November 2025
Im Kampf um junge Talente hat der öffentliche Sektor mit seinen sicheren, sinnstiftenden Arbeitsplätzen eigentlich gute Ausgangsbedingungen: Zahlreiche Studien belegen, dass die Generationen Y und Z bei der Auswahl ihres Arbeitsplatzes auf genau diese Qualitäten achten. Dennoch halten das verkrustete Image des öffentlichen Dienstes, starre Strukturen und Hierarchien sowie wenig diverse Belegschaften die jüngeren Generationen davon ab, sich für den öffentlichen Sektor zu begeistern.
Um den aktuellen Herausforderungen zu begegnen und als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben, ist ein kultureller Wandel notwendig. Es müssen Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz geschaffen werden, in welchen Mitarbeitende gehört werden und die Führungsebene sich nicht vor Veränderung scheut. Die Führungskräfte agieren dabei in einer wichtigen Schlüsselrolle: Sie sind die Empfänger von Feedback zu bestehenden Herausforderungen und die treibenden Kräfte in den benötigten Change-Prozessen. Partizipative Methoden der Führungskräfteentwicklung sind eine Chance für Arbeitgeber, ihre Führungskräfte auf die Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft vorzubereiten und die Organisationskultur nachhaltig zu transformieren.
Partizipative Führungsstile gehen davon aus, dass die Zusammenarbeit, die Qualität der Arbeit aber auch der Führung steigen, wenn viele Perspektiven mit in die Gestaltung von Prozessen und die Entscheidungsfindung mit einfließen. Diese Perspektivenvielfalt ist in den Organisationseinheiten und Teams jederzeit vorhanden, wird aber häufig nicht genutzt.
Mitarbeitende empfinden es als wertschätzend, wenn Führungskräfte und somit der Arbeitgeber sich für ihre Einschätzungen und Ideen interessieren. Partizipative Führungsstile können sich daher positiv auf die Motivation von Mitarbeitenden auswirken.
Organisationen müssen lernen, Vielfalt unter ihren Mitarbeitenden zuzulassen, zu fördern und ihre Potenziale zu nutzen. Im Öffentlichen Sektor sind die Führungspositionen bezüglich Geschlecht, sexueller Orientierung, Religion und Weltanschauung, Migrationserfahrung, Alter, u.v.m. häufig sehr homogen besetzt. Partizipation und der Austausch von Perspektiven sind unerlässlich, damit Arbeitsumgebungen so gestaltet werden können, dass alle sich wohl fühlen.
Partizipative Verfahren sind herausfordernd für Mitarbeitende und Führungskräfte. Beide lernen dabei gleichermaßen, Verantwortung für die Zusammenarbeit zu übernehmen, eigene Perspektiven und Standpunkte zu formulieren und zu vertreten und Feedback wertschätzend zu vermitteln. Diese Kompetenzen sind auch über die Zusammenarbeit im Team hinaus wertvoll und gewinnbringend.
Methoden der partizipativen Führungskräfteentwicklung zielen darauf ab, eine dialogbasierte Führungskultur zu etablieren und das Wissen und der Erfahrungen der Mitarbeitenden für die Weiterentwicklung von Führungskräften zu nutzen.
Feedback von Mitarbeitenden zu relevanten Führungsthemen wird gezielt eingeholt. Dies kann zum Beispiel mittels einer Online-gestützten Erhebung erfolgen, in der Mitarbeitende Kompetenzen und Verhalten der Führungskraft auf relevanten Führungsdimensionen einschätzen. Die Ergebnisse der Online-Befragung werden dann in einer Reihe von Gesprächen ausgewertet. Moderiert werden die Gespräche durch externe Coaches:
Mit Hilfe des Vorgesetztenfeedbacks wird den Führungskräften eine Standortbestimmung ermöglicht. Sie bekommen Unterstützung beim Dialog mit ihren Mitarbeitenden und bei der Ableitung geeigneter Maßnahmen zur Weiterentwicklung. Mitarbeitende erhalten Transparenz über die vom Haus gewünschten Führungskompetenzen und können die Gelegenheit nutzen, die Zusammenarbeit in der Organisationseinheit aktiv mitzugestalten.
Gezielte Führungskräfteentwicklung ist der Schlüssel, um den öffentlichen Dienst zukunftsfähig zu machen. Wer seine Führungskräfte stärkt, stärkt die gesamte Organisation.
Sie möchten mehr über partizipative Führungskräfteentwicklung erfahren oder ein Vorgesetztenfeedback in Ihrer Organisation etablieren? Kontaktieren Sie uns!
Führungskräfteentwicklung umfasst gezielte Maßnahmen zur Stärkung von Führungskompetenzen, um den Wandel im öffentlichen Dienst aktiv zu gestalten.
Starre Strukturen, wenig Diversität und ein veraltetes Image erschweren die Gewinnung und Bindung von Talenten.
Sie fördert Dialog, Perspektivenvielfalt und stärkt die Zusammenarbeit zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden.
Höhere Qualität, mehr Motivation, gelebte Diversität und gemeinsame Weiterentwicklung im Team.
Ein strukturiertes Verfahren, bei dem Mitarbeitende ihre Führungskraft anonym (online) bewerten und gemeinsam Entwicklungsmaßnahmen ableiten.
Sie stärken ihre Attraktivität als Arbeitgeber, fördern eine moderne Führungskultur und erhöhen die Bindung der Mitarbeitenden.
Zum Beispiel durch partizipative Methoden wie Vorgesetztenfeedback, begleitet von externen Coaches und klaren Entwicklungszielen.