Strategie, Geschäftsprozessen, Technologie und KI kombinieren. Unsere Beraterteams arbeiten dabei in unterschiedlichsten Industrien – immer nah am Kunden.  Spezialisierte SAP- und Microsoft-Einheiten, ein starker Fokus auf KI sowie ergebnisorientierte Softwarelösungen ermöglichen maßgeschneiderte, innovative Lösungen für die Herausforderungen unserer Kunden. 
 
Zu BearingPoints Kunden gehören viele der weltweit führenden Unternehmen und Organisationen. Das globale Netzwerk von BearingPoint mit mehr als 15.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstützt Kunden in über 70 Ländern und engagiert sich gemeinsam mit ihnen für einen messbaren und langfristigen Geschäftserfolg. 
 
BearingPoint gehört zu den TIME World’s Best Companies und den Forbes World’s Best Employers. Das Unternehmen ist zudem eine zertifizierte B Corporation, die hohe soziale und ökologische Standards erfüllt. 

Weitere Informationen: 

 

Pressekontakt

Melinda Orschel
Marketing & PR
Telephone: +41 43 299 6476

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