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Die fortschreitende Digitalisierung stellt auch das Zulassungswesen vor neue Herausforderungen und bietet gleichzeitig ein großes Potenzial. Neue Technologien, wie etwa die Blockchain, ermöglichen eine vollständig automatisierte Fahrzeugzulassung. Dies ist vor allem von Bedeutung, da die Kfz-Zulassung in Europa eines der meistgenutzten Verwaltungsverfahren ist. Die Digitalisierung ermöglicht verkürzte und vereinfachte Prozesse sowie neue Potenziale für den Bürokratie- und Bürokratiekostenabbau. Vor dem Hintergrund der Entwicklung von vernetzten Fahrzeugen stellt die Umsetzung dieser Möglichkeiten eine logische Konsequenz dar. Verwaltungen sollten sich rechtzeitig und angemessen auf diese Entwicklungen vorbereiten.

Im Fokus der Studie stehen die Chancen der Digitalisierung des Zulassungswesens sowie der Vergleich der verschiedenen Prozesse der Fahrzeugzulassung in Europa. Sie bietet einen Überblick über den derzeitigen Digitalisierungsgrad der jeweiligen Länderverwaltungen und gibt Anregungen für Prozessinnovationen und zum Ausbau der Interoperationalität.

Es lässt sich ein allgemeiner Trend hin zur internetbasierten Fahrzeugzulassung erkennen. Im europäischen Vergleich von Internetangeboten für die Kfz-Zulassung schneidet Deutschland sehr gut ab. So plant die Bundesregierung beispielsweise internetbasierte Zulassungsverfahren für alle Phasen des Fahrzeug-Lebenszyklus. Die meisten Verwaltungen der untersuchten Länder bieten zusätzliche fahrzeugbezogene Dienstleistungen - z. B. Auskunftmöglichkeiten aus dem Fahrzeugregister - online an. Trotz dieser positiven Entwicklungen wird derzeit das Potenzial der Digitalisierung des Zulassungswesens noch nicht voll ausgeschöpft. Anträge werden meist noch manuell bearbeitet, Großkundenlösungen sind bislang nur ansatzweise umgesetzt, weiterführende Dienstleistungen nicht landesweit verfügbar und Ergebnisse von Verwaltungsakten sind oft nicht elektronisch einsehbar.

Wie kann das große Potenzial der Digitalisierung genutzt und umgesetzt werden?

Digitalisierung und Optimierung immer Hand in Hand
Es sollte geprüft werden, welche Schritte des Zulassungsverfahrens durch Prozessoptimierung und die Reduzierung rechtlicher Vorgaben vereinfacht werden können. So können bestehende Verfahren mit geringerem Aufwand digitalisiert und automatisiert werden.

Ausnutzung des europäischen Rechtsrahmens für elektronische Verwaltungsprozesse
Im Hinblick auf die eIDAS-Verordnung sollte das ganze Potenzial erschlossen werden, denn qualifizierte elektronische Signaturen für natürliche Personen und qualifizierte elektronische Siegel für juristische Personen können beispielsweise für vertrauenswürdige elektronische Vollmachtdokumente, Nachweise oder Zulassungsbescheide genutzt werden. Damit können umständliche Papierverfahren vereinfacht beziehungsweise ersetzt werden.

Die Fahrzeugzulassung sollte länderübergreifend in der EU möglich sein
Die Vorteile von digitalisierten Verfahren liegen auf der Hand: Sie ermöglichen geringere Transaktionskosten im nationalen und innereuropäischen Fahrzeughandel, schaffen Effizienzgewinne in der Verwaltung und steigern die Qualität von Dienstleistungen aus Bürger- und Unternehmenssicht.

Die detaillierten Ergebnisse unsere Studie finden Sie im Downloadbereich.