In unserer Serie zum Thema IT-Konsolidierung im öffentlichen Sektor wollen wir Sie vierteljährlich auf die aktuellen Herausforderungen in der IT-Konsolidierung aufmerksam machen und Lösungsansätze aufzeigen.
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IT-Strategien dürfen nicht im Elfenbeinturm entstehen. Zu oft basieren sie auf theoretischen Konzepten, die die Vielfalt realer Anforderungen ignorieren. Eine zukunftsfähige IT-Strategie muss praxisnah sein, flexible Optionen für unterschiedliche Anwendungsfälle bieten und sich regelmäßig an neue Rahmenbedingungen anpassen. Das bedeutet: IT-Strategien müssen praxisnah, flexibel und anpassungsfähig sein – mit dem klaren Ziel, den Alltag der Bürger und Bürgerinnen zu erleichtern, Anliegen schneller zu bearbeiten und digitale Services vertrauenswürdig bereitzustellen.
Begründung: In der Folge dieses kurzsichtigen Vorgehens klaffen Strategie und Realität auseinander, was die Implementierung bedarfsgerechter Anwendungen erschwert.
IT-Strategien sind nur so lange gültig, wie:
Forderung: Jede Änderung erfordert eine Neuausrichtung bzw. Anpassung der IT-Strategie und sollte als neuer Zyklus betrachtet werden.
Um auf sich wandelnde Rahmenbedingungen reagieren zu können, sollte eine IT-Strategie auf Prinzipien setzen, die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit von Beginn an ermöglichen.
Situation: Aktuell werden IT-Strategien meist von Managementebenen entworfen und an die darunterliegenden Ebenen weitergegeben. Oft ohne deren Kompetenzen zu nutzen oder sie einzubinden. Selbst bei Einbindung dieser Ebenen fehlt es an Mechanismen, um Strategien bei punktuellen Änderungen anzupassen. Hinzu kommt, dass IT-Strategien mit einem Zeithorizont verabschiedet werden, der die Schnelllebigkeit technischer Entwicklungen ignoriert und damit die Einbindung zukunftsträchtiger neuer Technologien unterbindet. Die Prozesse zur Anpassung sind komplex und ressourcenintensiv, da sie häufig die Einbindung sämtlicher Abteilungen (bzw. Ressorts in der Bundesverwaltung) erfordern.
Lösungsansatz: IT-Strategien, die sich zu wenig an der Praxis orientieren, stoßen auf Widerstand und verursachen einen hohen Anpassungsaufwand. Um Barrieren zu vermeiden, muss die Strategie auf die Bedürfnisse der Anwender:innen und des Anwendungsbereichs zugeschnitten sein.
Eine IT-Strategie im öffentlichen Sektor muss praxisnah, modular und anpassbar sein. Wenn sie zu stark auf Idealbedingungen ausgelegt ist und reale Anwendungsfälle, wie z. B. Bauverzögerungen, Nutzerverhalten oder technische Integration, ignoriert, entstehen teure und langwierige Probleme.
In diesem Artikel haben Sie erste Einblicke in die Anforderungen an die IT-Strategie erhalten. Wenn auch Sie Handlungsbedarf erkennen, kontaktieren Sie uns gerne für weitere spannende Diskussionen und Lösungswege unter christian.lochert@bearingpoint.com. Wir unterstützen Sie dabei, Ihren Status-Quo zu evaluieren.