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Im Zusammenhang mit der Verteilnetzstudie wurde eine weiterentwickelte Methodik auf detaillierte Datenbasis angewendet, um eine möglichst belastbare Abschätzung der in Hessen zu erwartenden Zubauentwicklung für erneuerbare Energien und neue elektrische Verbraucher zu treffen. Diese beinhalten den dadurch bedingten Netzausbau sowie die damit verbundenen Netzausbaukosten.

Die Studienergebnisse der Verteilnetzstudie bei der Einspeisung und dem Verbrauch von elektrischer Energie umfassen im Besonderen:

  • Den Zuwachs an Einspeisung aus Windenergie- und Photovoltaik-Anlagen um 108% (2024) bzw. 239% (2034)
  • Die Steigerung des Verbrauchs durch das Hinzukommen neuer elektrischer Anwendungen wie z.B. Elektromobilität, Wärmepumpen und Rechenzentren um 6% (2024) bzw. 11% (2034)

Zubau an erneuerbaren Energien in Hessen

Gleichzeitig wird der Anteil an erneuerbaren Energien am elektrischen Verbrauch in Hessen mit dem Zubau an erneuerbaren Energieerzeugungsanlagen auf 28% bzw. 43% steigen. Dies wird zugleich dazu führen, dass Hessen sich zukünftig in umfangreichen Ausmaß selbst mit elektrischer Energie versorgen kann. Grundsätzlich wird der heute vorliegende konventionelle Verbrauch aufgrund von Effizienzmaßnahmen sinken, der Gesamtverbrauch an elektrischer Energie aber durch Sektorenkopplung und Integration neuer elektrischer Anwendungen (E-Kfz, Wärmepumpen & Rechenzentren) insgesamt geringfügig wachsen.

Netzausbaukosten

Die mit dem betrachteten Netzausbaubedarf verbundenen Investitionen in die Verteilungsnetze in Hessen werden auf 570 Mio. Euro (2024) bzw. 1.040 Mio. Euro (2034) hochgerechnet. Diese Netzausbaukosten stehen den Kosten des Zubaus von erneuerbaren Energien und neuen Ladeinfrastrukturen in Hessen gegenüber. Insgesamt lässt sich der Verteilnetzausbau in Hessen reduzieren, wenn umfangreich von den neuen netzplanungsrelevanten Möglichkeiten des Einsatzes von innovativen Planungsansätzen und innovativen Betriebsmitteln Gebrauch gemacht wird.

Handlungsempfehlungen

Die Verteilnetzstudie leitet die Handlungsempfehlungen zweistufig ab. Auf der 1. Stufe werden die Empfehlungen auf Basis der Netzberechnungsergebnisse der Auswirkungsanalyse abgeleitet. Auf der 2. Stufe werden die Voraussetzungen und Umsetzbarkeit dieser Handlungsempfehlungen unter gegebenen Rahmenbedingungen kritisch ausgewertet und ergänzende Empfehlungen zu Anpassung der Rahmenbedingungen vorgeschlagen, um die Umsetzung der Vorgenannten zu unterstützen.

Ausblick der Verteilnetzstudie

Der Netzausbau wird mittels konventioneller und innovativer Maßnahmen, durch Verteilnetzbetreiber optimiert werden müssen, um insgesamt wirtschaftlich tragbar zu sein. Die Bedingungen für den zielführenden Einsatz vieler planerischer Möglichkeiten müssen dabei verbessert und in Teilen noch neu geschaffen werden. Die Optimierung des Verteilnetzausbaus kann dann gesamtwirtschaftlich umgesetzt werden, wenn der Zubau von neuen Einspeiser und Verbraucher enger mit dem Netzausbau koordiniert werden kann.


Eine Management Summary sowie die gesamte „Verteilnetzstudie Hessen“  stehen für Sie im Downloadbereich zur Verfügung.

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