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Das E-Government-Gesetz befindet sich auf der Zielgeraden. Es soll Bürgerinnen und Bürgern die elektronische Kommunikation mit Ämtern erleichtern, den Verwaltungsapparat maßgeblich modernisieren und Deutschland wettbewerbsfähiger machen. Die Behörden selbst knüpfen hohe Erwartungen an das Gesetz, sehen jedoch auch klar die Herausforderungen in der Umsetzung. Dies zeigt unsere aktuelle Blitzumfrage bei Mitarbeitern aus über 100 Behörden der Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltung, die in Projekten zur Verwaltungsmodernisierung in den vergangenen Jahren mitgewirkt haben. Demnach begrüßen die Befragten mehrheitlich das Gesetz: 89 Prozent denken, dass die deutsche Wirtschaft von dem durch das Gesetz geregelten Ausbau von E-Government profitieren wird, 83 Prozent prognostizieren einen deutlichen Nutzen für die öffentliche Verwaltung und mehr als 70 Prozent erwarten einen maßgeblichen Modernisierungsschub für die eigene Behörde. Weiterhin glauben über zwei Drittel an eine bessere Verknüpfung mit der technischen Infrastruktur der Wirtschaft, was zu effizienteren Verwaltungsverfahren für Unternehmen und Behörden beitragen kann.

Damit sich die erwarteten Vorteile einstellen, besteht für die Behörden allerdings noch Handlungsbedarf: 78 Prozent der Befragten sehen in der Finanzierung der Gesetzesfolgen die größte Herausforderung. Die angestrebte Modernisierung der Verwaltung erfordert Investitionen in die Behörden-IT und die Reorganisation der Verwaltungsprozesse, die in den Behördenhaushalten berücksichtigt werden müssen. Wo möglich, werden zentrale E-Government-Angebote gefordert, die behördenübergreifend genutzt werden können. Auch die Bereitstellung des erforderlichen Fachpersonals zur Umsetzung des Gesetzes betrachtet mit 77 Prozent eine deutliche Mehrheit der Befragten als große Herausforderung. Vor allem die notwendigen Fachkräfte in IT und Projektmanagement werden als knappe Ressourcen benannt. Eine weitere Herausforderung besteht in der flächendeckenden Nutzbarkeit: Da mit dem Bundesgesetz nicht alle Aspekte auch für die Länder geregelt sind, benötigen diese jeweils eigene E-Government-Gesetze. Der Bund liefert mit dem Bundesgesetz jedoch eine wichtige Orientierung beispielsweise zum Einsatz der Online-Ausweisfunktion des neuen Personalausweises und zur elektronischen Zusammenarbeit von Behörden.

Detaillierte Ergebnisse unserer Blitzumfrage sowie konkrete Handlungsempfehlungen finden Sie im Download.

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