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BearingPoint-Studie zeigt: Mangelnde digitale Talente sind die größte Herausforderung für Pharmaunternehmen auf dem Weg zum Kulturwandel

Frankfurt am Main, 24. September 2015 – Die Digitalisierung treibt ihre Wurzeln innerhalb der Gesellschaft in raschem Tempo und verändert dabei ganze Branchen und Geschäftsmodelle. Jedoch ist die Digitalisierungswelle in der Pharmaindustrie flacher als erwartet. Unternehmen brauchen Zeit, um die Vorteile der Digitalisierung zu erkennen und diese zu implementieren. Mangel an digitalen Talenten, Widerstand der Mitarbeiter, Entwicklung effektiver Prozesse und IT-Strukturen sowie eng gesteckte gesetzliche Regularien stellen die größten Herausforderungen für die Digitalisierung der Pharmaindustrie dar. Dies zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung BearingPoint unter 106 Branchenexperten. Die Studie bietet ein aktuelles Bild der Digitalisierung in verschiedenen Funktionsbereichen der Pharmabranche und weist darauf hin, wie Unternehmen den Nutzen digitaler Innovationen langfristig besser ausschöpfen können.

Digitalisierung in der Pharmaindustrie bedeutet vor allem einen kulturellen Wandel, der neue Arten der Zusammenarbeit, ein effektives und intensives Wissensmanagement sowie die Steigerung der Innovationskraft zusammenbündelt. Diese Transformation ist ohne Risiken nicht möglich. Jedoch ist der nächste Schritt zur Digitalisierung der Branche unabdingbar, um steigende Kundenerwartungen zu erfüllen und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Das ist aber ein langfristiger Prozess, der die Zukunft der Pharmaindustrie gestalten wird.

Ralf Dillmann, Partner Life Science bei BearingPoint

Stark unterschiedliche Reifegrade bei der Digitalisierung

Laut Studie sind die einzelnen Bereiche in Pharmaunternehmen recht unterschiedlich digital entwickelt, aber insgesamt besteht deutlicher Handlungsbedarf: Nur 35 Prozent der Befragten gaben an, dass ihre tägliche Arbeit von digitalen Innovationen beeinflusst wird. Weiterhin nutzen lediglich etwa 38 Prozent der Unternehmen digitale Tools, wie z.B. Cloud-, Big Data oder Crowd-Technologien. Vorreiter ist hierbei die Forschung & Entwicklung mit bereits 69 Prozent, während es vor allem im Bereich Supply Chain Management nur 36 Prozent sind. Digitale Innovationen werden der Studie zufolge aber in naher Zukunft einen starken Zuwachs erfahren. Zwei Drittel der Befragten sind der Meinung, dass sie innerhalb der nächsten drei Jahre von digitalen Innovationen in ihrem Arbeitsalltag beeinflusst sein werden. Diese Entwicklung gilt besonders für das deutlich ausbaufähige Supply Chain Management. Durch die Nutzung digitaler Tools wird es dann möglich sein, fehlerfreie und flexible Lieferantenmodelle zu entwickeln und zu implementieren. Die Entwicklung neuer, moderner Geschäftsmodelle und strategischer Allianzen, die aktive Förderung von Innovationsprozessen sowie die Konzeption und Umsetzung schlanker und flexibler Strukturen sind die wichtigsten digitalen Ziele für Pharmaunternehmen im Allgemeinen. Der Weg dorthin ist jedoch von diversen Herausforderungen geprägt.

Herausforderungen für Pharmaunternehmen in der digitalen Ära

Als zentrale Herausforderung im Transformationsprozess identifiziert die Studie mit 76 Prozent den Mangel an digitalen Talenten. Die Pharmaindustrie benötigt dringend Mitarbeiter mit umfassenden IT-Kenntnissen, Kreativität und einer Affinität zu neuen Technologien sowie einem stark ausgeprägten innovativen Denken. Dabei ist die professionelle Personalentwicklung mit umfangreichen Schulungsprogrammen und der Förderung von Wissensaustauch ein entscheidender Erfolgsfaktor.

Auch die zum Teil veralteten Geschäftsprozesse und -modelle müssen entsprechend in schlanke und flexiblere Strukturen überführt werden. Datenschutz und die Sicherung von Kundendaten ist dabei nur ein wichtiger Punkt. Die Herausforderung für erfolgreiche IT-Architekturen ist einerseits sie flexibel und agil zu gestalten, um schnell auf Marktveränderungen und Innovationen reagieren zu können (Fast IT). Anderseits muss die Stabilität des traditionellen IT-Managements sichergestellt sein (Core IT).

Befragt wurden 106 Branchenexperten zu ihren Erfahrungen und Erwartungen an die Digitalisierung der Pharmaindustrie. 42 Prozent der weltweiten Teilnehmer sind bei Unternehmen mit einem Umsatz von über 20 Milliarden Euro beschäftigt. Die gesamten Studienergebnisse können hier abgerufen werden: Digitalisierung im Life Science Markt – sind Sie darauf vorbereitet?

Über BearingPoint

BearingPoint Berater haben immer im Blick, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen permanent verändern und die daraus entstehenden komplexen Systeme flexible, fokussierte und individuelle Lösungswege erfordern. Unsere Kunden profitieren von messbaren Ergebnissen, wenn sie mit uns zusammenarbeiten. Wir kombinieren branchenspezifische Management- und Fachkompetenz mit neuen technischen Möglichkeiten und eigenen Produkt-Entwicklungen, um unsere Lösungen an die individuellen Fragestellungen unserer Kunden anzupassen. Dieser partnerschaftliche, ergebnisorientierte Ansatz bildet das Herz unserer Unternehmenskultur und hat zu nachhaltigen Beziehungen mit vielen der weltweit führenden Unternehmen und Organisationen geführt. Unser globales Beratungs-Netzwerk mit 9.700 Mitarbeitern unterstützt Kunden in über 70 Ländern und engagiert sich gemeinsam mit ihnen für einen messbaren und langfristigen Geschäftserfolg.

Weitere Informationen finden Sie unter www.bearingpoint.com und in der BearingPoint Toolbox: http://toolbox.bearingpoint.com

Pressekontakt

Alexander Bock
Manager Communications
Tel. +49 89 540338029

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