Studie: Die Durchdringung von BIM als kooperative Arbeitsmethodik ist derzeit gering.

Um den Digitalisierungsgrad im Real Estate Management zu ermitteln, wurde eine Studie unter verschiedenen Akteuren der Immobilienwirtschaft durchgeführt. Die Ergebnisse erstaunen teilweise. 

Wird die kooperative Arbeitsmethodik BIM (Building Information Modeling) in Unternehmen eingesetzt, geschieht dies vor allem in den Bereichen „Bauablaufplanung und Bauleitung“, „Ausschreibung und Vergabe“ sowie „Controlling und Projektmanagement“. Bei knapp unter 30 Prozent ist BIM dagegen kein Teil des Arbeitsalltags.

Steiniger Weg von der Strategie zur operationellen Umsetzung

Die Studienergebnisse zeigen im Kern, dass bei knapp 70 Prozent der Befragten zwar eine BIM-Strategie im Unternehmen existiert, allerdings werden die strategischen Ziele noch nicht operationell umgesetzt!

Die Durchdringung von BIM als kooperative Arbeitsmethodik ist derzeit gering. Dies zeigt sich unter anderem an folgenden Studienergebnissen:

  • Obwohl sich die Hälfte der Teilnehmer als gut oder sehr gut ausgebildet einschätzt, nannten sie Wissens- und Ausbildungsdefizite als Hauptgrund, warum BIM in ihrer Organisation nicht eingesetzt wird, weiterhin schätzen 67 Prozent der Teilnehmer den BIM-Schulungsbedarf in ihrer Organisation als hoch oder sehr hoch ein.
  • Erstaunlicherweise wurden fehlende Anwendungsfälle als dritthäufigster Grund für den Nicht-Einsatz von BIM genannt. 
  • Die Verantwortung für die BIM-Datenqualität obliegt zu einem Drittel jedem Mitarbeiter selbst. Dies lässt darauf schließen, dass übergeordnete Datenmanagementprozesse nicht implementiert sind.
  • PDF is King? Bei einem Großteil der befragten Unternehmen existieren keine Austauschformate, die der BIM-Methodik entsprechen. So betrugen die klassischen BIM-Austauschformate IFC und COBie nur 1/5 aller Nennungen, erstaunlicherweise wurden drei Mal so häufig Ausdruck/Hardcopy und PDF als Austauschformate benannt.

Mehrwertdienste bei BIM erkennbar

Ca. 80 Prozent der befragten Personen können Mehrwertdienste bei BIM erkennen, dabei vor allem bei der Verbesserung der Datenqualität und des Datenmanagements

BIM-Ausblick und Handlungsempfehlungen

Die Grenze zwischen traditionellen CAFM-Systemen und BIM-basierten Informationsmodellen wird sich immer mehr auflösen. BIM wird zukünftig als integrierte Plattform die Informationsbedürfnisse von Bauherren, Betreibern, Nutzern und Dienstleistern gleichermaßen erfüllen. Auf Basis der ermittelten Ergebnisse geben wir folgende Handlungsempfehlungen

  • Facility Management-Anforderungen bereits aktiv in der Planungsphase einbringen.
  • Das volle Potenzial mittels neuer Softwarelösungen ausschöpfen, die den digitalen Zwilling in den Mittelpunkt stellen. 
  • Abläufe im Real Estate Management mittels smarter Algorithmen und Machine Learning optimieren. 

Die ausführlichen Studienergebnisse erhalten Sie im Downloadbereich. Für Fragen zur Studie und zum Austausch zu BIM und Real Estate Management stehen wir Ihnen sehr gerne zur Verfügung: bim@bearingpoint.com.  

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