Februar 2021

Unternehmen, die agile Arbeitsformen einsetzen, können schneller auf unvorhergesehene Ereignisse und neue Anforderungen reagieren und sogar proaktiv Lösungen anbieten. In den unsicheren Zeiten der COVID-19-Pandemie wird Agilität daher zum Gebot der Stunde.

Ist Agilität bereits sehr stark in den Unternehmensalltag integriert, ist der Umgang mit Veränderungen und Unsicherheiten gelebte Praxis und die Unternehmen sind dadurch krisenfester. Das ist ein Ergebnis unserer aktuellen Studie „Agile Pulse 2020“, in der bei über 370 Organisationen die verschiedenen Dimensionen einer Organisation im Hinblick auf ihre agile Ausrichtung beleuchtet werden. Hier zeigten sich Unterschiede zwischen den Organisationen, die bereits über agile Arbeitsformen verfügen und denen, die diese erst einführen.

Erstmalig haben wir für die Umfrage in Deutschland auch die gesetzlichen Krankenkassen berücksichtigt.

Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Krise kommt der Frage nach Agilität in der Krankenversicherung eine ganz besondere Bedeutung zu. Bereits vor der Pandemie war das Bundesgesundheitsministerium für die hohe Schlagzahl an Vorhaben bekannt. Seit Ende Februar 2020 wurden dann auf Hochtouren neue Gesetze verabschiedet, um die medizinische Versorgung der Bevölkerung sicher zu stellen. Eine schnelle Umsetzung der gesetzlichen Regelungen durch die Krankenkassen war gefordert. Gleichzeitig mussten Organisation und Service angepasst werden, um auch im Pandemie-Modus der Rolle des verlässlichen Partners für ihre Versicherten gerecht werden zu können.

  • Agilität wird von Krankenkassen eindeutig als relevantes Zukunftsthema wahrgenommen. Potenzial sehen die Teilnehmenden vor allem im Bereich Vertrieb, Marketing und Kundenservice.
  • Insbesondere zeigt sich in der Umfrage der Trend zum Einsatz der Agilität auch außerhalb der IT, also außerhalb der Softwareentwicklung – aus welchem Bereich die meisten agilen Konzepte stammen. Am häufigsten werden agile Methoden in der GKV heute bereits im Bereich Projektmanagement eingesetzt.
  • Im Bereich der Selbstorganisation, die eine wichtige Voraussetzung für agile Arbeitsmethoden ist, besteht laut der Umfrage bei den Krankenkassen noch Aufholbedarf. Aktuell herrschen bei den GKVs noch typische Charakteristika der bürokratischen Arbeits- und Führungskultur vor.
  • Dabei treiben insbesondere in Betriebskrankenkassen vorrangig Externe die agile Transition in den Krankenkassen voran.

„Gerade in einem unsicheren und komplexen Umfeld ist es wichtig, zunächst ein individuelles Zielbild für den Einsatz von Agilität in der Krankenkasse zu entwickeln. Neue Arbeitsweisen, Strukturen, Methoden, Techniken, Tools, etc. sollten Teil eines holistischen Konzepts sein, das für die eigene Organisation und Kultur auch passend ist. Auch sind agile Methoden nicht im gleichen Maße für alle Bereiche und Teams nutzenstiftend. Agilität um der Agilität Willen wird keinen Erfolg haben.“

Marc Jasper, Director und verantwortlich für den Bereich der Gesetzlichen Krankenversicherungen

Die detaillierten Ergebnisse unserer Studie stellen wir Ihnen auf Anfrage gern zur Verfügung. Wir freuen uns, Sie bei der Transformation Ihrer Krankenkasse zu unterstützen. Kontaktieren Sie uns gern bei Fragen und für weitere Informationen.

  • Infografik Agilität in der GKV
    Infografik Agilität in der GKV 2.79 MB Download

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