Finnland-Geschäft an drei lokal tätige Unternehmen verkauft
Im Rahmen der Strategie, sich auf Kernmärkte konzentrieren. hat Handelsbanken entschieden, seine Geschäftsaktivitäten in Finnland zu veräußern. Sie wurden in vier Teile aufgeteilt, von denen drei auf verschiedene Käufer übergehen sollten, während der vierte Teil im Besitz der Bank bleiben würde. Am 31. Mai 2023 gab Handelsbanken die Käufer bekannt: Für das Privatkundengeschäft, das Vermögensmanagement sowie die Investmentdienstleistungen war dies die S-Bank, für das Geschäft mit kleinen und mittelständischen Unternehmen die Oma Savings Bank und für das Lebensversicherungsgeschäft Fennia Life.
Nun galt es, diese komplexe Veräußerungsstrategie bei laufendem Geschäftsbetrieb effektiv umzusetzen – und dabei zugleich potenzielle Risiken zu minimieren. Um den Transaktionsumfang zu realisieren, die Trennungsaktivitäten zu steuern sowie die erforderlichen Integrationen anhand einer Roadmap durchzuführen, bat Handelsbanken BearingPoint um Unterstützung.
Komplexität der Veräußerung mit umfassendem Programm gesteuert
Im Sommer 2023 begann Handelsbanken, die Veräußerung umzusetzen. Für Schlüsselrollen holte die Bank BearingPoint-Expertinnen und -experten an Bord: als Programm- und Projektmanager, Fachleute für operative Prozesse, für die nich-tfinanzielle Risikosteuerung, das Datenmanagement sowie die IT-Integration. Weil das BearingPoint-Team sich bereits im Verkaufsprozess und in der Due-Diligence-Phase als zuverlässige Partner erwiesen hatten, vertraute Handelsbanken ihm auch das Management der Implementierung an. Der Programm-Manager setzte ein umfassendes Programm auf und organisierte ein Projektteam aus verschiedenen Funktionsträgern von Handelsbanken, den Käufern sowie verschiedenen Subunternehmern. Die Teamstruktur war als Matrix aufgebaut und wurde von Teilprojekt zu Teilprojekt flexibel angepasst. So konnte das Team über alle Bereiche der Transition hinweg mehrere Aufgaben gleichzeitig bearbeiten und bedarfsgerecht priorisieren.
Um Unterbrechungen für die Kundinnen und Kunden zu minimieren, kam es darauf an, die vereinbarten Umfänge zwischen den Käuferparteien sauber abzutrennen und dabei den Geschäftsbetrieb durchgehend aufrechtzuerhalten. Dazu gehörte es, die Vermögenswerte unter verschiedenen Käufern aufzuteilen sowie die zugrunde liegenden Daten und Vereinbarungen richtig zuzuordnen, während die Transaktionen innerhalb des definierten Rahmens blieben. Um Compliance und Risiko unter Kontrolle zu behalten, entwickelten die Expertinnen und Experten von BearingPoint gemeinsam mit den jeweiligen Fachleuten aller beteiligten Parteien Datenstrategien und brachten diese in Einklang mit verschiedenen regulatorischen Vorgaben. Das Ergebnis waren Richtlinien für den gesamten Migrationsprozess, die festlegten, welche Daten während der Migration übertragen werden durften und welche Grenzen dabei zu beachten waren, um die Risiken so gering wie möglich zu halten.
Darüber hinaus leitete der Programm-Manager den gesamten verkaufsbezogenen Datenbestand und koordinierte die verschiedenen IT-Subunternehmer von Handelsbanken und von den Käufern, um einen reibungslosen Datentransfer zu gewährleisten. Eine weitere Schlüsselaufgabe lag darin, die Organisation, Prozesse und Arbeitsabläufe umzustrukturieren – sowohl für übernommene als auch für verbleibende Mitarbeitende des vierten Geschäftsteils bei Handelsbanken. Das BearingPoint-Team unterstützte Handelsbanken und dessen Stakeholder dabei, den Wandel zu bewältigen, indem es Prozesse steuerte, Rollen neu zuschnitt, den Wissenstransfer koordinierte, Kompetenzlücken ausmachte und eine klare Kommunikation mit den Mitarbeitenden sicherstellte. Schließlich wurden alle Filialen gründlich bewertet, um festzulegen, welche übertragen, geschlossen oder umstrukturiert werden sollten.
Finnische Geschäftsaktivitäten ohne Betriebsstörungen effizient veräußert
Handelsbanken hat die Veräußerung seiner Geschäftsaktivitäten in Finnland – bewertet mit etwa 1,3 Milliarden Euro – erfolgreich abgeschlossen und ist dabei komplett im festgelegten Plan, Zeitrahmen und Umfang geblieben. Diese Transaktion ist ein Meilenstein im Rahmen der strategischen Entscheidung der Bank, sich aus dem finnischen Markt zurückzuziehen und den Fokus auf seine Kernmärkte zu legen.
Die drei finnischen Geschäftsbereiche von Handelsbanken wurden vollständig an die S-Bank Abp, Fennia Lebensversicherung und die Oma Savings Bank Abp übertragen. Der verbleibende vierte Teil des Geschäfts wurde umstrukturiert, um optimale Compliance und Funktionalität zu gewährleisten. Die effiziente Umsetzung dieser Strategie sorgte für eine hohe Kundenbindung bei allen veräußerten Vermögenswerten und eine reibungslose Migration des Bankpersonals, während die Risiken im Zusammenhang mit dem Datentransfer minimal blieben.
Handelsbanken
Handelsbanken bietet Bankdienstleistungen wie Unternehmensgeschäfte, Investment Banking, Handel und Privatkundenbanking einschließlich Versicherungen an. Die Bank gehört zu den führenden Finanzinstituten in Schweden und betreibt Filialen im ganzen Land sowie in den Niederlanden, Norwegen und dem Vereinigten Königreich.