Im Interview mit Dena Karimi, Consultant bei BearingPoint

Wie sah dein Weg zu BearingPoint aus?

Mein Weg hat sich bereits während meines Studiums mit BearingPoint gekreuzt: 2017 und 2018 habe ich hier jeweils ein Praktikum absolviert. Vor diesem Einblick in die Beratung habe ich ein Praktikum in der Industrie gemacht. Dabei habe ich realisiert, dass dieses Umfeld meinen Vorstellungen von meinem zukünftigen Einstiegsjob nicht hundertprozentig entspricht. Als ich mich dann bei BearingPoint beworben habe, hat sich im Bewerbungsgespräch schnell herauskristallisiert, dass ich hier finden könnte, was mir vorher fehlte: eine dynamischere Umgebung und flachere Hierarchien. Als ich die Zusage für das Praktikum erhielt, zögerte ich daher nicht lange und wagte den Sprung ins kalte Wasser – und das hat sich gelohnt! Im Anschluss habe ich zwar noch weitere Erfahrungen im Consulting bei anderen Unternehmen gesammelt. Letztendlich hat es mich nach meinem Masterabschluss jedoch wieder zurück zu BearingPoint verschlagen.

Warum arbeitest du gerne im Consulting?

Was ich sehr am Consulting-Umfeld schätze, sind die Flexibilität, Schnelligkeit, kurze Entscheidungswege und flache Hierarchien. Für mich haben diese Faktoren schon immer einen sehr hohen Stellenwert, weshalb ich mich im Consulting sehr gut aufgehoben fühle. Warum? Dieses Arbeitsumfeld trägt dazu bei, eine schnelle persönliche Entwicklung zu durchlaufen und kontinuierlich an zunehmender Verantwortung zu wachsen. Auf dieser Reise wird man bei BearingPoint nicht allein gelassen – denn Teamwork wird im Projektalltag großgeschrieben. Das ist natürlich immer eine individuelle Einstellung; jedes Arbeitsumfeld hat seine eigenen Vor- und Nachteile. Daher halte ich es besonders beim Start ins Berufsleben für essenziell, herauszufinden, was einem persönlich wichtig ist.

Wie sah dein Bewerbungsprozess aus?

Den Bewerbungsprozess habe ich als sehr angenehm empfunden. Es gab klassische Erstgespräche mit dem HR-Team und ein Assessment Center, den sogenannten Career Day. Gemeinsam mit anderen Bewerbenden wurden unterschiedliche Aufgabenstellungen bearbeitet. Es war vielmehr ein Miteinander statt eines Gegeneinanders, was zu einer positiven Atmosphäre beigetragen hat. Zusätzlich habe ich einen Online-Test durchlaufen, der unterschiedliche Skills getestet hat – und dann ging es auch schon ans Kennenlernen des potenziellen Teams! Da wir hinsichtlich unseres Beratungs-Portfolios sehr breit aufgestellt sind und man daher vielfältige Möglichkeiten hat, hat mir der persönliche Austausch mit meinem Team sehr dabei geholfen, mein „Match“ zu finden. Ich hatte im Prozess aufrichtig das Gefühl, es wird darauf geachtet, wonach jeweils beide Parteien suchen – sodass jede:r das richtige Team findet.

Was ist das Besondere an der Projektarbeit?

Auf eigenen Wunsch hin arbeite ich aktuell parallel auf zwei sehr unterschiedlichen Projekten. Das finde ich extrem bereichernd, da ich mich so mit sehr unterschiedlichen Themen befassen kann und mit vielen Kolleg:innen zusammenarbeiten darf. Mir begegnen immer alle kollegial, unterstützend und motiviert – das macht die Zusammenarbeit auf den Projekten sehr angenehm. Man hat das Gefühl gemeinsam als Team an einem Strang zu ziehen und an Aufgaben und Lösungen gemeinsam zu feilen. Natürlich freut man sich dann über die zusammen erzielten Erfolge und Projektfortschritte. Das schweißt zusammen. Die parallele Koordination der beiden Projekte ist manchmal auch herausfordernd, aber solange man sich gut organisiert und transparent kommuniziert, lässt sich das gut meistern.

Innerhalb welcher Branche/n arbeitest du? Was begeistert dich an diesen Themen?

Aufgrund der Aufteilung meiner Projekte arbeite ich zum einen in der Softwareentwicklung – als Product Ownerin – sowie im Bereich Quantenkommunikation.
In der Softwareentwicklung arbeite ich mit einer Vielzahl unterschiedlicher Teams zusammen. Hier kommen Entwicklung, Architektur, Change Management, Datenschutz und einige weitere Schnittstellen zusammen, die alle gemeinsam an der Software arbeiten. Dies bringt unheimlich große Vielfalt mit sich. Ich beschäftige mich hier viel mit agiler Softwareentwicklung. Außerdem ist es immer wieder aufregend unseren Kunden ein für sie fassbares System vorzuführen, das sie in ihrem täglichen Doing unterstützt.
Mein zweites Projekt im Bereich der Quantenkommunikation versetzt mich manchmal ein wenig zurück in meine Studienzeit: Die Arbeit ist sehr forschungsnah und ich arbeite mich sehr tief in das Fachgebiet ein. Gleichzeitig ist die Quantenkommunikation ein sehr zukunftsgerichtetes Gebiet, mit dem sich früher oder später alle Unternehmen und Organisationen befassen müssen – es macht sehr viel Spaß, an einem so relevanten Thema mitzuarbeiten!

In welchen fachlichen Themengebieten möchtest du dich bei BearingPoint in Zukunft gerne weiterentwickeln?

