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Frankfurt am Main, 29. März 2019 – Zehn Jahre nach Beginn der Finanzkrise stellen die digitale Transformation, neue Marktteilnehmer und Geschäftsmodelle sowie veränderte wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen die Finanzbranche weiterhin vor große Herausforderungen. Um über etablierte Strukturen des Finanzsektors hinaus zu denken und Antworten auf die Herausforderungen auf dem Weg zum Finanzsektor 4.0 zu finden, haben sich rund 250 Experten zum zweiten Financial Services Summit der Management- und Technologieberatung BearingPoint in Frankfurt am Main getroffen.

„Wir glauben, es wäre sinnvoll, wenn sich der Finanzsektor etwas mehr an den Konzepten und Vorgehensweisen orientieren würde, die in der Industrie sehr erfolgreich im Einsatz sind“, sagte Dr. Robert Wagner, Leiter Financial Services bei BearingPoint, in seiner Eröffnungsrede. „Sparen alleine wird die Herausforderungen nicht lösen. Vielmehr müssen Innovation und der Mut, neue Wege zu beschreiten, an Stelle der schlichten Verbesserung bestehender Verfahren treten. Die Start-Ups wirken dabei als Katalysator und zeigen der Branche auf, was alles möglich ist.”

Dr. Andreas Dombret, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank a.D., zeichnete vor diesem Hintergrund beispielhaft fünf mögliche Szenarien für die Bankenbranche: die „bessere“ Bank, die „neue“ Bank, die „fragmentierte“ Bank, die „unsichtbare“ Bank und die Disintermediation. „Ausgangspunkt für die Entwicklung werden die Kundenbedürfnisse sein. Im zweiten Schritt ist die Reaktion der Finanzdienstleister auf diese Bedürfnisse entscheidend. Kooperationen und Fusionen können dabei eine wichtige Rolle spielen, indem sie die Effizienz erhöhen und Veränderungsprozesse beschleunigen“, so Dr. Dombret.

Im PowerTalk wurde über die Rolle von FinTechs und InsurTechs diskutiert. Welche neuen Geschäftsmodelle sind bereits in der Anwendung und wie disruptiv verändern neue Player die Branche? „Für uns ist es nicht relevant, eine komplette Bank eins zu eins nachzubauen“, erklärte Markus Gunter, CEO der N26 Bank. „Disruptiv zu sein heißt für uns, die Kundenbeziehung über Design und Technik für das Smartphone neu zu definieren und damit Bankfilialen obsolet zu machen.“ Dr. Christian Macht, Generalbevollmächtigter ELEMENT Insurance, erläuterte die Vorteile der Verringerung der Wertschöpfungstiefe für die Versicherungsbranche. „Mit der Auslagerung von Teilprozessen können Versicherer rascher und effizienter auf Marktbedürfnisse reagieren”, so Dr. Macht.

Gemeinsam mit den beiden Start-Up Vertretern diskutierten danach im Plenum noch Dr. Joachim von Schorlemer, Mitglied des Vorstands ING Deutschland, sowie Volker Steck, Vorstandsvorsitzender und CEO Helvetia Deutschland. „Wir haben bei uns alles konsequent auf die Kundenbedürfnisse ausgerichtet und dabei selbstverständlich auch unsere interne Organisation entsprechend aufgestellt”, so Dr. von Schorlemer auf die Frage zur Umsetzung der Digitalisierung in seinem Institut. Volker Steck resümierte: „Entscheidend ist, das Richtige für sich und seine Kunden aus der Digitalisierung herauszuholen.“

Europäischer Finanzmarkt: Der Brexit als Zäsur

Die Teilnehmer des Summits setzten sich auch mit politischen Rahmenbedingungen auseinander: Sie sprachen über aktuelle Entwicklungen wie den Brexit und die damit einhergehenden Auswirkungen auf die Banken- und Versicherungsbranche: „Es wäre naiv, zu verneinen, dass der Brexit die Finanzmärkte verändern wird. Daher muss die EU Antworten auf die Frage nach dem künftigen Profil des Finanzmarktes der EU 27 finden“, sagte Dr. Andreas Dombret.

Erfolgsgeschichten und Erfahrungswerte aus der Praxis

Zu den Schwerpunktthemen des Events zählte außerdem die Bedeutung zukunftsweisender Technologien wie Data & Analytics, Blockchain oder Robotics. Denn durch den Einsatz dieser innovativen Anwendungen ergeben sich neue Möglichkeiten für Banken und Versicherungen – aber auch bisher unbekannte Herausforderungen. Wie der Einsatz unterschiedlichster Technologien schon heute neue Geschäftsfelder eröffnet, erfuhren die Teilnehmer beim Financial Services Marketplace. BearingPoint-Experten und Kooperationspartner stellten anhand konkreter Use Cases Möglichkeiten und Chancen des Transformationsprozesses vor und diskutierten mit den Anwesenden, welche Schlussfolgerungen sie daraus für ihre eigene Unternehmensstrategien ziehen können.

Der Financial Services Summit

Der Summit wurde im Jahr 2017 von BearingPoint ins Leben gerufen, um ein exklusives Forum für den intensiven Erfahrungsaustausch zu strategischen Fragestellungen der Digitalisierung, Regulierung und Innovation für Entscheider aus Banken und Versicherungen zu schaffen.

Über BearingPoint

BearingPoint ist eine unabhängige Management- und Technologieberatung mit europäischen Wurzeln und globaler Reichweite. Das Unternehmen agiert in vier Bereichen: Consulting, Solutions, Business Services und Ventures. Consulting umfasst das klassische Beratungsgeschäft; Solutions fokussiert auf eigene Software-Lösungen für die Bereiche Digitale Transformation, Advanced Analytics und regulatorische Anforderungen; Business Services bietet Unternehmen Dienstleistungen auf Basis der Software-Lösungen; Ventures treibt die Finanzierung und Entwicklung von Start-ups voran. Zu BearingPoints Kunden gehören viele der weltweit führenden Unternehmen und Organisationen. Das globale Netzwerk von BearingPoint mit mehr als 10.000 Mitarbeitern unterstützt Kunden in über 75 Ländern und engagiert sich gemeinsam mit ihnen für einen messbaren und langfristigen Geschäftserfolg.

 

Weitere Informationen:

Pressekontakt

Alexander Bock
Manager Communications
Tel. +49 89 540338029

FS Summit 2019

FS Summit 2019

Auf dem zweiten Financial Services Summit diskutierten 250 Experten, wie es um die Digitalisierung und Transformation der Banken- und Versicherungsbranche zehn Jahre nach der Finanzkrise steht.