• Juni 2026

Bezahlte digitale Abonnements sind längst fester Bestandteil des Alltags vieler deutscher Haushalte. Gleichzeitig verändern sich Nutzungsmuster, Zahlungsbereitschaft und Erwartungen der Nutzerinnen und Nutzer spürbar. Die Submix-Studie 2026 beleuchtet die Effekte von Bundling, Werbung und KI auf das Nutzerverhalten und zeigt, dass der Markt zwar reif ist, aber keineswegs stillsteht. Die zentrale Frage lautet: Wie können Anbieter ihr Abo-Angebot strategisch weiterentwickeln und ihre Position in einem zunehmend fragmentierten Ökosystem behaupten?
 

Um diese Potenziale besser zu verstehen, hat BearingPoint Anfang 2026 über 7.500 Personen in Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich befragt – alle mit mindestens einem kostenpflichtigen digitalen Abonnement. Die Submix-Studie liefert bereits zum zweiten Jahr in Folge fundierte Einblicke und unterstützt Entscheider:innen dabei, die richtigen strategischen Weichen in einem sich verändernden Abo-Ökosystem zu stellen.

Zu den Studienergebnissen

 Die wichtigsten Erkenntnisse auf einem Blick

Marktreife ohne Sättigung – Ausgaben und Einstiegsbereitschaft steigen

Trotz hoher Marktdurchdringung besitzen Haushalte stabil 2,3 Abo-Kategorien; gleichzeitig planen mehr Nicht-Abonnent:innen einen Einstieg als noch 2025, und die Ausgaben steigen. Rund jeder Fünfte gibt dabei 100 Euro oder mehr im Monat aus​​, ein deutliches Signal für das Potenzial im Premiumsegment.

TV via Internetvertrag als stiller Gewinner – SVOD unter Druck

Der Wegfall des Nebenkostenprivilegs hat den starken Anstieg von TV-Abonnements über den Internetvertrag begünstigt, da Haushalte aktiv neue – häufig gebündelte – Angebote abschließen mussten.​ SVOD sinkt leicht, bleibt aber zentraler Anker für Bundles, Rankings und Zahlungsbereitschaft.​

Bundles und Creator-Economy verändern den Wettbewerb

75 Prozent der Befragten finden das Konzept von Media und Lifestyle Bundles für ihren Haushalt interessant, mit steigender Tendenz. Fast jeder Dritte zahlt bereits für Creator-Content über Social Media, was den Wettbewerb um Zeit und Zahlungsbereitschaft weiter befeuert.​

Werbefinanzierte Modelle stoßen auf breite Akzeptanz

Über alle Segmente hinweg ist etwa die Hälfte der Abonnent:innen bereit, Werbung zu akzeptieren, sofern dies mit einer Reduzierung des Abonnementpreises einhergeht.​ Werbung wird bei den großen Plattformen seltener als Kündigungsgrund genannt als im Vorjahr und entwickelt sich zunehmend vom Abbruchgrund zu einem akzeptierten Trade-off.

KI-Akzeptanz hoch – Transparenz entscheidet

In Deutschland zeigt sich eine hohe Offenheit gegenüber der Nutzung personenbezogener Daten zum Training von KI-Modellen (71 Prozent).​ ​Die Zustimmung steigt deutlich, wenn Nutzerinnen und Nutzer vorab informiert werden, weshalb Transparenz der entscheidende Hebel ist.

Was jetzt zählt: Drei Hebel für den Wettbewerbsvorteil

Bei der Abonnemententscheidung ist vor allem der Umfang und die Attraktivität des Inhaltskatalogs ausschlaggebend, insbesondere der Zugang zu exklusiven und neuen Inhalten.​ Daraus leiten sich drei zentrale Handlungsfelder ab:

  1. Bundling konsequent ausbauen: Konkrete funktionale Vorteile wie Rabatt, eine Rechnung und eine Oberfläche schlagen Marketingversprechen, während Bundle-Szenarien über den Medienbereich hinaus zusätzliches Wachstumspotenzial eröffnen.
     

  2. Hybride Preismodelle etablieren: Werbefinanzierte Angebote sind kein Rückschritt, sondern eine strategische Erweiterung. Nutzer:innen akzeptieren Werbung zunehmend als legitimes Mittel zur Kostenkontrolle, selbst bei Premium-Marken.
     

  3. KI transparent und nutzenstiftend einsetzen: Eine deutliche Mehrheit steht KI generierten Inhalten offen gegenüber, erwartet dabei jedoch eine klare Kennzeichnung. Differenzierung wird künftig vor allem über wahrgenommenen Mehrwert, intelligente Bündelung und den transparenten Einsatz von KI entschieden.

Ausblick: Vom Einzeldienst zur intelligenten Plattformstrategie

Eine klare Mehrheit der Nutzer:innen steht KI-generierten Inhalten in Abonnements offen gegenüber, viele erwarten jedoch eine klare Kennzeichnung.​ Anbieter, die heute in Personalisierung, transparenten KI-Einsatz und attraktive Bundle-Strukturen investieren, schaffen die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und langfristige Kundenbindung. Das starke Premiumsegment eröffnet durch Bündelung, Upselling sowie differenzierte, hochwertige Angebote ein klares Monetarisierungspotenzial.​

Über die Studie

Die BearingPoint Submix-Studie 2026 basiert auf einer repräsentativen Befragung von über 7.500 Teilnehmer:innen in Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich. Untersucht wurden zentrale Aspekte des Nutzerverhaltens rund um kostenpflichtige digitale Abonnements, darunter Nutzung, Zahlungsbereitschaft, Kündigungsgründe sowie die Wirkung von Bundling-, Werbe- und KI‑basierten Modellen.

Laden Sie die Studiendokumente kostenlos herunter!

  • Studiendokument: Submix 2026 – Studie zur Nutzung kostenpflichtiger Abonnements für digitale Inhalte
    Studiendokument: Submix 2026 – Studie zur Nutzung kostenpflichtiger Abonnements für digitale Inhalte 2.17 MB Download
  • Infografik: Submix 2026 – Studie zur Nutzung kostenpflichtiger Abonnements für digitale Inhalte
    Infografik: Submix 2026 – Studie zur Nutzung kostenpflichtiger Abonnements für digitale Inhalte 106.59 KB Download

FAQs

Wünschen Sie weitere Informationen?

Wenn Sie mehr über diese Publikation erfahren möchten, wenden Sie sich bitte an unsere Experten, die gerne von Ihnen hören.

Media & Entertainment

Bewältigung digitaler Disruptionen durch Neugestaltung von Geschäftsmodellen und Steigerung der betrieblichen Effizienz

Unsere Berater:innen unterstützen Unternehmen aus dem Bereich Media & Entertainment bei der Bewältigung von Herausforderungen und der Erschließung neuer Chancen. Entdecken Sie unsere Publikationen. Kontaktieren Sie unsere Expert:innen.