November 2020

Die Corona-Pandemie hat eine globale Konjunkturkrise ausgelöst, auch die deutsche Wirtschaftsleistung brach massiv ein. Die Bundesregierung hat ein mehr als 130 Milliarden schweres Konjunkturprogramm auf den Weg gebracht, um die Krise zu überwinden. Eine weitere Förderung der Elektromobilität ist ein Teil davon.

 

Die Verkäufe von E-Fahrzeugen steigen zwar weltweit stark an, doch insbesondere in Deutschland sind elektrisch betriebene Neuwagen noch die Ausnahme. Mehr als neun von zehn (91 Prozent) aller verkauften Neuwagen im Jahr 2019 waren mit Benzin- oder Dieselmotoren angetrieben. Lediglich 1,8 Prozent der Verkäufe hierzulande waren rein elektrische Fahrzeuge – sogenannte Battery Electric Vehicle (BEV). Das zeigte bereits unsere Marktübersicht „Electric Market Overview 2020“.

Wirkung der Innovationsprämie in Deutschland

Unsere Empfehlungen zur Elektromobilität

Produktionskapazitäten für Elektromobilität (BEV und PHEV) auch in der benötigten Menge bereitstellen

Aktuell kann für einige Modelle das Kundeninteresse nicht oder nur mit sehr langen Lieferzeiten gedeckt werden.

Reichweiten von Elektrofahrzeugen erhöhen

Heute passen tatsächliche und theoretische Reichweite oft nicht zusammen. Wenn BEVs nicht nur von einzelnen Enthusiasten und als Zweitfahrzeug gefahren werden sollen, kann eine größere Reichweite helfen, psychologische Hürden bei der Kaufentscheidung abzubauen.

Digitalisierung der Fahrzeuge

Angefangen von der Möglichkeit, das Fahrzeug mittels Software-Updates ohne Werkstattbesuch (SOTA - Software-over-the-Air) jederzeit individuell mit Sonderausstattung bzw. Leistungspaketen zu versehen, bis hin zum autonomen Fahren entwickeln sich digitale Produktmerkmale zunehmend mehr zum Wettbewerbsvorteil. Hier darf Deutschland den Anschluss nicht verlieren.

Digitalisierung der Unternehmen

Die Digitalisierung unternehmensinterner Wertschöpfungsprozesse bietet große Potenziale, um interne Kosten drastisch zu senken und völlig neue Effizienzpotenziale zu erschließen. Ähnlich wie bei der Digitalisierung des Fahrzeugs entscheidet sich auch auf der Ebene der internen Unternehmensabläufe, wer künftig als Gewinner oder Verlierer der digitalen Transformation hervorgehen wird.

Geschäftsmodelle anpassen

Kein Unternehmen in der Branche kann das Thema Elektromobilität und die damit ein Stück weit auch einher gehende zukünftige Transformation der Mobilität mehr ausblenden. Jeder Hersteller, jeder Zulieferer und jeder Dienstleister in der Automobilindustrie muss sein Geschäftsmodell hinterfragen und anpassen.

Der Einfluss der Elektromobilität geht jedoch noch weit über die Automobilindustrie hinaus. Auch in der Energiewirtschaft, die dadurch zunehmend mehr ein relevanter Mitspieler in der zukünftigen Mobilität wird, müssen Geschäftsmodelle neu gedacht
werden. Innovative Lösungen rund um die Infrastruktur sind nötig, damit ein wachsender Marktanteil batteriebetriebener Fahrzeuge mobil bleibt. Langfristig hängt auch die Verkehrswende mit der Elektromobilität und dem damit einhergehenden Wandel der Automobilindustrie zu neuem, innovativem Denken zusammen, auch wenn das noch ein längerfristiges Thema ist. Wahrscheinlich dauert es hier noch bis zur Marktreife des autonomen Fahrens als wirklichem „Game Changer“ der Mobilität der Zukunft.

Für die Politik ist heute aber bereits der richtige Zeitpunkt, mit klaren Leitplanken Vorgaben zu machen, wenn die Umsetzung langfristig gelingen soll. 

Das komplette Paper des Handelsblatt Research Institut (HRI) und BearingPoint mit Hintergrundmaterial, Statistiken und vielen weiteren Informationen steht Ihnen im Downloadbereich zur Verfügung.

 

  • Konjunkturprogramm unter der Lupe - Innovationsprämie E-Mobilität 275.3 KB Download

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Digitale Transformation in der Automobilindustrie – wir bieten Lösungsansätze für die Herausforderungen der Zukunft
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