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Nachhaltigkeit in der Betreuung von arbeitsunfähigen Versicherten im Rahmen eines strukturierten Fallmanagements kann noch deutlich gesteigert werden

Frankfurt am Main, 31. Mai 2012 – Die Häufigkeit von Arbeitsunfähigkeit nimmt zu - dieser bereits im letzten Jahr zu beobachtende Trend lässt sich nach Auswertung von Daten mehrerer Krankenkassen auch in der ersten Jahreshälfte 2012 weiter feststellen. Zwar liegen die Krankheitsquoten bei vielen Krankenkassen grundsätzlich im ersten Quartal eines Jahres höher, dennoch lässt sich auch im Jahresvergleich eine Steigerung festhalten; aktuelle Gesundheitsreports von Krankenkassen belegen diese Ermittlung. Für das Jahr 2012 kann diese Entwicklung bereits ein erster Indikator für höhere Kosten beim Krankengeld sein. Zudem wurden in den Vorjahren in vielen Branchen höhere Tarifabschlüsse vereinbart, die sich nun auch auf die Höhe des zu zahlenden Krankengeldes auswirken.

Die Zunahme an Arbeitsunfähigkeit ist nahezu in allen Branchen, wie dem Baugewerbe, dem Transport oder der öffentlichen Verwaltung vergleichbar ausgefallen. Zu den häufigsten Ursachen gehören weiterhin Muskel-/Skeletterkrankungen und Erkrankungen der Atemwege. Die Steigerung des Anteils an psychischen Erkrankungen/Verhaltensstörungen hat weiter angehalten.

Für die Krankenkassen bedeuten diese Trends, dass sie ihre Aktivitäten in der Betreuung krankheitsbedingt arbeitsunfähiger Versicherter weiter verstetigen und optimieren müssen. Diese Anstrengung und Notwendigkeit wird in den kommenden Jahre durch den demografischen Wandel noch verstärkt. Zwar wurde der demografische Wandel in den letzten Wochen häufig im Zuge der Sicherung einer wohnortnahen Betreuung durch Haus- und Fachärzte thematisiert, die Steigerung des Durchschnittsalters der Beschäftigten erfordert jedoch in den kommenden Jahren auch eine stringente und nachhaltige Betreuung der Versicherten durch ein gezieltes Fallmanagement, da die Arbeitsunfähigkeitsquoten mit Zunahme des Alters der Beschäftigten deutlich ansteigen werden.

Ein Blick zurück: Die Auswertungen hinsichtlich der Ergebnisse zu Fehlzeiten infolge von Krankheit zeigen deutlich, dass sich die Ursachen für die Arbeitsausfälle nicht wesentlich verschieben; eine Ausnahme bildet die Zunahme psychischer Erkrankungsbilder. Die am häufigsten dokumentierten Einzeldiagnosen sind in den vergangenen Jahren relativ stabil geblieben. Auffällig ist jedoch, dass die Maßnahmen und Aktivitäten der Krankenkassen im Fallmanagement häufiger geändert werden und die Bedeutung des Krankengeldfallmanagements erst im Laufe eines Geschäftsjahres wieder an Bedeutung gewinnt, wenn die „Zahlen nicht stimmen“.

Viele Krankenkassen haben in der Vergangenheit die Priorität in der Betreuung der arbeitsunfähigen Versicherten im Laufe eines Jahres geändert. „Um den Erfolg der Kostensteuerung durch intelligentes Fallmanagement zu steigern und auch die Wirtschaft durch Arbeitsausfälle zu entlasten, müssen sie konsequenter agieren“, kommentiert Tobias Liebscher, Partner bei BearingPoint. Für die Nachhaltigkeit ist eine intensive Kommunikation der Führungskräfte mit den Fallmanagern notwendig; begleitet werden sollten diese Maßnahmen durch ein Aktivitäten- und Kennzahlencontrolling. Zudem erweisen sich fortlaufende Übungen von Praxisbeispielen und Training der Fallmanager als zielführend für die zügige Lösung von Fragestellungen (z.B. Wiedereingliederung). „Die Versicherten werden diese Hilfen als Service empfinden und danken. Die Krankenkassen ihrerseits sichern ihre Ertragskraft durch Kostensteuerung und unterstützen zudem die Wirtschaft bei der Vermeidung von Arbeitsausfällen“, so Tobias Liebscher.

Über BearingPoint

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Für weitere Informationen: www.bearingpoint.com

Pressekontakt

Alexander Bock
Manager Communications
Tel. +49 89 540338029

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