Die Schnittstelle zwischen Softwareentwicklung und Quantenkommunikation reizt mich sehr. Dass ich auf einem Projekt im Bereich der Quantenkommunikation eingesetzt wurde, hat mich meinem Ziel schon einen ganzen Schritt nähergebracht. Im Projektkontext konnte ich sehr schnell tief in das Thema einsteigen und mir einen wertvollen Wissensschatz aufbauen.
In diesem Jahr habe ich bereits Schulungen mit Fokus auf dem Bereich der Software Architektur gemacht. Im kommenden Jahr plane ich, meine fachlichen Kenntnisse im Bereich Quantenkommunikation auch über meine Projektarbeit hinaus in Schulungen weiter zu vertiefen. Ein weiterer großer Meilenstein, den wir in diesem Jahr erreicht haben: Wir haben eine interne Community für das Thema initiiert. Diese Community wird als Raum zum Austausch und zur Weiterentwicklung des Themenkomplexes genutzt. Darauf bin ich wirklich stolz.

Stressige Projektphasen sind in der Beratung keine Seltenheit – wie schaffst du den Ausgleich?

Hier hat mir der Austausch mit Kolleg:innen zu ihren Erfahrungen in der Beratung geholfen. Sie haben mir mit auf den Weg gegeben, dass es wichtig ist, in ruhigeren Projektphasen die Zeit zur Erholung und zum Energie tanken zu nutzen. Niemand wird durchgehend 150 % leisten können. Meine Lösung ist, die Zeiten zwischen den stressigeren Momenten für mich bewusst als persönlichen Ausgleich zu nutzen. Außerdem engagiere ich mich neben meinen Projekten auch in anderen Unternehmensaktivitäten. So bin ich zum Beispiel in der Architektur-, der Data Analytics- und AI-Community tätig und zudem Standortbotschafterin im Frauennetzwerk für unseren Standort Berlin. Das ist für mich ein angenehmer Ausgleich zur Projektarbeit. Durch die Zusammenarbeit mit anderen Kolleg:innen kommt auch der Spaßfaktor nicht zu kurz.

Mit welchen Hobbies schaffst du dir einen Ausgleich zum Job?

In meiner Freizeit brauche ich Abstand vom Schreibtisch, daher verlagern sich meine Hobbys häufig in die Natur. Ich gehe gerne joggen, was ich gut mit meinem Arbeitsalltag verbinden kann und auch auf Reisen gut umsetzbar ist. Ansonsten fahre ich Rennrad und gehe gerne klettern.
Einmal in der Woche ist meine Mittagspause außerdem für Musikunterricht geblockt: Ich habe vor einigen Jahren wieder das Bratschenspiel aufgenommen und nehme wöchentlich eine Stunde Online-Unterricht.

Welches Teamevent war bisher dein persönliches Highlight?

Einmal im Jahr machen wir mit unserem gesamten Projektteam ein mehrtägiges Teamtreffen. Bei einer Projektteamgröße von weit über 30 Kolleg:innen ist das immer etwas ganz Besonderes. Aufgrund unterschiedlicher Arbeitspakete und Verantwortlichkeiten kommt man im Arbeitsalltag nicht immer mit allen viel in Kontakt. Ich schätze diese Zeit und Gespräche daher sehr. Ein schönes Benefit ist außerdem, dass das Teamevent immer in der Natur in den Bergen stattfindet.

Wie engagierst du dich für Female Empowerment bei BearingPoint?

Ich komme aus einem Studium mit einem geringen Frauenanteil und arbeite in einer klassischerweise eher männerdominierten Branche. Daher ist Female Empowerment eines meiner absoluten Herzensthemen.
Seit ich bei BearingPoint tätig bin engagiere ich mich deshalb sehr aktiv in unserem Frauennetzwerk Women@BearingPoint. Mich hat es daher umso mehr gefreut, dass ich in diesem Jahr die Rolle als Standortbotschafterin für Berlin übernehmen durfte. Als Standortbotschafterin habe ich insbesondere die strategische Ausrichtung und Quantifizierung unserer Ziele auf dem Schirm, aber auch immer ein offenes Ohr für Kolleginnen. Außerdem nutze ich meine Rolle im Frauennetzwerk, um Networking- und Weiterbildungsveranstaltungen zu organisieren – so können wir uns auch teamübergreifend austauschen und innerhalb der Women-Community vernetzen. Auch Karriereevents, die sich insbesondere an weibliche Studierende richten, habe ich bereits mitinitiiert

Welche Chancen und Herausforderungen für Frauen in der Tech-Welt siehst du?

Ich hatte im Studien- und Jobkontext oft das Gefühl, mich als Frau immer wieder beweisen zu müssen. Ich hoffe, das werden Frauen irgendwann anders erleben. Wir tun bei BearingPoint sehr viel dafür, einen solchen Wandel voranzutreiben – jede:r im Einzelnen. Das Frauennetzwerk, in dem ich selbst Standortbotschafterin bin, lebt vom vielen Engagement der Kolleginnen. Aber auch die Offenheit der anderen Kolleg:innen, sich mit unseren Themen und Herausforderungen auseinanderzusetzen, ist hier essenziell. Wenn ich das Mindset junger Kolleginnen und Studierenden erlebe und das Wachstum der Zahl von Studentinnen in MINT-Studiengängen beobachte, bin ich optimistisch, dass Equality und Equity in Zukunft überall eine Selbstverständlichkeit sein werden.

„Together, we are more than business.” – was bedeutet unser Purpose für dich persönlich?

Bereits als Kind bin ich durch das Handballspiel stark vom Teamspiel geprägt worden. Dass mein heutiger Arbeitgeber diesen Teamgedanken so lebt, finde ich wunderbar. Für mich liegt eine gewaltige Kraft in der Zusammenarbeit aller, die dieselben Ziele verfolgen und Werte leben.