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Um diese Potenziale besser zu verstehen, hat BearingPoint Anfang 2026 über 7.500 Personen in Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich befragt – alle mit mindestens einem kostenpflichtigen digitalen Abonnement. Die Submix-Studie liefert bereits zum zweiten Jahr in Folge fundierte Einblicke und unterstützt Entscheider:innen dabei, die richtigen strategischen Weichen in einem sich verändernden Abo-Ökosystem zu stellen. Zu den Studienergebnissen |
Trotz hoher Marktdurchdringung besitzen Haushalte stabil 2,3 Abo-Kategorien; gleichzeitig planen mehr Nicht-Abonnent:innen einen Einstieg als noch 2025, und die Ausgaben steigen. Rund jeder Fünfte gibt dabei 100 Euro oder mehr im Monat aus, ein deutliches Signal für das Potenzial im Premiumsegment.
Der Wegfall des Nebenkostenprivilegs hat den starken Anstieg von TV-Abonnements über den Internetvertrag begünstigt, da Haushalte aktiv neue – häufig gebündelte – Angebote abschließen mussten. SVOD sinkt leicht, bleibt aber zentraler Anker für Bundles, Rankings und Zahlungsbereitschaft.
75 Prozent der Befragten finden das Konzept von Media und Lifestyle Bundles für ihren Haushalt interessant, mit steigender Tendenz. Fast jeder Dritte zahlt bereits für Creator-Content über Social Media, was den Wettbewerb um Zeit und Zahlungsbereitschaft weiter befeuert.
Über alle Segmente hinweg ist etwa die Hälfte der Abonnent:innen bereit, Werbung zu akzeptieren, sofern dies mit einer Reduzierung des Abonnementpreises einhergeht. Werbung wird bei den großen Plattformen seltener als Kündigungsgrund genannt als im Vorjahr und entwickelt sich zunehmend vom Abbruchgrund zu einem akzeptierten Trade-off.
In Deutschland zeigt sich eine hohe Offenheit gegenüber der Nutzung personenbezogener Daten zum Training von KI-Modellen (71 Prozent). Die Zustimmung steigt deutlich, wenn Nutzerinnen und Nutzer vorab informiert werden, weshalb Transparenz der entscheidende Hebel ist.
Bei der Abonnemententscheidung ist vor allem der Umfang und die Attraktivität des Inhaltskatalogs ausschlaggebend, insbesondere der Zugang zu exklusiven und neuen Inhalten. Daraus leiten sich drei zentrale Handlungsfelder ab:
Bundling konsequent ausbauen: Konkrete funktionale Vorteile wie Rabatt, eine Rechnung und eine Oberfläche schlagen Marketingversprechen, während Bundle-Szenarien über den Medienbereich hinaus zusätzliches Wachstumspotenzial eröffnen.
Hybride Preismodelle etablieren: Werbefinanzierte Angebote sind kein Rückschritt, sondern eine strategische Erweiterung. Nutzer:innen akzeptieren Werbung zunehmend als legitimes Mittel zur Kostenkontrolle, selbst bei Premium-Marken.
KI transparent und nutzenstiftend einsetzen: Eine deutliche Mehrheit steht KI generierten Inhalten offen gegenüber, erwartet dabei jedoch eine klare Kennzeichnung. Differenzierung wird künftig vor allem über wahrgenommenen Mehrwert, intelligente Bündelung und den transparenten Einsatz von KI entschieden.
Die BearingPoint Submix-Studie 2026 basiert auf einer repräsentativen Befragung von über 7.500 Teilnehmer:innen in Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich. Untersucht wurden zentrale Aspekte des Nutzerverhaltens rund um kostenpflichtige digitale Abonnements, darunter Nutzung, Zahlungsbereitschaft, Kündigungsgründe sowie die Wirkung von Bundling-, Werbe- und KI‑basierten Modellen.
Die Submix Studie 2026 zeigt, dass digitale Abonnements trotz hoher Marktreife weiter wachsen und sich Nutzungsverhalten sowie Zahlungsbereitschaft verändern. Digitale Abonnements entwickeln sich zunehmend in Richtung Bundling, hybrider Preismodelle und differenzierter Inhalte. Für Entscheider ergibt sich daraus die Notwendigkeit, Portfolios strategisch neu auszurichten und Angebotstiefe gezielt zu optimieren.
Digitale Abonnements profitieren stark von Bundling, da Kunden konkrete Vorteile wie Preisersparnis und vereinfachte Nutzung erwarten. Die Submix Studie 2026 zeigt, dass integrierte Angebote über Medien hinaus zusätzliche Wachstumspotenziale erschließen. Entscheider sollten Bundles als strukturelles Element ihrer Angebotsstrategie prüfen, nicht nur als Marketingmaßnahme.
Digitale Abonnements integrieren zunehmend werbefinanzierte Modelle als Ergänzung zu klassischen Preismodellen. Laut Studie akzeptiert etwa die Hälfte der Nutzer Werbung, wenn sie zu niedrigeren Kosten führt. Für Anbieter entsteht damit ein wirtschaftlich relevanter Hebel zur Monetarisierung preissensibler Segmente und zur Reduktion von Kündigungsrisiken.
Digitale Abonnements werden durch KI insbesondere in Personalisierung und Content-Erstellung verändert. Die Submix Studie 2026 zeigt eine hohe Akzeptanz, sofern Transparenz gewährleistet ist. Entscheider sollten KI gezielt einsetzen, um Mehrwert zu schaffen und gleichzeitig Vertrauen durch nachvollziehbare Nutzung und klare Kommunikation sicherzustellen.
Digitale Abonnements zeigen eine steigende Zahlungsbereitschaft, insbesondere im Premiumsegment. Ein signifikanter Anteil der Nutzer gibt bereits über 100 Euro monatlich aus. Für Anbieter bedeutet dies, dass differenzierte Preismodelle und exklusive Inhalte entscheidend sind, um Zahlungsbereitschaft gezielt zu aktivieren und auszubauen.
Digitale Abonnements erfordern laut Studie drei zentrale Handlungsfelder: Ausbau von Bundling, Einführung hybrider Preismodelle und transparenter KI-Einsatz. Diese Faktoren beeinflussen Wachstum, Kundenbindung und Differenzierung im Wettbewerb. Entscheider sollten diese Hebel systematisch bewerten und in ihre langfristige Plattformstrategie integrieren.