Frankfurt am Main, 21. Mai 2025 – KI verändert die Arbeitsweisen in Unternehmen. Ob die Einbindung gelingt, ist nicht allein eine Frage der Technologie, sondern hängt auch wesentlich von menschlichen und organisatorischen Faktoren ab. In der Studie „Von Sorgen zu Empowerment: Führungskräfte des mittleren Managements als Katalysatoren für die KI-basierte Transformation“ zeigt die Management- und Technologieberatung BearingPoint: Der wesentliche Erfolgsfaktor für erfolgreiche KI-basierte Transformationen liegt in der mittleren Führungsebene. Sie baut Brücken zwischen Vision und Umsetzung.

Genau diese wichtige Rolle der mittleren Führungsebene unterschätzen viele Unternehmen bei ihren KI-Initiativen. Die Studie zeigt, dass Beschäftigte sich Sorgen darüber machen, wie sich KI auf ihre individuellen Rollen auswirkt – mit dieser Haltung fällt es ihnen schwer, KI als Wegbereiter zu sehen. Das führt zu Herausforderungen bei der KI-Transformation. Um diese Herausforderungen zu bewältigen und die Beschäftigten ins Boot zu holen, müssen Unternehmen das mittlere Management in die Lage versetzen, die KI-Integration effektiv zu steuern.

Tobias Liebscher, Partner und Leiter People & Strategy bei BearingPoint

Die KI-basierte Transformation erfordert einen Mentalitätswandel auf allen Ebenen. Damit sie echten Wert generieren kann, müssen Unternehmen die mittlere Führungsebene mit den richtigen Werkzeugen ausstatten und unterstützen. Wenn sie in die Entwicklung von Führungskräften, Neugestaltung der Rollen, KI-Kompetenzen und strukturiertes Change Management investieren, kann die KI-basierte Transformation zu nachhaltigen Vorteilen führen.

Tobias Liebscher, Partner und Leiter People & Strategy bei BearingPoint

Die entscheidende Rolle des mittleren Managements

Der Studie zufolge können Führungskräfte im mittleren Management vor allem in vier Bereichen wesentlich zum Erfolg der KI-Einführung beitragen.

1. Personal strategisch planen

KI wird Rollen und Zuständigkeiten im Arbeitsleben verändern. Dank ihrer Positionierung im Unternehmen haben Führungskräfte des mittleren Managements den besten Überblick darüber, welche Fachkräfte künftig gebraucht werden, welche Kompetenzen noch fehlen und was sich organisatorisch verändern muss – Informationen, die für die Entscheidungen in HR und Unternehmensleitung von größtem Wert sind. Ohne strategische Personalplanung riskieren Unternehmen Ineffizienzen und Produktivitätsverluste und möglicherweise den Widerstand ihrer Beschäftigten.

2. Reverse-Mentoring-Programme nutzen

Laut der Studie ist die KI-Akzeptanz bei jüngeren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am höchsten, ihnen fehlt es jedoch an strategischer Ausrichtung. Durch die Kombination der Agilität jüngerer mit der Führungserfahrung des mittleren Managements schaffen Unternehmen eine Innovationskultur und stellen sicher, dass KI in Geschäftsprozessen effektiv eingesetzt wird.

3. KI-Kompetenzen fördern und Ängste abbauen

KI-Schulungen sollten sich nicht allein mit Werkzeugen befassen, sondern auch für Verständnis sorgen, Unsicherheiten abbauen und einen verantwortungsvollen Umgang mit KI fördern. Wenn es darum geht, den einzelnen Teams Zugänge zu eröffnen und ihnen die Bedeutung von KI zu vermitteln, ist das mittlere Management von zentraler Bedeutung.

Die Studie betont, dass technische Schulungen nicht ausreichen, um KI-Kompetenz aufzubauen. Damit die Wirkungszusammenhänge von KI keine Blackbox bleiben, sollten Unternehmen Einblicke in die Technologie und deren Funktionsweise geben – und darüber hinaus ihren ethischen Einsatz und ihre Grenzen thematisieren. Diese Transparenz erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Beschäftigten den Entscheidungen der KI vertrauen. Zu guter Letzt geht es darum zu erklären, wie wichtig Daten sind und wie man sie richtig einordnet, um sie zu verbessern und zu nutzen.

4. Schwerpunkt auf anspruchsvollere Aufgaben verlagern

Je mehr repetitive Aufgaben die KI übernimmt, desto größer wird der Spielraum für das Management, sich auf Strategie, Führung und die Entwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu konzentrieren. Damit dieser Wandel möglich wird, muss die mittlere Führungsebene ihre Rolle neu verstehen. Der Studie zufolge wird generative KI etwa 43 % der Standardaufgaben von Managerinnen und Managern verändern: Ungefähr 19 % der Tätigkeiten lassen sich mit generativer KI ergänzen, etwa 24 % automatisieren.

