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Branchenentscheider diskutieren Umfrageergebnisse der Unternehmensberatung BearingPoint zu Beschaffung, Abnahme und Lieferung von Schienenfahrzeugen

Frankfurt am Main, 9. Februar 2015 – Eine aktuelle Umfrage der Management- und Technologieberatung BearingPoint zeigt, dass sowohl Eisenbahnunternehmen als auch Hersteller von Schienenfahrzeugen in Europa eine intensivere Zusammenarbeit und mehr Transparenz über alle Phasen des Produkt-Lebenszyklus hinweg wünschen. Ihr gemeinsames Ziel: die Planung und termingerechte Auslieferung von Schienenfahrzeugen zur Stärkung des Verkehrsträgers „Bahn“ insgesamt zu optimieren. Hierfür wurden in der Umfrage die wesentliche Schnittstellen identifiziert, die eine engere Zusammenarbeit im Schienenfahrzeug-Management erfordern: vollständiger Austausch von Dokumentationen, bessere Kommunikation unter den Beteiligten, komplette Betrachtung der Lebenszykluskosten und mehr Standardisierung von Schienenfahrzeugen und ihrer Komponenten.

Unsere Studie macht deutlich: Beide Seiten setzen auf neue Formen der Zusammenarbeit, und an erster Stelle stehen Offenheit und Transparenz. Das ist besonders für Hersteller eine Kehrtwende. Denn die Branchenakteure stehen in starker Konkurrenz zueinander und halten ihre Entwicklungsschwerpunkte bis dato streng unter Verschluss.

Ralf Stenger, Director bei BearingPoint

Diese überraschenden Ergebnisse diskutierten Branchen-Entscheider am 28. Januar im Rahmen eines BearingPoint-Roundtables auf Schloss Bensberg.

Es gibt noch viele Möglichkeiten, die im Rail Sektor unbedingt erforderlichen Innovation zu verbessern, aber es ist eine Frage der Kultur des Top-Managements, das zu verwirklichen.

Alain Bullot, Managing Director Fer de France

Die Zusammenarbeit kann uns zu obligatorischen Innovationen führen.

Juergen Mues, Board Member SBB Cargo

Beim Roundtable wurden verschiedene Wege hin zu mehr Kooperation diskutiert.

Projektmanagement-Methoden wie Obeya fördern die Zusammenarbeit. Mit diesem Ansatz ist es uns gelungen, das internationale Projektteam näher zusammenzuführen und die Auslieferungszeit um 25% zu verkürzen.

Guillaume Nicolas, Project Planning Manager Alstom

Indem wir uns auf standardisierte Komponenten in unseren Zügen konzentrieren, erhöhen wir die Zuverlässigkeit und Kosteneffizienz.

Lilian Meyer, Head of Global Light Rail Platforms bei Siemens Transportation

In Zukunft mehr Kooperation zu erwarten

Laut Umfrage arbeiten mehr als 95 Prozent der Eisenbahnunternehmen und Hersteller zurzeit mit klassischem Projektmanagement. Insgesamt plant die Hälfte der Befragten aber für die Zukunft eine gemeinschaftliche Projektarbeit. Die Teilnehmer sind sich darin einig, dass Projekte nur so im gesetzten Zeit- und Budgetrahmen erfolgreich abgeschlossen werden können.

Hersteller wünschen sich Verbesserungen in der Zusammenarbeit mit Eisenbahnunternehmen vor allem in den Life-Cycle-Phasen bis zur Auslieferung. Mehr als 70 Prozent beklagen mangelnde Kommunikation in der Beschaffungsphase. Auch der geringe Grad an Standardisierung macht den Fahrzeugbauern zu schaffen. Mehr als drei Viertel der Eisenbahnunternehmen wiederum bemängeln Probleme bei der Verfügbarkeit von einzelnen Ersatzteilen und Komponenten.

In der Bauphase kämpfen Hersteller mit undurchsichtigen Prozessen, aber auch mit dem Handling von Zweit- und Drittzulieferern. Für mehr als 70 Prozent der Befragten auf beiden Seiten ist zudem das Management von Änderungsanfragen problematisch. Während der Abnahme beklagen Hersteller vor allem Mängel in der Dokumentation. Die After-Sales-Phase ist wiederum für die befragten Eisenbahnunternehmen problematisch: Sie kritisieren Abweichungen von vereinbarten Service-Levels und unklare Make-or-Buy-Richtlinien.

Dabei kann die Digitalisierung eine bessere Zusammenarbeit ermöglichen.

Digitale Technologien können das integrierte Projektmanagement zwischen allen Beteiligten auch in komplexen Projektlandschaften unterstützen. Dies ermöglicht ein gemeinsames Konstruieren und Testen sowie das Teilen der gemeinsamen Aufgaben zwischen den beteiligten Partnern. Mit visuellem Management können zudem auch Lean-Prinzipien in multi-nationalen und Lieferanten-Teams geteilt werden.

Donald Wachs, Partner bei BearingPoint

Die gesamten Studienergebnisse können angefragt werden bei Alexander Bock, alexander.bock@bearingpoint.com

Über die Studie

Für die Studie hat die Unternehmensberatung BearingPoint im Oktober und November 2014 insgesamt 40 Vertreter von Eisenbahnunternehmen und Führungskräfte von Herstellern und Zulieferern von Schienenfahrzeugen in Europa befragt, hierunter Entscheider aus den Abteilungen Konstruktion, Wartung und Instandhaltung, Beschaffung und Finanzen. Im Zentrum stand die Frage, wie Eisenbahnunternehmen und Hersteller die Zusammenarbeit in den verschiedenen Phasen des Produkt-Lebenszyklus bewerten, wie das Projektmanagement verbessert werden kann und welche Potentiale und Hindernisse für eine intensivere Zusammenarbeit auf beiden Seiten bestehen.

Über BearingPoint

BearingPoint Berater haben immer im Blick, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen permanent verändern und die daraus entstehenden komplexen Systeme flexible, fokussierte und individuelle Lösungswege erfordern. Unsere Kunden, ob aus Industrie und Handel, der Finanz- und Versicherungswirtschaft oder aus der öffentlichen Verwaltung, profitieren von messbaren Ergebnissen, wenn sie mit uns zusammenarbeiten. Wir kombinieren branchenspezifische Management- und Fachkompetenz mit neuen technischen Möglichkeiten und eigenen Produkt-Entwicklungen, um unsere Lösungen an die individuellen Fragestellungen unserer Kunden anzupassen. Dieser partnerschaftliche, ergebnisorientierte Ansatz bildet das Herz unserer Unternehmenskultur und hat zu nachhaltigen Beziehungen mit vielen der weltweit führenden Unternehmen und Organisationen geführt. Unser globales Beratungs-Netzwerk mit 9.200 Mitarbeitern unterstützt Kunden in über 70 Ländern und engagiert sich gemeinsam mit ihnen für einen messbaren und langfristigen Geschäftserfolg.

Weitere Informationen finden Sie unter www.bearingpoint.com und in der BearingPoint Toolbox: http://toolbox.bearingpoint.com

Pressekontakt

Alexander Bock
Manager Communications
Tel. +49 89 540338029

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