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Trotz EU-Dienstleistungsrichtlinie, EU-Binnenmarkt, E-Government-Gesetz & Co. besteht bei elektronischen Transaktionen ein europaweiter Flickenteppich nationaler Standards für sichere und vertrauenswürdige elektronische Geschäftsprozesse, Records Management und Aufbewahrung bzw. Archivierung. Die rein nationalen Regelungen und folglich begrenzten Einsatzgebiete - z.B. für den Neuen Personalausweis, De-Mail in Deutschland oder die Amtssignatur in Österreich - und die damit verbundene Rechtsunsicherheit in der internationalen Kommunikation stellen wesentliche Hemmnisse bei der Umsetzung sicherer elektronischer Prozesse dar. Gleichzeitig können internationale Lösungen aufgrund mangelnder Standardisierung und Anerkennung nur begrenzt eingesetzt und keine Synergieeffekte erzielt werden.

Diese Hürden werden mit der eIDAS-Verordnung beseitigt. Sie verfolgt das Ziel einheitliche und verbindliche Regelungen für sichere elektronische Geschäftsprozesse in EU und EFTA zu schaffen. Im Gegensatz zu einer EU-Richtlinie ist die eIDAS-Verordnung unmittelbar geltendes Recht in allen 28 Mitgliedsstaaten und adaptiert von Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz. Mit eIDAS ist erstmals eine EU-weit durchgängige Vertrauenswürdigkeit in elektronischen Prozessen möglich – von der Authentifizierung und Erstellung von Datensätzen bis zur Bearbeitung und beweiswerterhaltenden Aufbewahrung. Im Ergebnis wird die Effektivität öffentlicher und privater Online-Dienstleistungen, des elektronischen Geschäftsverkehrs und des elektronischen Handels in der EU absehbar erhöht, das Nebeneinander verschiedener, teilweise gegensätzlicher Regelungen und Standards für elektronische Transaktionen, Identifizierung, Authentifizierung und Nachweisführung beendet.

Das White Paper liefert einen Überblick über die Kerninhalte der eIDAS-Verordnung, den Fahrplan der Umsetzung sowie Chancen und Herausforderungen. Auf Basis unserer umfangreichen Projekterfahrung bieten wir Behörden und Unternehmen konkrete Handlungsempfehlungen für die Umsetzung der eIDAS.