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Die Studienergebnisse der neuen GEXSO-Studie (Global Excellence in Supply Chain Operations) zeigen, dass 80 Prozent der Industrieunternehmen Produktkonfiguration zunehmend als Erfolgsfaktor für ihr Industriegeschäft sehen. Durchschnittlich sind dabei 58 Prozent der Unternehmensprodukte konfigurierbar. Weitere 25 Prozent werden projektiert und auf den Kundenbedarf maßgeschneidert und lediglich 17 Prozent sind Standardprodukte.

Im Schnitt richten die Unternehmen ihre Produktkonfiguration eher an den technischen Möglichkeiten aus und weniger an einer klaren Vertriebs- und Produktstrategie. Die Produktmodelle werden vorwiegend von R&D verantwortet und sind entsprechend technisch orientiert. Bei einem Großteil der teilnehmenden Unternehmen ist die Konfiguration in der Supply Chain weit weniger genutzt als im Vertrieb. Konfigurationsinformationen werden nach der Angebotskonfiguration in der Supply Chain meist nicht weiterverwendet.

Die Ziele, die mit Produktkonfiguration verfolgt werden, sind größtenteils operativer Natur, zum Beispiel die Fehlerreduktion bei der Auftragsabwicklung im Sinne einer „Machbarkeitsprüfung“. Strategische Ziele, wie Erhöhung der Win-Rate oder differenziertes Pricing, werden bei den meisten Teilnehmern nicht verfolgt:

Mögliche Digitalisierungspotenziale bleiben weitgehend ungenutzt. Es wird weder mit grafischen 3D-Vorschauen auf das Produkt gearbeitet, noch werden Produktempfehlungen oder passende Optionen und Pakete von den genutzten Konfigurationssystemen vorgeschlagen. Die Möglichkeit, einen „Digital Twin“ einzusetzen, um Daten der individuellen Konfiguration bis in den Kundenservice (Equipment Information) zur Verfügung zu stellen, bleibt ebenfalls momentan noch ungenutzt.

Vor dem Hintergrund steigender Software-Anteile im Produkt gewinnt Produktkonfiguration zur kundenindividuellen Aktivierung von Software-Optionen sowie zur Koordination von Software- und physikalischen Produktreleases weiter an Bedeutung. Beim Gros der Unternehmen fällt in Summe eine opportunistische Nutzung von Produktkonfiguration auf. Sie wird da genutzt, wo operative Prozesse abgebildet werden müssen. Sobald eine Vertriebsstrategie betroffen ist, werden die meisten Unternehmen vorsichtiger.

In der Studie werden zwei Leitbilder für Produktkonfiguration herausgearbeitet:

  • Variantenprofis („Wie“ wird konfiguriert?)
  • Vertriebsprofis („Was“ wird konfiguriert?)

In der Trendbetrachtung planen viele Unternehmen, ihre Produktkonfiguration durch eine Optimierung der IT-Architektur zu professionalisieren. Die Investition in Konfigurationssoftware, die Integration von Produktdatenmanagementsystemen sowie die Bereitstellung digitaler Daten an Kunden sind dabei Fokusthemen. Die Integration der Supply Chain beziehungsweise die Integration der Produktkonfiguration in digitale Fertigungsstrukturen (zum Beispiel Industrie 4.0) wird nur in geringerem Maß als Trend gesehen. Digitale Trends, wie Augmented Reality- und Virtual Reality-Lösungen, werden mehrheitlich nicht als relevant gesehen und stellen damit auch zukünftig ein ungenutztes digitales Potenzial dar:

Das detaillierte Studiendokument steht für Sie zum Download bereit.

 

 

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