68 % der befragten Unternehmen gaben an, KI habe bei ihnen bereits zu Effizienzsteigerungen geführt. Ohne klare Vorgaben fällt es Managerinnen und Managern auf der mittleren Führungsebene allerdings schwer, die frei gewordene Zeit für anspruchsvollere Aktivitäten wie strategische Planung, Talententwicklung und funktionsübergreifende Zusammenarbeit zu nutzen.

Klare Strategie erforderlich

64 % der befragten Unternehmen bieten bereits KI-Schulungen an – aber nur 35 % verfügen über strukturierte Change-Management-Programme, um die Einführung von KI in großem Umfang zu

koordinieren und zu begleiten. Hier sieht BearingPoint dringenden Handlungsbedarf: Ohne angemessene Unterstützung besteht die Gefahr, dass die KI-Implementierung ins Stocken gerät oder die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht mitziehen. Führungskräfte auf der mittleren Ebene sollten hier strukturiert vorgehen, um einen effektiven Umstellungsprozess zu moderieren.

KI wird Führung nicht ersetzen, sondern neu definieren

Die Rolle des mittleren Managements entwickelt sich weiter. Laut BearingPoint werden diese Führungskräfte bei der Einführung von KI zum Motor: Sie stellen sicher, dass KI effektiv und ethisch korrekt in die Abläufe eingebunden wird und sowohl den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch dem Unternehmen Vorteile bringt.

KI wird Führungsrollen nicht überflüssig machen, sondern neu definieren. Aufgabe der mittleren Führungsebene wird es sein, als Change Agents die Anpassungsfähigkeit und Zusammenarbeit zu fördern. Unternehmen, die in die KI-Kompetenzen ihrer mittleren Managementebene investieren, legen den Grundstein dafür, dass ihre Belegschaft keine Angst vor KI hat, sondern sie motiviert annimmt.

Lucia Daub, Director und Expertin People Excellence bei BearingPoint

Kritische Stimmen behaupten, KI-basierte Automatisierung würden Rollen im mittleren Management entbehrlich oder gar überflüssig machen. Das Gegenteil ist der Fall. KI ersetzt Führung nicht, sondern verdichtet und definiert sie neu. Die mittlere Führungsebene fungiert als Brücke zwischen der Unternehmensleitung und der Belegschaft, um eine erfolgreiche Einführung von KI zu gewährleisten. Mit den richtigen Investitionen in strategische Personalplanung, Personal- und Führungskräfteentwicklung, KI-Kompetenzen und Veränderungsmanagement wird KI zum leistungsstarken Wachstumsmotor – und zum Wettbewerbsvorteil. Unternehmen, die das verstehen, steigern das menschliche Potenzial, statt es zu ersetzen.

Lucia Daub, Director und Expertin People Excellence bei BearingPoint

Über die Studie

Die Studie „Von Sorgen zu Empowerment: Führungskräfte aus dem mittleren Management als Katalysatoren für die KI-basierte Transformation“ beruht auf einer Umfrage, die BearingPoint im März 2025 unter mehr als 300 Führungskräften in Europa und den USA durchgeführt hat. Darüber hinaus hat BearingPoint 58 Stellenbeschreibungen von etwa 1.000 Positionen im mittleren Management verschiedener Unternehmen analysiert, um besser zu verstehen, wie sich KI auf ihre routinemäßigen Managementaufgaben auswirkt.

Die vollständige Studie ist verfügbar unter: „Von Sorgen zu Empowerment: Führungskräfte des mittleren Managements als Katalysatoren für die KI-basierte Transformation“

Über BearingPoint

BearingPoint ist eine unabhängige Management- und Technologieberatung mit europäischen Wurzeln und globaler Reichweite. Das Unternehmen agiert in drei Geschäftsbereichen: Consulting, Products und Capital. Consulting umfasst das klassische Beratungsgeschäft mit dem Dienstleistungsportfolio People & Strategy, Customer & Growth, Finance & Risk, Operations sowie Technology. Im Bereich Products bietet BearingPoint Kunden IP-basierte Managed Services für geschäftskritische Prozesse. Capital deckt die Aktivitäten im Bereich M&A, Ventures, und Investments von BearingPoint ab.

Zu BearingPoints Kunden gehören viele der weltweit führenden Unternehmen und Organisationen. Das globale Netzwerk von BearingPoint mit mehr als 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstützt Kunden in über 70 Ländern und engagiert sich gemeinsam mit ihnen für einen messbaren und langfristigen Geschäftserfolg.

BearingPoint ist eine zertifizierte B Corporation, die hohe soziale und ökologische Standards erfüllt. 

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Alexander Bock
Senior Manager Communications
Tel. +49 89 540338029

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