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Frankfurt am Main, 27. Oktober 2011 – Ein Jahr nach seiner Einführung wächst das Interesse der deutschen Unternehmen und Behörden am Einsatz des neuen Personalausweises. Heute bieten bereits 31 öffentliche Institutionen und Unternehmen Leistungen an, bei denen die sichere Identifizierung online mit dem Ausweisdokument erfolgt. „Der neue Personalausweis stellt im europäischen Raum eine Best Practice dar. Kein anderer Staat bietet bisher ein ähnlich effizientes und sicheres Konzept – Deutschland nimmt hier eine Vorreiterrolle ein“, sagt Alexander Schmid, Leiter des Kompetenzzentrums neuer Personalausweis und Partner bei BearingPoint (www.bearingpoint.com). Die deutsche Wirtschaft und die Verwaltung haben die Potenziale erkannt. Die Nachfrage nach innovativen Einsatzmöglichkeiten des Ausweisdokuments ist in den vergangenen Monaten deutlich angestiegen. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für Unternehmen, Einsatz- und Anwendungsmöglichkeiten des neuen Personalausweises zu überprüfen. Die Fragen und Ideen, die an uns herangetragen werden zeigen ganz deutlich: das Innovationspotential ist enorm“, so Schmid.

In der Wirtschaft setzt die Versicherungsbranche verbreitet auf das Konzept. Auch Banken sehen für Kunden verstärkt den Nutzen des neuen Personalausweises, zum Beispiel um ein Konto ohne zusätzliches Post-Ident Verfahren online zu eröffnen. Der Ausweis bietet Unternehmen neue Möglichkeiten, Service und Sicherheit für ihre Kunden zu verbessern und gleichzeitig Kosten zu reduzieren. „Die Entwicklung hat sich in den letzten Monaten dynamisiert. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, planen zunehmend mehr Unternehmen im Finanzbereich, ihren Kunden den Vertragsabschluss medienbruchfrei im Internet anzubieten“, sagt Alexander Schmid.

Gegenüber der Verwaltung können sich Bürger ein Jahr nach der Einführung heute bereits bei zehn Bundesbehörden, Kommunen, Städten und Gemeinden online ausweisen. So zum Beispiel bei der Deutschen Rentenversicherung: Wer den neuen Personalausweis besitzt, kann den Stand der eigenen Rente jederzeit im Internet abfragen. Was früher einen zeit- und kostenintensiven Prozess in der Verwaltung ausgelöst hat, wird nun medienbruchfrei und elektronisch direkt übertragen. Ähnliches bietet das Kraftfahrtbundesamt: Hier können Interessierte ihren aktuellen Punktestand online einsehen. „Das ist ein enormer Schritt für die Verwaltungsmodernisierung. Unzählige staatliche Datenbestände können den Bürgern durch die sichere Authentifizierung künftig online zugänglich gemacht werden. Die Bevölkerung profitiert von transparenteren Prozessen, mehr Bürgernähe sowie einem deutlichen Effizienz- und Sicherheitsgewinn,“ so Schmid. „Nach einem Jahr neuer Personalausweis steht in Deutschland eine neue, sichere Infrastruktur zur Authentifizierung im Internet zur Verfügung, die sowohl für die Wirtschaft und die Verwaltung, letztendlich aber vor allem für Bürger und Kunden Nutzen bietet.“

Zukunftsweisende Projekte für Wirtschaft und Verwaltung geplant

Der neue Personalausweis bietet in Summe zahlreiche Möglichkeiten für neue Geschäftsmodelle- und Prozesse. Das Spektrum der geplanten Maßnahmen ist breit: So werden die Anwendungen des neuen Personalausweises künftig auch über mobile Endgeräte nutzbar sein. Hier ist die IT-Wirtschaft gefordert: Softwareanbieter müssen die Online-Ausweisfunktion in ihre Systeme integrieren, Lesegeräte werden von den Herstellern zukünftig auch in Tastaturen und Notebooks integriert sein.

Open Government ist auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene auf dem Vormarsch. Auch im Bereich der politischen Partizipation eröffnet der neue Personalausweis Bürgern und Unternehmen mit der sicheren Online-Identität neue Möglichkeiten der Beteiligung. Erste Schritte geht die Stadt Berlin: Bürger sollen sich zukünftig mit dem neuen Personalausweis online für Bürgerbegehren registrieren können. Für die Verwaltung reduziert sich der bisherige Aufwand zur Verifikation der Unterschriften. Auch die Beteiligung von Anwohnern in staatlichen Großvorhaben wie zum Beispiel Flughafen- oder Bahnhofsbauten ist vorstellbar.

Auch De-Mail profitiert vom Konzept und konnte auf Basis der Authentifizierung mit dem neuen Personalausweis auf den Weg gebracht werden. Anders als herkömmliche E-Mails ermöglicht De-Mail den sicheren elektronischen Austausch rechtsgültiger Nachrichten und Dokumente. De-Mail und der neue Personalausweis schließen damit eine Sicherheitslücke für Bürger und Behörden beziehungsweise für Kunden und Unternehmen. Ab 2012 werden die ersten De-Mail-Provider ihre Dienste flächendeckend in Deutschland anbieten. Aktuell begleitet BearingPoint im Rahmen des im Bundesministerium des Innern (BMI) aufgesetzten Kompetenzzentrums „De-Mail für die deutsche Verwaltung“ 15 öffentliche Einrichtungen aus Bund, Land und Kommune bei der Umsetzung von De-Mail-Projekten.

 

Über BearingPoint

BearingPoint berät Unternehmen und Organisationen in den Bereichen Commercial Services, Financial Services und Public Services bei der Lösung ihrer dringendsten und wichtigsten Aufgaben. In enger partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit dem Kunden definieren BearingPoint-Berater anspruchsvolle Ziele und entwickeln Lösungen, Prozesse und Systeme entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dies bildet die Grundlage für einen außerordentlichen Beitrag zum Geschäftserfolg – und eine außergewöhnliche Kundenzufriedenheit. Seit der Übernahme durch seine Partner im Rahmen eines Management Buy-Out ist BearingPoint eine unabhängige Unternehmensberatung, die Unternehmertum sowie Management- und Technologiekompetenz auf einzigartige Weise vereint. Das Unternehmen beschäftigt rund 3.200 Mitarbeiter in 15 Ländern. Das Unternehmen hat europäische Wurzeln, agiert aber global. 
Für weitere Informationen: www.bearingpoint.com  

Pressekontakt

Mike Kronfellner
BearingPoint GmbH
Tel. +49 89 54033-7070
mike.kronfellner@bearingpoint.com

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