Der Klimaschutz ist ein wesentlicher Treiber für Veränderungen im Mobilitätsbereich. EU-Richtlinien zu CO2-Emissionen machen Anpassungen bei den Automobilherstellern erforderlich. Dies betrifft insbesondere die Antriebsform. Der Verbrennungsmotor auf Basis von Benzin und Diesel – jahrzehntelang die dominierende Antriebsform – hat mit Blick auf den Klimaschutz ausgedient. Offen ist die Geschwindigkeit der Ablösung.

In den kommenden Jahren wird sich aufgrund der verstärkten Anstrengungen im Bereich des Klimaschutzes der Mobilitätsbereich stark wandeln. Alternative Antriebsformen stehen dabei im Mittelpunkt dieses Wandels. Wenngleich es durchaus verschiedene Alternativen zu klassisch befeuerten Otto- und Dieselmotoren gibt, hat sich aktuell in vielen Ländern de facto die Elektromobilität als dominierende alternative Antriebsform durchgesetzt. Dieser Eindruck ergibt sich beispielsweise bei einem Blick auf die dynamischen
Zuwächse von batterieelektrischen Fahrzeugen oder auch Hybrid-Fahrzeugen in den monatlichen Zulassungsstatistiken.

Zugleich zeigt der Pkw-Gesamtbestand allerdings, dass die Elektromobilität noch weit davon entfernt ist, gegenüber Verbrennungsmotoren zu dominieren. Angesichts aktueller Herausforderungen wie der Rohstoffbeschaffung, dem Ausbau der Ladeinfrastruktur sowie dem Recycling drängt sich die Frage auf, ob diese – aktuell sehr stark subventionierte – Entwicklung in die richtige technologische Richtung geht. Politik, Wissenschaft und Gesellschaft müssen sich zukunftsweisende Fragen stellen: Ist die Elektromobilität die „richtige“ Antriebsform für die Zukunft? Denn erweist sich die eingeschlagene Richtung im Nachhinein als falsch, wären enorme Investitionen und Ressourcen fehlallokiert. Darüber hinaus gilt es abzuwarten, ob das Ergebnis unserer Innovationsökosysteme lediglich eine dominante Antriebsform für klimaverträgliche Mobilität hervorbringt.

Fest steht, dass der Druck auf die Automobilbranche bis 2030 kontinuierlich steigen wird. Es werden sich Gewinner und auch Verlierer der Transformation in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit der Durchdringung von Elektrofahrzeugen und den Investitionen der Hersteller herauskristallisieren. Die Automobilbranche steht somit vor einer Konsolidierungswelle – die Gewinner werden ihre Marktposition signifikant weiter ausbauen. Die Verlierer dagegen werden sich vom Markt verabschieden beziehungsweise ihre Eigenständigkeit verlieren.

In unserer Experteneinschätzung geben wir Einblicke in verschiedene Zukunftsszenarien

  • Welche Automobilhersteller werden in 2030 profitieren und wer wird verlieren?
  • Szenarien für den Ausbau der Elektromobilität in Europa - von schneller bis langsamer Adaption 
  • Was bedeutet dies für die Gewinner und Verlierer der Branche im Hinblick auf die Marktpositionierung?

Unsere Empfehlungen für die Automobilindustrie

Kontinuierliche Markt- und Umfeldbeobachtung

um schnell auf politische Weichenstellungen reagieren zu können.

Aufbau und Förderung einer agilen Organisation

um mit Unsicherheiten entsprechend umgehen und unterschiedliche Szenarien abdecken zu können. Je nach Strategie benötigen die Automobilhersteller einen „Plan B in der Hinterhand“. So müssen „All-in Player“ bei einer gemäßigten Durchdringung von Elektrofahrzeugen entsprechend reagieren und „Diversified Player“ umgekehrt in einem „Fast Track“ Szenario (u. a. durch eine schnelle Umstellung der Produktion).

Stärkung der Resilienz in der Organisation

um in den derzeitigen Spannungsfeldern der Automobilindustrie nachhaltig erfolgreich und flexibel zu bleiben – insbesondere durch die schnelle Digitalisierung der internen Geschäftsprozesse entlang der gesamten Supply Chain (je höher die Prozessdigitalisierung, desto schneller können notwendige Strategieanpassungen umgesetzt werden). Auch das Vorantreiben der Digitalisierung im Fahrzeug, u. a. durch ein eigenes Betriebssystem, stärkt die Resilienz und damit auch die Unabhängigkeit gegenüber Tech-Riesen wie Apple und Google.

Das komplette Paper des Handelsblatt Research Institut (HRI) und BearingPoint mit Hintergrundmaterial, Statistiken und vielen weiteren Informationen steht Ihnen im Downloadbereich zur Verfügung. Viel Freude bei der Lektüre.

  • Fehlallokationen durch einseitige Förderung von Elektromobilität - Einblicke und Handlungsempfehlungen 3.27 MB Download

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