Juli 2024

Über ein Drittel der Deutschen ist unzufrieden mit dem Schadensmanagement ihrer Versicherung. Dies ergab eine aktuelle BearingPoint Umfrage in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut YouGov. Fast die Hälfte der Betroffenen zieht aufgrund ihrer negativen Erfahrungen sogar einen Wechsel des Versicherers in Betracht.

Die Befragten erwarten von ihrem Versicherungsunternehmen im Ernstfall eine feste Ansprechperson. Ein weiterer Wunsch: Die Schadensabwicklung sollte so schnell erfolgen wie der Ball bei der aktuellen Fußball-Europameisterschaft rollt. Fast drei Viertel der Befragten sehen in der Europameisterschaft einen Anlass für vermehrte Versicherungsfälle.

Über ein Drittel zeigt sich unzufrieden mit Schadensabwicklung 

Zufriedenheit mit der Schadensabwicklung

  • Dabei erlebten 21 Prozent der Befragten in den vergangenen zwölf Monaten einen oder mehrere Schadensfälle, die von einer Versicherung abgedeckt wurden.
  • 18 Prozent der Betroffenen waren sehr unzufrieden mit der Abwicklung, 16 Prozent zeigten sich eher unzufrieden.
  • Das kann für Versicherer ernste Konsequenzen haben: 40 Prozent der Umfrageteilnehmer würden ihr Versicherungsunternehmen aufgrund unbefriedigender Erfahrungen wechseln.

Bei Naturkatastrophen erwarten Versicherte schnelle Hilfe

Im Schadensfall legen Kunden laut der Umfrage großen Wert auf schnelle Reaktionen ihrer Versicherung. Bei einem Unwetterschaden, etwa am eigenen Auto oder Haus, wären 32 Prozent der Befragten bereit, maximal zwei Wochen auf die Regulierung seitens des Versicherers zu warten. 30 Prozent erwarten eine Regulierung innerhalb einer Woche, und sieben Prozent würden sogar nur maximal drei Tage Wartezeit tolerieren.

Neben der Schnelligkeit ist für die Befragten vor allem der direkte Kontakt zu ihrem Versicherungsunternehmen von Bedeutung. Über drei Viertel legen im Schadensfall besonderen Wert auf eine feste Ansprechperson bei ihrem Versicherer. Für 47 Prozent ist eine solche Kontaktperson sehr wichtig, und 32 Prozent empfinden sie als eher wichtig.

Fast jeder Zehnte besitzt keinerlei Versicherungspolicen

Die Erhebung von BearingPoint und YouGov verdeutlicht zudem, welche Versicherungspolicen bei den Befragten besonders beliebt sind.

Die beliebtesten Versicherungspolicen 

  • 45 Prozent verfügen über eine eigenständige Hausratsversicherung ohne Gebäudeversicherung.
  • Ebenfalls weit verbreitet sind Kfz-Versicherungen mit Vollkasko (34 Prozent) und Teilkasko (23 Prozent) oder lediglich mit Haftpflicht-Police (22 Prozent).
  • 19 Prozent besitzen eine eigenständige Gebäudeversicherung, 18 Prozent eine private Zahnzusatzversicherung und 16 Prozent eine Lebensversicherung.
  • Überraschend: Neun Prozent der Befragten geben an, überhaupt keine Versicherungspolicen zu besitzen.

69 Prozent erwarten mehr Schadensfälle durch Fußball-EM

Die Häufigkeit, mit der Versicherungen in Anspruch genommen werden, wird nicht nur durch Umwelteinflüsse, sondern auch durch politische und gesellschaftliche Entwicklungen bestimmt. Sportliche Großereignisse bilden dabei keine Ausnahme. Die Mehrheit der Befragten rechnet damit, dass während der Fußball-Europameisterschaft 2024 die Anzahl der Versicherungsfälle in Deutschland steigen wird. Die Hauptgründe sehen sie in möglichem Vandalismus (47 Prozent), Diebstahl (33 Prozent) und Unfällen (29 Prozent).

Über die Umfrage

Für die Umfrage wurden zwischen dem 14. und 17. Juni 2024 im Auftrag von BearingPoint 2.088 Personen durch das Meinungsforschungsinstitut YouGov befragt. Diese Stichprobe ist bevölkerungsrepräsentativ nach Alter (ab 18 Jahren), Geschlecht und Region. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die Bevölkerung ab 18 Jahren in Deutschland.

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