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Wie schafft es die deutsche Spezialchemie, ihre Position in den angestammten, bereits entwickelten Märkten zu verteidigen und wie gelingt notwendiges Wachstum in den Schwellenländern?

Das Themendossier des Bundesverbandes deutscher Unternehmensberater (BDU)-Thinktanks unter Mitwirkung von BearingPoint gibt Antworten. Der Thinktank hat fünf strategische Handlungsfelder identifiziert: Innovation, Produktion, Wertschöpfungsstrukturen, Profitabilität und Internationalisierung.

Wichtige Ergebnisse nach untersuchten Handlungsfeldern:

I. Handlungsfeld Innovation:

  • Unternehmen der Spezialchemie müssen ihre innovationsfördernde Innovationskultur schärfen!
  • Ohne passende Strategie werden die Innovationspotenziale nicht ausgeschöpft
  • Kooperationen, z.B. mit Forschungseinrichtungen oder Start-Ups, sind erfolgsentscheidend!
  • Innovationen müssen besser geschützt (Patente, Marken, Security) werden!

Ergebnisauszug BDU-Studie „Handlungsfeld Innovation"

  • 75% messen der Entwicklung einer innovationsfördernden Unternehmenskultur eine hohe Relevanz zu, aber nur 41% sehen sich hierbei stark aufgestellt (45% schwach!)
  • Für 96% sind Entwicklungspartnerschaften mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen sehr bedeutsam bzw. bedeutsam. Nur 38% sehen sich allerdings aktuell gerüstet, 41% fühlen sich hier sogar schwach aufgestellt.

II. Handlungsfeld Produktion:

  • Der Technologievorsprung in Deutschland verringert sich!
  • Anbieter aus Schwellenländern drängen nach Europa und gewinnen Marktanteile!
  • Der Kosten- und Optimierungsdruck wird wachsen!
  • Die Verbesserung der Attraktivität des Chemiestandortes Deutschland muss über eine Wertschöpfungsoptimierung erfolgen!

Ergebnisauszug BDU-Studie „Handlungsfeld Produktion"

  • Zweidrittel befürworten mit hoher Relevanz-Kennzeichnung, dass die Attraktivität des einheimischen Chemiestandortes über eine Wertschöpfungsoptimierung erfolgen muss. Aber nur 36% sehen sich hierbei stark aufgestellt.

III. Handlungsfeld Profitabilität:

  • Der technologische Vorsprung deutscher Unternehmen der Spezialchemie – insbesondere gegenüber nichttraditionellen Marktteilnehmern – wird sich weiter verringern!
  • Ohne Gegenmaßnahmen wird das Produktportfolio deutscher Produzenten von einer fortschreitenden Commoditisierung bedroht werden!
  • Neue, kundenspezifische Produkte und Dienstleistungen sind Voraussetzungen für künftiges profitables Wachstum (Individualisierung als Gegensteuerung zur Commoditisierung)!
  • Zur nachhaltigen Profitabilitätssicherung werden auch künftig Kostensenkungs- bzw. Effizienzsteigerungsinitiativen gestartet werden müssen. Neben klassischen Ansätzen sind dabei zunehmend neue, innovative Herangehensweisen gefragt!

Ergebnisauszug BDU-Studie „Handlungsfeld Profitabilität"

  • Um den Kosten- und Margendruck abzuschwächen, befürworten 92% (starke Relevanz 51%/mittlere Relevanz 41%) eine weitere kundenspezifische Individualisierung ihrer Produkte. Nur knapp die Hälfte sieht sich hier zurzeit gut gerüstet.
  • Identifizierung und Bewertung von Verbesserungspotenzialen durch Differenzierung bei Geschäftsprozessen halten über 90% der Befragten für relevant (hohe Relevanz 49%, mittlere Relevanz 44%) – dagegen haben insgesamt 60% der Befragten noch keine klare Einschätzung für das eigene Unternehmen zum Thema.

IV. Handlungsfeld Wertschöpfungsstrukturen:

  • Die mittelständische Spezialchemie muss das Arbeiten in geschlossenen organisatorischen Einheiten aufgeben!
  • Bestehende Organisationsstrukturen gefährden nicht selten die Überlebensfähigkeit von Marktteilnehmern!
  • Die Digitalisierung verlangt eine Optimierung der vertikalen und horizontalen System- Schnittstellen!
  • Auswertung und Analyse von Kundendaten bieten die Chance für individualisierte Angebote und sind extrem erfolgsrelevant!
  • Ohne aktives Partnerschaftsmanagement werden mögliche Wettbewerbsvorteile nicht genutzt!

Ergebnisauszug BDU-Studie „Handlungsfeld Wertschöpfungsstrukturen"

  • Konsequentes Ausrichten der funktions- und unternehmensübergreifenden Prozesse an den Bedürfnissen der Kunden und gewünschten Produkten und Dienstleistungen hat für 70% eine hohe Relevanz. Doch nur 38% sehen sich in Selbstreflektion aktuell stark aufgestellt.
  • Für 91% (starke Relevanz 55%/mittlere Relevanz 36%) ist es wichtig, die vertikale und horizontale Wertschöpfungskette durchgängig zu digitalisieren. Aber 55% fühlen sich zurzeit nicht ausreichend vorbereitet.

V. Handlungsfeld Internationalisierung:

  • Viele Unternehmen der Spezialchemie besitzen keine Internationalisierungsstrategie. Die Mittelständler müssen raus aus ihrer nationalen Komfortzone!
  • Internationale Anforderungen verlangen veränderte Organisations- und Führungsstrukturen!
  • Ohne tiefe Marktkenntnisse der Schwellenländer sind internationale Engagements sehr risikobehaftet!
  • Der Aufbau und die Nutzung von geeigneten Kommunikationsstrukturen und Plattformen sowie Entscheidungsstrukturen und -routinen sichern international einen reibungslosen Wissens- und Kommunikationstransfer!

Ergebnisauszug BDU-Studie „Handlungsfeld Internationalisierung"

  • Kenntnisse der Märkte in den Schwellenländern inkl. deren Wachstumspotenziale und Absatzchancen besitzen für 68% eine hohe + für 29% eine mittlere Relevanz. Über die Hälfte gibt in der Selbsteinschätzung aber an, noch nicht über ausreichende Kenntnisse zu verfügen.
  • 91% finden es wichtig (starke Relevanz 58%/mittlere Relevanz 33%), dass die Führungs- und Kommunikationsstrukturen auf die internationalen Anforderungen ausgerichtet sind. Nur 39% sehen sich hier schon stark aufgestellt.

Das ausführliche Themendossier und eine Infografik stehen für Sie im Downloadbereich zur Verfügung.

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