Finanzdienstleistungen werden immer schneller. Das soll Privat- und Firmenkunden entgegenkommen, deren Bedürfnisse nun unmittelbar befriedigt werden. Doch herkömmliche Systeme und viele Lösungen von Geldhäusern können mit der rasanten Entwicklung kaum Schritt halten.

Zum Jahresende musste es schnell gehen bei der Europäischen Zentralbank (EZB). Denn noch im November 2019 startete das Target Instant Payment Settlement (TIPS). Der Service des Eurosystems für eine umgehende grenzüberschreitende Zahlungsabwicklung ist Teil des Single Euro Payments Area Instant Credit Transfer (SEPA SCT Inst) Schemes. Darüber können Verbraucher, Unternehmen und Behörden in den 34 Ländern des SEPA-Raums Zahlungen rund um die Uhr und an allen Tagen des Jahres in Aufrag geben und erhalten (siehe Beitrag Seite 46). Derzeit gilt eine Betragsgrenze von 15.000 Euro je Transaktion. Die Zahl der Geldhäuser in Deutschland, die Instant Payments anbieten, steigt nach Angaben von Christian Bruck, Partner bei der Management- und Technologieberatung BearingPoint, stetig. Eine uneinheitliche Entwicklung hingegen beobachtet der Experte für Zahlungsverkehr in der Bepreisung der Transaktionen. „Für normale Überweisungen wollen Privatkunden grundsätzlich nicht zusätzlich Geld entrichten“, weiß er. Soll eine Zahlung eilig durchgeführt werden, sei die Bereitschaf höher, einen Preis zu bezahlen. Doch da es auch Gratisangebote für sofortige Transfers gibt, stehen die Instant-Payment-Angebote im Retailsegment der Geldhäuser seit ihrer Einführung unter Kostendruck.

Lesen Sie den vollständigen Artikel "Der Zeit voraus sein" erschienen im Bankmagazin im Februar 2020.

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