Karrierewechsel ohne Arbeitgeberwechsel? Genau mein Ding.
Warum Anna-Lena Peinelt den Sprung ins Consulting gewagt hat, welche Learnings sie dabei gesammelt hat und welchen Tipp sie allen mitgeben würde, die über eine berufliche Veränderung nachdenken, verrät sie im Interview.
Anna-Lena Peinelt | Senior Business Analyst im Public Sector
Vom Recruiting ins Consulting: Genau diesen Schritt hat Anna-Lena bei BearingPoint gemacht. Durch ihre Arbeit im Talent-Attraction-Team hat sie die Beratungswelt aus nächster Nähe kennengelernt und irgendwann gemerkt: Das möchte ich auch. Gesagt, getan. Heute arbeitet sie im Public-Sector-Umfeld und blickt auf einen internen Wechsel zurück.
Was war der konkrete Auslöser für deinen Wechsel?
Durch die enge Zusammenarbeit mit den Fachbereichen in meiner Rolle als Recruiterin und Active Sourcerin habe ich immer wieder gemerkt, wie spannend und vielfältig ich die Rolle als Beraterin finde. Irgendwann ist dann der Wunsch gewachsen, diese Perspektive selbst einzunehmen. Ich wollte mich fachlich umorientieren und so kam das eine zum anderen.
Warum hast du dich genau für diese neue Rolle entschieden?
Ich hatte bereits im Rahmen von Active-Sourcing-Projekten Berührungspunkte mit meinem jetzigen Team und habe schnell gemerkt, dass es menschlich sehr gut passt. In weiteren Gesprächen hat sich dann auch fachlich bestätigt, wie spannend ich den Public-Sector-Bereich finde, vor allem, weil ich hier die Möglichkeit sehe, mich in abwechslungsreichen, mehrwertstiftenden Projekten einzubringen und mich fachlich weiterzuentwickeln.
Was war schwieriger als erwartet?
Eine unangenehme Wahrheit gab es für mich tatsächlich nicht, da der Wechsel insgesamt sehr transparent gestaltet war und ich schon eine genaue Vorstellung hatte, was mich erwartet. Was mir aber definitiv schwergefallen ist: mein tolles Talent-Attraction-Team zu verlassen ...
War der Wechsel rückblickend die richtige Entscheidung und warum?
Ja, absolut! Meine Erwartungen – sowohl an die Projektarbeit als auch an die Einarbeitung und das Team – wurden auf jeden Fall erfüllt, wenn nicht sogar übertroffen. Ich finde es super spannend, fachlich so viel neuen Input zu bekommen, meinen Horizont zu erweitern, einen sehr abwechslungsreichen Alltag zu haben und auch den Freiraum zu haben, Themen mitzugestalten.
Was würdest du heute als deinen wichtigsten Erfolgsfaktor beim Neustart bezeichnen?
Offen zu kommunizieren, was ich mir wünsche, und mich auch zu trauen, aktiv auf die entsprechenden Personen zuzugehen. Wenn man transparent kommuniziert, was man sich vorstellt und was eben auch nicht, ist es deutlich einfacher, die Möglichkeiten zu erhalten, die man sich für die eigenen nächsten Schritte erhofft.
Was hat dich dazu motiviert, innerhalb von BearingPoint den Bereich zu wechseln?
Durch meine Zeit im People-Team habe ich BearingPoint und die Unternehmenskultur schon sehr gut kennen und schätzen gelernt. Ich fühle mich bei BearingPoint sehr wohl und finde das Miteinander sehr besonders. Deshalb war für mich klar: Wenn Veränderung, dann gerne intern, weil ich das Arbeitsumfeld behalten wollte.
Was war die größte Herausforderung während deines Wechsels und was hat dir besonders geholfen, dich schnell zurechtzufinden?
Große Herausforderungen bei der Eingewöhnung hatte ich während des Wechsels nicht, da ich direkt von meiner Managerin und meinem Tutor an die Hand genommen wurde. Ich habe von Anfang an das Gefühl bekommen, jederzeit alle möglichen Fragen stellen zu können, was sehr hilfreich war.
Welchen Tipp würdest du Kolleg:innen geben, die ebenfalls über eine berufliche Transformation nachdenken?
Sich ehrlich damit auseinanderzusetzen, was man möchte, was man definitiv nicht möchte, und das auch klar zu kommunizieren. Auch wenn man sich vielleicht nicht zu 100 % sicher ist, was man konkret als Nächstes ansteuern möchte, ist ein ganz offener Austausch viel wert und kann Klarheit schaffen. Es lohnt sich!