Wie kann Nachhaltigkeit im Finanzsektor von einer Randbedingung zu einem entscheidenden Faktor werden? Unsere aktuelle Studie zu Sustainable Finance zeigt: Während Rendite und Sicherheit weiterhin die Haupttreiber bei Anlageentscheidungen sind, gewinnt Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung – insbesondere für die jüngere Generation. Gleichzeitig bestehen noch Hürden, die Finanzinstitute überwinden müssen, um nachhaltige Investments stärker in den Fokus zu rücken.
Nachhaltigkeit wird von vielen Kundinnen und Kunden geschätzt, spielt bei Entscheidungen aber oft eine untergeordnete Rolle. Informationsdefizite, geringe Wechselbereitschaft und klassische Faktoren wie Kosten und Sicherheit dominieren weiterhin. Doch Kreditinstitute können mit gezielter Kommunikation, digitalen Maßnahmen und besserer Beratung gegensteuern – insbesondere, da die jüngere Generation nachhaltigen Banklösungen aufgeschlossener gegenübersteht.
Die Ergebnisse unserer aktuellen Umfrage zeigen: Es existiert das Potenzial, die Beratung über grundlegende Präferenzen hinaus auszubauen, um Kundinnen und Kunden besser zu informieren und zu unterstützen. Vor allem aber muss das Thema Nachhaltigkeit für die Bankenwelt in Zukunft mehr sein als ein werbliches Versprechen in Produktbeschreibungen und Beratungsgesprächen. Nachhaltigkeit muss von Banken durch eigenes Engagement und den sprichwörtlichen Scheinwerfer auf erfolgreiche Projekte vorgelebt werden. Das braucht einen langen Atem, wird sich aber am Ende für Banken und ihre Kunden auszahlen.
Dr. Robert Bosch, globaler Leiter Banking & Capital Markets

Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Für die Befragung wurden im Zeitraum 9. bis 14. Januar 2025 insgesamt 2007 Personen befragt. Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.