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Zürich, 4. September 2012 – Kürzere Wirtschaftszyklen, sinkende Margen und geringere finanzielle Spielräume bei Industrieunternehmen, Banken und Versicherungen verlangen nach zunehmend schlankeren Geschäftsprozessen und einem übergreifenden Zusammenspiel von Fach- und IT-Abteilungen. Eine nachhaltige Prozessorientierung (= Business Process Management) über Abteilungs-, Bereichs- und Ländergrenzen hinweg ist eine der wichtigsten Aufgaben der oberen Führungsebene.

Eine aktuelle Studie der Management- und Technologieberatung BearingPoint (www.bearingpoint.com) unter 60 Unternehmen aus dem Finanz- und Industriesektor in Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigt: 90 Prozent der Finanz- und Industrieunternehmen erwarten, dass die Bedeutung von Business Process Management (BPM) bis 2015 weiter steigt. Die Zeiten einmaliger und selektiver Prozessoptimierungsprojekte sind vorbei, denn die Mehrheit der Unternehmen (58 Prozent) verfolgt bereits eine nachhaltige, ganzheitliche Verankerung von Geschäftsprozessmanagement im Unternehmen. Aber bei drei Viertel ist der Umsetzungsgrad von Business Process Management bislang noch gering oder sehr gering. Sichtbare Defizite gibt es bei der praktischen Umsetzung: Mehr als zwei Drittel der Unternehmen hat keine Vision und keine strategischen Ziele für die Einführung von BPM formuliert. In 58 Prozent der Unternehmen fehlt die Unterstützung durch das Top Management.

„Ein erfolgreiches Business Process Management erfordert starken Support des Managements sowie eine Ausrichtung an die Strategie und das Geschäftsmodell eines Unternehmens“, so Patrick Mäder, Partner bei BearingPoint. „Basierend auf unseren Erfahrungen fehlt es mit Blick auf das gesamte Unternehmen oftmals an der unternehmensübergreifenden Prozessorientierung; diese Siloorientierung ist auch in den Studienantworten zu erkennen. Die Studie zeigt zudem, dass speziell die Financial Services Unternehmen, wie Banken und Versicherungen aber auch andere Industrien, in die Verbesserung von Business Process Management investieren. Gerade vor dem Hintergrund steigender Kundenerwartungen an schnellen Service und Verfügbarkeit sowie zunehmendem Konkurrenzdruck, kann eine strategische Koordination und vermehrte Kundenausrichtung aller Geschäftsabläufe Synergien und damit Wettbewerbsvorteile schaffen.“

Hoher Dokumentationsaufwand und fehlende Ressourcen schrecken Unternehmen ab – Kaum Einsatz von professioneller Software

Hemmschwellen für eine umfassende Prozessorientierung liegen vor allem in der Sorge um einen zu hohen Dokumentationsaufwand (55 Prozent) und unzureichende Ressourcen (53 Prozent). Ausserdem vermissen 42 Prozent der Industrie- und Finanzunternehmen eine bewusste Verankerung in der Unternehmensstrategie. Fehlende Erfahrung in der Definition und Ausführung eines strategischen Prozessmanagements sind für ein Viertel der befragten Teilnehmer ein Hinderungsgrund.

Der Einsatz von unterstützender BPM-Software ist vor allem in der Industrie noch nicht weit verbreitet. Lediglich 40 Prozent der Industrieunternehmen verwenden bislang eine Software für ihr Business Process Management oder planen deren Anschaffung in den nächsten Monaten. Immerhin 60 Prozent der befragten Banken und Versicherungen nutzen bereits eine IT-Lösung oder planen eine Einführung, da ihre Prozesse stärker computergestützt arbeiten. Die aktuell geringe Nutzung von passenden IT-Werkzeugen zeigt, dass hier in den kommenden Jahren noch Professionalisierungsbedarf besteht.

72 Prozent der Unternehmen weisen messbaren Nutzen nach

Mit der Einführung von Business Process Management erwarten Unternehmen vor allem effizientere und transparentere Abläufe (rund 90 Prozent), eine Erhöhung der Standardisierung von Prozessen sowie der Prozessqualität (rund 85 Prozent). Ein Drittel der Unternehmen erhofft sich ausserdem einen positiven Effekt auf die Kundenzufriedenheit und Kosteneinsparungen.

Nahezu drei Viertel der Teilnehmer (72 Prozent) bestätigen, dass sie durch Business Process Management bereits einen nachweisbaren Nutzen im Unternehmen erzielen konnten. Die höchsten messbaren Optimierungsergebnisse werden bei der Verringerung von Prozesslaufzeiten (72 Prozent), Erzielung von Prozesskosteneinsparungen (68 Prozent) und bei der Reduzierung der Fehlerquoten (67 Prozent) erreicht. Gleichzeitig ist aber nicht einmal jedes zweite Unternehmen mit den bereits erreichten Ergebnissen zufrieden (43 Prozent).

„Trotz des erkennbaren Nutzens von Prozessmanagement schlummert in vielen Unternehmen noch Verbesserungspotenzial. Hierfür ist vor allem eine faire Gegenüberstellung der Ist- und Soll-Situation erforderlich sowie die Festlegung von Prozessperformance-Indikator-Systemen (PPI), die Business und IT-Performance in direkte Relation setzen. Die vorausschauende Planung der firmenweiten Abläufe ermöglicht die nachhaltige Adressierung von Schwächen und stellt die unternehmerische Flexibilität sicher“, so Matthias Röser, Partner bei BearingPoint. „Klassische Einstiegspunkte sind die Messung des Reifegrads des Unternehmens für die Einführung von Business Process Management sowie eine Projektinitiative zur Business- und IT-seitigen Optimierung von Kernprozessen, aus denen sich dann eine nachhaltige Strategie für die Prozess-, Performance- und Portfoliosteuerung im Unternehmen entwickeln lässt.“

Eine Zusammenfassung wesentlicher Studienergebnisse (als White Paper) finden Sie hier.

Ein Video mit den Kernergebnissen der Studie steht unter http://toolbox.bearingpoint.com/de/nachhaltigkeit-news/416-bearingpoint-video-podcast-messbarer-nutzen-durch-nachhaltiges-prozessmanagement zur Verfügung.

Über BearingPoint

BearingPoint berät Unternehmen und Organisationen in den Bereichen Commercial Services, Financial Services und Public Services bei der Lösung ihrer dringendsten und wichtigsten Aufgaben. In enger partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit dem Kunden definieren BearingPoint-Berater anspruchsvolle Ziele und entwickeln Lösungen, Prozesse und Systeme entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dies bildet die Grundlage für einen ausserordentlichen Beitrag zum Geschäftserfolg – und eine aussergewöhnliche Kundenzufriedenheit. Seit der Übernahme durch seine Partner im Rahmen eines Management Buy-Out ist BearingPoint eine unabhängige Unternehmensberatung, die Unternehmertum sowie Management- und Technologiekompetenz auf einzigartige Weise vereint. Das Unternehmen beschäftigt rund 3‘500 Mitarbeiter in 15 Ländern. Das Unternehmen hat europäische Wurzeln, agiert aber global.

Für weitere Informationen: www.bearingpoint.com

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Marketing & Communications Manager
Tel. +41 43 299 73 62

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