Der Aktionsplan der Europäischen Union (EU) für die Finanzierung nachhaltigen Wachstums zeichnet den Pfad für die künftige Ausgestaltung der regulatorischen Rahmenbedingungen vor, denen vor allem die Kreditwirtschaft unterliegt.

Banken und Investoren haben mit der bewussten Steuerung von Geldströmen einen enormen Einfluss auf die nachhaltige Transformation der Gesamtwirtschaft und sollen Finanzströme stärker in nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten zu lenken. Hieraus ergibt sich ein entsprechender Handlungsbedarf in verschiedenen Dimensionen, nicht zuletzt mit Blick auf die Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Jüngst hat die Europäische Kommission das umfassende Sustainable Finance „April-Package" verabschiedet, das drei wesentliche Maßnahmen enthält:

  • Mit der delegierten Verordnung zur EU-Taxonomie wird der erste Teil der technischen Bewertungskriterien der EU-Taxonomie eingeführt. Anhand dieser Kriterien wird zukünftig bestimmt, welche Tätigkeiten wesentlich zur Erreichung der beiden ersten in der Taxonomie-Verordnung festgelegten Umweltziele beitragen, die Anpassung an den Klimawandel und Klimaschutz.
  • Mit dem Vorschlag zur Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) wird eine Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen überarbeitet. Damit wird der Kreis der berichtspflichtigen Unternehmen ausgeweitet und die inhaltlichen Anforderungen an eine Nachhaltigkeitsberichterstattung neu gefasst.
  • Mit der Verabschiedung von sechs Änderungsrechtsakten zur MiFID II, IDD, UCITSD sowie AIFMD wird die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten in den Wohlverhaltensregeln sowie den Vorgaben zum Anlegerschutz sichergestellt.

Hinzu kommt ein EBA-Konsultationspapier zu neuen Offenlegungsanforderungen bzgl. ESG-Risiken im Rahmen der Säule III-Transparenzanforderungen sowie der Entwurf der Delegierten Verordnung zum Artikel 8 der EU-Taxonomie, der Detaillierungen zum Nachhaltigkeitsreporting enthält. Die verschiedenen Normen und entsprechenden Rechtsakte machen deutlich, dass sich die Sustainable Finance bezogenen regulatorischen Anforderungen nicht losgelöst voneinander umsetzen lassen. Vielmehr müssen Finanzinstitute ihr Datenmanagement um die ESG-Anforderungen erweitern und ein ganzheitliches ESG-Datenmanagement etablieren.

Was dabei zu beachten ist, welche Lösungsansätze es gibt und wie sich die Perspektive der betroffenen Unternehmen darstellt, ist Gegenstand unserer virtuellen Gesprächsrunde im BANKENNETZWERK.

Referenten

Michaela Valdivia (Direktorin, Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB); Yvonne Quint (Partnerin, BearingPoint); Thomas Grotowski (Projektleiter Sustainable Finance, UniCredit Bank AG); Dr. Andreas K. Gruber (Leiter Public Affairs & Nachhaltigkeit, Deutsche Kreditbank AG) und Dr. Stefan Hirschmann (Mitglied der Geschäftsleitung, VÖB-Service GmbH)

Dieses Webinar ist eine gemeinsame Veranstaltung von BearingPoint & VÖB-Service und richtet sich an Fach- und Führungskräfte in Banken, Versicherungen und anderen finanzwirtschaftlichen Unternehmen.

Die Teilnahme ist kostenfrei für Sie. Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf den Seiten des Bankennetzwerkes.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und auf die Diskussion mit Ihnen!

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Wenn Sie mehr über dieses Event erfahren möchten, wenden Sie sich bitte an unsere Experten, die gerne von Ihnen hören.

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