Kontaktlose Kartenzahlungen haben sich in weiten Teilen Europas als dominierende Zahlungsmethode etabliert. Im europäischen Durchschnitt liegen sie mit einer Nutzung von 71 Prozent deutlich vor Bargeld, das auf 51 Prozent kommt.
Der Ländervergleich zeigt Finnland mit 84 Prozent als Spitzenreiter bei der Nutzung der kontaktlosen Kartenzahlung. Dahinter folgen:
Dahingegen weisen die deutschsprachigen Länder eine geringere Nutzung auf:
Besonders entwickelt sich der Bereich Mobile Payments. Die jüngeren Altersgruppen bis 44 Jahre signalisierten, dass sie ihr Zahlungsverhalten in den nächsten zwei Jahren stärker in Richtung Mobile Payments verschieben wollen.
In der Altersgruppe 25 bis 34 Jahre können sich 41 Prozent vorstellen, Mobile Payments künftig häufiger zu nutzen. Bei den 18 bis 24-Jährigen liegt dieser Anteil mit 40 Prozent nur leicht darunter. Auch die 35 bis 44-jährigen zeigen mit 35 Prozent eine klare Bereitschaft, die Nutzung von Mobile Payments künftig ankurbeln zu wollen.
Künftig immer häufiger Kartenzahlungen nutzen zu wollen, wurde insbesondere von der Altersgrupp 45+ angegeben: 29 Prozent der Befragten im Alter von 45 bis 54 Jahren machten diese Angabe, bei den über 55-Jährigen sogar 31 Prozent.
Lediglich rund 10 Prozent der Befragten in der Altersgruppe von 18 bis 44 können sich vorstellen, Kryptowährungen in den nächsten zwei Jahren zunehmend häufiger als Zahlungsmittel zu nutzen. In der Altersgruppe 45 bis 54 Jahre sinkt dieser Wert auf 4 Prozent, und in der Altersgruppe 55+ liegt er bei lediglich 1 Prozent.
Seit dem Inkrafttreten der entsprechenden EU-Verordnung im Jahr 2025 sind Echtzeitüberweisungen in den Euro-Ländern verpflichtend verfügbar. Die aktuelle Umfrage zeigt, dass Instant Payments seitdem von 52 Prozent der Befragten genutzt werden. Im internationalen Vergleich liegen insbesondere Frankreich und Irland über diesem Durchschnitt, während die Nutzung in den Nicht‑Euro‑Ländern geringer ausfällt:
Damit wird deutlich: Echtzeitüberweisungen haben sich bereits zu einem festen Bestandteil des europäischen Zahlungsverkehrs entwickelt.
Mit der Empfängerprüfung für SEPA-Überweisungen (Verification of Payee) wurde in den Euro-Ländern eine weitere Sicherheitsfunktion eingeführt. Die aktuelle Studie zeigt eine hohe Akzeptanz der Funktion: Im Länderdurchschnitt der Euro-Länder bewerten knapp 50 Prozent der Befragten diese als gut beziehungsweise nützlich und sehen darin einen zusätzlichen Sicherheitsgewinn.
Diese Länder zeigen sich an der Spitze der Befürwortung:
Bei Zahlungen zwischen Privatpersonen dominieren nach wie vor nationale mobile Bezahldienste. Beispiele sind Twint in der Schweiz (66 Prozent), MobilePay in Dänemark (92 Prozent) und in Finnland (61 Prozent), Swish in Schweden (86 Prozent) sowie Tikkie in den Niederlanden (71 Prozent).
In Ländern, in denen es keinen dominierenden nationalen „Champion” gibt, werden für Zahlungen unter Privatpersonen häufig weiterhin Bargeld und klassische Überweisungen genutzt.
Gleichzeitig zeigt die Studie: Der europaweite Zahlungsdienst Wero ist bereits in allen befragten Ländern bekannt und wird für Transaktionen zwischen Privatpersonen wahrgenommen. In Frankreich liegt der Anteil der Befragten, die Wero dafür nutzen, mit 19 Prozent am höchsten.

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage, an der zwischen dem 10. und 17. Dezember 2025 insgesamt 10.123 Personen in Österreich (1.000), der Schweiz (1.000), Deutschland (2.026), Dänemark (1.023), Finnland (1.009), Frankreich (1.052), Irland (1.001), den Niederlanden (1.003) und Schweden (1.009) teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die jeweilige Bevölkerung ab 18 Jahren.