Unsere aktuelle Studie bietet eine umfassende Bestandsaufnahme zum Stand der Nutzung von Distributed Ledger Technologie (Blockchain) in der öffentlichen Verwaltung in Deutschland. Sie identifiziert und analysiert erstmalig die über 50 verschiedenen Blockchain-Vorhaben der drei Verwaltungsebenen Bund, Land und Kommune und bewertet diese nach ihren Reifegraden.

Fünf wesentliche Erkenntnisse der Studie:

Kein Schreckgespenst mehr

Zunächst einmal ist festzustellen, dass die Blockchain-Technologie als wichtiges Thema inzwischen bei vielen Bundes- und Landesbehörden angekommen ist. Viele Behörden sind sich der Bedeutung dieser Technologie bewusst und haben sich dem wichtigen Zukunftsthema angenommen, um eigene Leistungsangebote zukunftsorientiert ausrichten zu können. Für den Bund und die Länder konnten insgesamt 52 Vorhaben und Diskussionen identifiziert werden.

Viele Ideen, aber kaum Umsetzung

Von den 52 Projekten in Bund und Ländern befinden sich 31 derzeit noch in der Planungsphase. Der Sprung von der Idee und einer ersten Konzeption zu einem Piloten oder gar zu einem live geschalteten, für Bürgerinnen und Bürger erreichbaren System liegt noch weit in der Zukunft. Der Reifegrad aller betrachteten Projekte und Vorhaben liegt bei einer 10-stufigen Skala aktuell bei einem rechnerischen Mittelwert von lediglich 2,42. Machbarkeitsstudien liegen vor, Fachkonzepte für eine weitere Umsetzung in der Praxis stehen im Durchschnitt noch aus.

Drei große Themenblöcken

Der Nutzen von Blockchain in der öffentlichen Verwaltung wird übergreifend vor allem in einer automatisierten Verifizierbarkeit von Identitäten sowie in der Manipulationssicherheit und schnellen Verfügbarkeit von Daten erwartet.

Keine unüberwindbare Wand

Die Herausforderungen werden nicht ignoriert, sondern klargesehen und konzentriert adressiert. Kulturell wird die größte Herausforderung in einem fehlenden Grundverständnis zum Nutzen der Technologie gesehen. Organisatorisch besteht die größte Herausforderung darin, dass die Reife der Technologie noch nicht ausreicht für eine Entscheidung zum Wechsel oder zum Aufbau eines Verfahrens auf der Plattform einer Blockchain. Mit Blick auf den Haushalt stellt ein nicht klar erkennbarer Business Case die größte Herausforderung dar.

Das Rad muss nicht neu erfunden werden

Aus den umfangreichen Erfahrungen der verschiedenen Blockchain-Projekte lassen sich eine Lernkurve und Orientierung mit Good Practices für die zukünftigen Vorhaben in der öffentlichen Verwaltung gewinnen.
 

Mit diesen Erkenntnissen bietet die Studie einen guten Einstieg für Behördenleitungen, die Nutzung von Blockchain auch in weiteren Geschäftsprozessen der Verwaltung zu prüfen.

Weitere Informationen sowie Handlungsempfehlungen finden Sie in unserer Management Summary und in der Infografik. Diese stehen Ihnen im Downloadbereich zur Verfügung.

Die komplette Studie wird zum Ministerialkongress 2020 veröffentlicht. Im Nachgang wird die ausführliche Version hier auf dieser Webseite zur Verfügung stehen.

Bei Fragen rund um das Thema „Blockchain in der öffentlichen Verwaltung“ können Sie sich gerne an unser Blockchain-Team unter blockchain-ps@bearingpoint.com wenden.

Wünschen Sie weitere Informationen?

Wenn Sie mehr über diese Publikation erfahren möchten, wenden Sie sich bitte an unsere Experten, die gerne von Ihnen hören.

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