Dezember 2020

Wachstumssegment oder Rohrkrepierer?

Die sechste Ausgabe der NEWretail-Reihe untersucht die Zukunftsfähigkeit des Online-Lebensmittelhandels in Deutschland. Dabei beleuchtet NEWretail die Hintergründe der rasanten Entwicklung des Online-Lebensmittelhandels unter dem Einfluss der COVID-19-Pandemie. NEWretail analysiert die zentralen strukturellen, konsumenten- sowie anbieterspezifischen Hürden und Herausforderungen, die einen Durchbruch des Online-Lebensmittelhandels in Deutschland bislang verhindern. NEWretail kommt dabei zu dem Schluss, dass Online Food Retailing bislang vor allem durch innovative Nischen-Start-ups geprägt ist und von etablierten Anbietern grundlegend neue Geschäftsmodelle verlangt, in denen Technologie, Datenzentrierung sowie Customer Experience eine zentrale Rolle einnehmen.

Die Wachstumsdynamik im weltweiten Online-Handel ist weiterhin ungebrochen. Über alle Warensegmente wird ein durchschnittliches jährliches Online-Wachstum bis 2023 von 15,9 Prozent erwartet. Ein besonders wachstumsstarkes Warensegment ist dabei allen voran der Online-Lebensmitteleinzelhandel mit einem prognostizierten durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstum von 24,8 Prozent bis 2027.

Gerade in Zeiten der COVID-19-Pandemie kommt dem Online-Handel eine maßgebliche Bedeutung zu. Staatlich angeordnete Schließungen des stationären Einzelhandels sowie insbesondere die Angst vieler Konsumenten vor einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 und damit einhergehend dem selbst verordneten „Social Distancing“ forcieren dabei das Online-Wachstum. Diese Entwicklung trifft vor allem auf den (Online-) Lebensmitteleinzelhandel zu, der als großer Gewinner dieser Zeit hervorgeht. Wie der internationale und insbesondere auch der europäische Vergleich zeigen, scheint der Online-Lebensmittelhandel (auch unabhängig von möglichen COVID-19-Effekten) langfristig durchaus einen potenziellen Anteil von bis zu zehn Prozent am gesamten Lebensmitteleinzelhandel erreichen zu können.

Ein nachhaltig erfolgreicher Online-Lebensmittelhandel wird jedoch nur gelingen können, wenn dieser auch für die Handelsunternehmen auf einem profitablen Geschäftsmodell aufbaut. Die bloße Erweiterung des stationären Vertriebs um den Online-Kanal, ohne dabei die zentralen, erfolgskritischen Stellschrauben zu verändern, wird dabei langfristig zum Misserfolg führen – wie die letzten Jahre eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben. Vielmehr werden fünf grundlegende Anpassungen bestehender Geschäfts- und Betriebsmodelle unausweichlich:

  • „Click-&-Collect” als Zukunftsmodell
  • Filialen als dezentrale automatisierte Mikro-Fulfillment-Center für mehr Kosteneffizienz
  • Neue Pricing-Modelle – Mehrwertleistungen erfordern Gebühren
  • Daten der Lebensumstände sowie Kauf- sowie Konsumgewohnheiten der Kunden werden erfolgskritisch – für Händler, aber auch für die Hersteller
  • Customer Experience – Kunden von den Mehrwerten überzeugen

Lesen Sie mehr in unserem White Paper „NEWretail #6 - Online Food Retailing“ im Downloadbereich.

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